Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 12/2018

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Vier Generationen

Vier Generationen Kameradschaft und Gemeinsinn Früher war alles anders. Das merkt man, wenn drei Generationen der Familie Schneemann zusammenkommen und von ihrer Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Waßmannsdorf erzählen. „Die Welt hat sich gedreht“, sagt Werner Schneemann, „die Technik hat sich geändert. Zu DDR-Zeiten waren wir auf einen Traktor oder LKW angewiesen, der den TS8 Anhänger zur Einsatzstelle beförderte. Erst 1969 bekamen wir einen KLF B1000. Das Löschfahrzeug war unser ganzer Stolz.“ Er zeigt ein Foto mit einem knubbeligen roten Kleintransporter, davor eine Gruppe tapfer aussehender Männer mit trotzigen Augen und mutigem Grinsen. Schneemann ist 73 Jahre und trat 1963 der Feuerwehr bei. Er war 30 Jahre Ortswehrführer, Wehrleiter, ist seit 2000 Ehren- und Altersmitglied. „Der Schlüssel zur Feuerwache war bei der Kneipe hinterlegt, ich habe dann den Einsatzort angeschrieben und wer später kam, fuhr mit dem Mofa zum Einsatzort.“ Früher war alles anders. Der Patriarch steckt voller Geschichten, schon sein Vater war Feuerwehrmann. Ein Vorbild ist wichtig. Auch sein 41-jähriger Sohn Christian sagt: „Ich bin infiziert von meinem Vater. Ich bin samstags mit zur Übung, habe zugeschaut wie sich Papa verkleidet.“ 1993 trat er dann der Feuerwehr bei, leitet heute als Ortswehrführer die Einsätze. Seine Schwester Michaela trat zwei Jahre später ebenfalls bei, musste dann wieder aus dem Dienst ausscheiden, da er sich schlecht mit ihrem Job vereinen ließ. Dafür engagiert sich seit 2002 ihr Freund Robert Rörster. So viele Vorbilder – nun sorgt in vierter Generation ihr gemeinsamer Sohn Ben als Mitglied der Jugendfeuerwehr für die Bewahrung der Tradition. Die Belastungen sind gestiegen Früher war alles anders. Zu DDR-Zeiten musste die Freiwillige Feuerwehr beispielsweise nicht bei Autounfällen ausrücken. Sohn Christian sagt: „Damals waren die Einsatzzahlen auch nicht so hoch. Heute sind die Belastungen gestiegen, sowohl psychisch als auch physisch. Allein der Verwaltungsaufwand ist immens. Mittlerweile werden wir auch gerufen, wenn der Wasserhahn tropft.“ Nachbarn 12/2018

UNTERWEGS IN DER NACHBARSCHAFT 15 „Wenn der Funkempfänger geht, dann ist die Karre im Dreck.“ Christian Schneemann, Ortswehrführer Waßmannsdorf Früher war alles anders? Vieles ist gleich geblieben. Gleich geblieben ist die Angst. „Grübeln ist ein Problem“, sagt Michaela Schneemann, „ich mache mir zu viele Gedanken.“ Ben nickt: „Wenn Papa nachts weg ist, ist das doof. Dann schlafe ich nur halb.“ Gleich geblieben auch, wie die Kameraden mit der Belastung umgehen. Christian Schneemann sagt: „Jeder hat seine eigenen Methoden. Aber es ist wichtig, darüber zu sprechen.“ Schlimmes durchzustehen, dabei hilft der Zusammenhalt. Auch das hat sich nicht verändert in all den Jahren: „Wir haben eine tolle Kameradschaft. Diese Gemeinschaft ist wichtig“, sagt der 41-jährige. Gleich geblieben ist auch das Bewusstsein, Teil von etwas Größerem zu sein, die Genugtuung, helfen zu können: „Wenn der Funk empfänger geht, dann ist die Karre im Dreck“, so der Ortswehrleiter, „wir können dann nur noch versuchen, alles zum Guten zu wenden.“ Es sind Menschen wie die Schneemanns, die helfen, dass das, was wirklich wichtig ist, bleibt. CG Nachbarn 12/2018

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