Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2018 wurden an den Flughäfen rund 34,7 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Umweltbericht 2011

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In unserem Umweltbericht erfahren Sie alles rund um das Thema Fluglärm, Luftgüte, Klima, Energie sowie Wasser und Abfall bei den Flughäfen Schönefeld und Tegel.

� 42 | Flughafen

� 42 | Flughafen Berlin Brandenburg � Umweltbericht 2011 Biomonitoring Die Untersuchung Beim Grünkohl-Biomonitoring steht die tatsächliche Einwirkung von Immissionen auf die belebte Umwelt im Flughafenumfeld im Mittelpunkt. Was kommt tatsächlich auf dem Grünkohl als Lebensmittel an und welchen Anteil hat daran der Luftverkehr? Im Herbst 2011 wurden zu diesem Zweck genormte Grünkohlkulturen an zehn Messpunkten im Untersuchungsgebiet aufgestellt. Die Grünkohlkulturen wurden unmittelbar am Flughafen, an der Autobahn, in und an Siedlungen und im landwirtschaftlichen Raum platziert, nach acht Wochen geerntet und im Labor analysiert. Zwei Messpunkte wurden in ausreichendem Abstand vom Flughafen, von Siedlungen und Straßen aufgestellt, um die allgemeine Schadstoffbelastung in der Region zu messen (Hintergrundbelastung). Durch den Vergleich mit weiteren aktuellen deutschen Untersuchungen, sowie mittels Beurteilungs- und Prüfwerten für Nahrungsmittel können die Ergebnisse der Analysen indirekt bewertet werden. Mit Hilfe des Biomonitorings wird auch das Gefährdungspotenzial für den Menschen ableitbar. Untersuchungsergebnis Das Grünkohl-Biomonitoring 2011 hat ergeben, dass der Flughafen Schönefeld keinen relevanten Einfluss (Immissionswirkungen) auf die Anreicherung der Luft mit Schadstoffen in der Region besitzt. Selbst an den flughafennahen Messpunkten konnten Immissionswerte aus Verbrennungsprozessen in keinem signifikant höheren Maße festgestellt werden, 01 als an (luft-)verkehrs- und siedlungsfernen Messpunkten. Die Messergebnisse der Jahre 2011 und 2012 werden nach Eröffnung des Flughafens Berlin Branden burg herangezogen, um mög- liche Veränderungen der Luftgüte in der Airportregion zu dokumentieren. Die Ergebnisse werden selbstverständlich auch in den kommenden Jahren veröffentlicht. Schwermetalle Die Nickel- und Cadmiumergebnisse waren sehr einheitlich und unauffällig. Ihr Ursprung lässt sich keiner Quelle zuordnen. Auch Arsen und Blei traten an keinem Messpunkt signifikant hervor. Die Antimon- und Chrom- Immissionswerte lagen, bedingt durch den Kfz-Verkehr, nur unmittelbar an der Autobahn A113 deutlich über den

Hintergrund- und Normalbereich. Hinsichtlich des Zinkgehalts in Grünkohl fiel ein Messpunkt auf einem Feld bei Mahlow auf. Da Zink allgemein als Indikator für den Staubeintrag gilt, deutet das Zinkergebnis auf die landwirtschaftlichen Aktivitäten unter den trockenen Witterungsbedingungen im Herbst 2011 als Ursache hin. Die PAK- Gehalte in Grünkohl entsprachen im erst teilweise bebauten Neubaugebiet von Schönefeld und nahe Waßmannsdorf typischen Hintergrundgehalten. An den übrigen Messpunkten im Untersuchungsgebiet waren die PAK-Ergebnisse als immissionsbeeinflusst zu werten: Dort lagen sie in einem Bereich, der als typisch für innerörtliche PAK-Immissionswerte gilt. PAK entstehen bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material, also Kohle, Kraftstoffen, Holz oder Tabak. Neben Kfz-Verkehr als potenzieller Quelle kommt der Einfluss häuslicher Kleinfeuerungsanlagen als vornehmliche PAK-Ursache in Frage. Flughafennahe und überflogene Messpunkte wiesen keine signifikant abweichenden PAK-Gehalte auf, die einen Rückschluss auf den Luftverkehr zuließen. Deutlich unter den Richtwerten Die beim Grünkohl ermittelten Gehalte der Metalle Antimon, Cadmium, Chrom, Nickel und Zink im Grünkohl mit niedrigen Werten aus anderen Untersuchungen in Vorjahren gut vergleichbar, beispielsweise mit dem verfahrensgleichen Biomonitoring 2006 und 2007 in der ländlichen Region um den Flughafen München oder mit Untersuchungen an länd- Umweltbericht 2011 � Flughafen Berlin Brandenburg | 43 � lichen Messpunkten und in Siedlungsgebieten in Nordrhein-Westfalen. Die Immissionswerte von Arsen, Blei und PAK waren auch an den flughafenfernen Referenzpunkten im Untersuchungsgebiet 2011 höher als Hintergrundwerte anderer ländlicher Regionen Deutschlands. Allerdings lagen Arsen und Blei – wie die anderen Metallergebnisse – deutlich unter Richtlinienwerten und Höchstgehalten für Nahrungsmittel entsprechender Verordnungen. Bei zahlreichen Immissionsuntersuchungen in Deutschland waren aufgrund einer rund vier Wochen andauernden Trockenperiode im November 2011 überdurchschnittliche Messwerte zu beobachten. Es ist davon auszugehen, dass die Arsen- und Blei- Ergebnisse des Biomonitorings 2011 mit standardisiertem Grünkohl im Umfeld des Flughafens Schönefeld vom Ausbleiben der Niederschläge beeinflusst waren. Die Trockenheit führte zu vermehrten Staubablagerungen, die normalerweise durch Niederschläge von den Grünkohlblättern abgewaschen würden. Benzo[a]pyren gilt als Leitsubstanz für PAK. Für Gemüse bestehen für diese Substanz keine gesetzlichen Höchstgehalte. Dessen strengster, für Säuglingskost definierter Höchstgehalt wurde im Untersuchungsgebiet 2011 erreicht. Die Benzo[a]pyren-Höchstgehalte für Fleisch und Muscheln wurden hingegen deutlich unterschritten. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass beim Biomonitoring die Proben nicht gewaschen werden, da die Pflanzen als Messinstrument verwendet werden. Da pflanzliche Lebensmittelproben vor der Analyse gewaschen werden, können deren Höchstgehalte lediglich Anhaltspunkte zur Einordnung der Ergebnisse darstellen. 02 03 01 Messpunkt Astrid-Lindgren-Schule Schönefeld. 02 Messpunkt an der A 113. 03 Die Grünkohlpflanzen wachsen in Gefäßen, die auf Stangen stehen.

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