Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Umweltbericht 2018

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In unserem Umweltbericht erfahren Sie alles rund um das Thema Fluglärm, Luftgüte, Klima, Energie sowie Wasser und Abfall bei den Flughäfen Schönefeld und Tegel.

80 | Flughafen Berlin

80 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Mähraupen machen dem Schilf den Garaus, so dass sich die typische Feuchtwiesenvegetation wieder einstellen kann. Die Errichtung einer Steilwand und die Anlage von Kleingewässern schafft optimalen Lebensraum u.a. für Uferschwalben. Jugendliche aus aller Welt richten im Rahmen ihres Workcamps einen „Klimagarten“ in der Gemeinde Rangsdorf her. dokumentiert. Die Auswirkungen der ökologischen Aufwertung auf die Landwirtschaft werden kontinuierlich ausgewertet, um die Wechselwirkungen zwischen Ökonomie und Ökologie im Landschaftsraum Zülowniederung verträglich aussteuern zu können. Erste Erfolge stellen sich ein: So konnten deutliche Zunahmen bei Brutvögeln wie Feldlerche, Goldammer und Rohrammer festgestellt werden. Auch bei Kleinsäugern, z.B. Mäusen und kleinen Beutegreifern wie dem Mauswiesel zeigen sich die positiven Effekte der Kompensationsmaßnahmen. Besonders profitiert auch die Insektenfauna von den Saumstreifen, hier insbesondere die Tagfalter wie der kleine Perlmuttfalter. In den neu angelegten Kleingewässern stabilisieren sich durch die zunehmende Vegetationsentwicklung auch die Bestände der Libellenfauna. So konnte sogar die Große Moosjungfer – eine streng geschützte Libellenart – im Gebiet neu nachgewiesen werden. Auch für die Nachbarn entwickelt sich der Naturraum Zülowniederung zu einem attraktiven Erholungsraum. Umwelt-Workcamp Mit Unterstützung der FBB findet bereits seit 13 Jahren jährlich ein internationales Workcamp junger Menschen statt, die sich rund um die Gemeinde Rangsdorf für die Natur- und Tierwelt engagieren. Im Sommer 2017 verwandelten 16 Jugendliche aus neun Nationen unter Leitung des Mittelbrandenburgischen Landschaftspflegeverbandes ein 2.500 Quadratmeter großes Areal hinter dem Altenwohnheim am Kurparkring in Rangsdorf in einen „Klimagarten“. Sie erschlossen Wege, legten Pflanz- und Beetstrukturen an und bauten eine Panoramaterrasse sowie Nistkästen an. Lebensraum für Tiere und Pflanzen Für jeden Baum, der auf dem Baufeld weichen musste, wurden im Umfeld des Flughafens neue Bäume gepflanzt. Wertvolle Bäume konnten mit aufwändigen Verfahren geschützt und erhalten werden. Beim Bau des Flughafens Berlin Brandenburg hat das Unternehmen mit großem Aufwand besonders geschützte Tierarten wie Amphibien und Fledermäuse kartiert, in der Bauplanung berücksichtigt oder in Ersatzlebensräume umgesiedelt. Mehrere Tausend Exemplare besonders gefährdeter und geschützter Arten wie Knoblauchkröte und Moorfrosch wurden vor Baubeginn in ihren angestammten Lebensräumen eingesammelt und in neu angelegte Ersatzgewässer umgesiedelt. Die Entwicklung der Amphibien in den neuen Gewässern wurde kontinuierlich von

Umweltbericht 2018 | 81 Mit artenreichen Blühstreifen vernetzt die FBB in der Zülowniederung Lebensräume. Biologen überwacht. Mittlerweile ist die dauerhafte Ansiedlung der Tiere in den neu geschaffenen Teichen erfolgreich abgeschlossen. In einigen ungenutzten Gebäuden des alten Flughafens Schönefeld und in zahlreichen, im Zuge des Ausbaus zur Fällung vorgesehenen alten Bäumen hatten Fledermausarten wie Zwergfledermaus und Großer Abendsegler ihr Sommerquartier. Bevor Gebäude abgerissen und Bäume gefällt wurden, ließ das Unternehmen das Baufeld zum Schutz der seltenen Kleinsäuger umfassend untersuchen. Bäume, in denen Fledermäuse saßen, wurden gekennzeichnet und erst gefällt, nachdem die Fledermäuse in ihre Winterquartiere gezogen waren. Der Flughafen Berlin Brandenburg hat das Rotberger Becken, ein Regenrückhaltebecken östlich des Flughafengeländes, erweitert und ökologisch auf gewertet und damit einen neuen Lebensraum für Fledermäuse geschaffen. Landschaft Mehrere landschaftlich reizvolle Gutsparks im Umfeld des Flughafens wurden in den vergangenen Jahrzehnten vernachlässigt oder gärtnerisch verändert. Im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen hat die Flughafengesellschaft diese kulturlandschaftlichen Kleinode nach historischem Vorbild wiederhergestellt und ökologisch aufgewertet. Heute können sich dort die Bürger in attraktiv gestalteten Grünanlagen erholen. Zugleich bieten die Parks vielen Tieren und Pflanzen eine Heimat. Die Erneuerung des rund 25.000 Quadratmeter großen Gutsparks Großziethen berücksichtigte die kultur historische Bedeutung des Geländes ebenso wie dessen ungenutzte ökologische Potenziale. In dem Areal mit einem wertvollen Altbaumbestand und Relikten der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegten Parkanlage wurden das ursprüngliche Wegesystem und die alten Sichtachsen wiederhergestellt. Darüber hinaus wurde der Schweinepfuhl entschlammt sowie Spiel- und Obstwiesen neu angelegt. Der in den Gutspark integrierte Kinderbauernhof bietet Kindern und ihren Eltern eine wohnortnahe Erholung und Kontakt mit Tieren. So bildet der von der FBB neu gestaltete Gutspark heute das attraktive Zentrum am Dorfanger von Schönefeld-Großziethen. Auch der jahrzehntelang brachliegende, gut 73.000 Quadratmeter große denkmalgeschützte Gutspark Dahlewitz in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow wurde im Zuge der Kompensationsmaßnahmen nach historischem Vorbild rekonstruiert. Dabei wurden die historischen Wegbeziehungen wiederherge-

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