Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 10/20

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12 „Notfallmedizinisch

12 „Notfallmedizinisch sind wir gut aufgestellt“ Die neue Rettungswache am BER wachsen“, sagt Dr. Frank Mieck, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Dahme Spreewald. „Wir Mehr Passagiere, mehr Flughafenpersonal, mehr neue Unternehmen, mehr Beschäftigte. „All das bedeutet ein erhöhtes Einsatzaufkommen“, so der Mediziner. Doch der Landkreis Dahme­Spreewald ist gewappnet: Im Vorfeld der Flughafen-Eröffnung eröffnete auch die neue BER-Rettungswache. Sie liegt – anders als die Vorgängerwache des alten SXF – im Sicherheitsbereich. Das macht alles teurer und aufwändiger: Die Unterhaltungskosten sind höher, das Personal der Leistungserbinger (Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter) unterzogen sich einer Sicherheitsprüfung und mussten extra Führerscheinprüfungen ablegen. Doch die Wache hat einen entscheidenden Vorteil: „Wir sind schneller in der Notsitua tion und verlieren keine wertvolle Zeit“, so Mieck, „das ist im Sinne des Patienten.“ Mit einer Rettungswache ist es wie mit einer Versicherung: Man hofft, dass man sie nicht braucht – aber falls doch, muss sie gut und leistungsstark sein. Man könnte nun von der neuen Wache schwärmen: von der modernen Ausstattung, den neuen Rettungsfahrzeugen, dem gut ausgebildeten und hoch motivierten Personal. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn all das würde nicht funktionieren ohne das gesamte Netzwerk im Landkreis Dahme-Spreewald mit Leitstelle, fünf Notarztstandorten, zwölf Rettungswachen, sechs Notarzteinsatzfahrzeugen, 13 Rettungstransportwagen, die rund um die Uhr verfügbar sind, fünf weiteren Rettungstransportwagen sowie zwei Krankentransportwagen, die zwölf Stunden am Tag bereitstehen. Für all das ist der Landkreis Dahme-Spreewald als Träger des Rettungsdienstes, in enger Zusammenarbeit mit dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Dr. Frank Mieck und dem Leistungserbringer Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. verantwortlich. Der 50-jährige Mediziner ist seit Sommer 2010 ärztlicher Leiter. Ihm obliegen die fachliche Kontrolle und Betreuung des ärztlichen und nichtärztlichen Personals des Rettungsdienstes im Landkreis. Das heißt, Mieck prüft die medizinische Ausstattung der Wagen, beachtet die entsprechenden Leitlinien und prüft sie auf ihre Sinnhaftigkeit. „Wir müssen schauen, ob wir dem gesetzlichen Auftrag folgen, zugleich müssen wir schauen, wie sich Medizin weiterentwickelt.“ Und so evaluiert er, erhebt Daten, prüft Statistiken und plant im Auftrag des Landkreises Dahme­ Spreewald. Reicht die Ausrüstung? Braucht der Landkreis weitere Wachen? Muss der Leistungserbringer des Rettungsdienstes mehr Personal einstellen? „All das passiert im Hintergrund“, sagt Mieck, „das muss der Bürger nicht wissen.“ Wer vom Notarzt betreut wird, muss die Probleme nicht kennen, die es vielleicht gibt, damit z. B. Ultraschall und EKG-Geräte in den Fahrzeugen des Rettungsdienstes etabliert wurden. Er muss sich einfach darauf verlassen können, dass er im besten Sinne und mit den modernsten Mitteln der Medizin betreut wird. Arzt aus Leidenschaft Dr. Frank Mieck ist Arzt aus Leidenschaft, fährt selbst noch regelmäßig Dienste als Notarzt in den verschiedenen Wachen des Landkreises. Er will am Puls (sic!) sein, den Alltag kennen. Mit der gleichen Leidenschaft widmet er sich nicht nur dem Tatsächlichen, sondern auch dem Nachbarn 10/2020

UNTERWEGS IN DER NACHBARSCHAFT 13 Möglichen. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald, der Feuerwehr und weiteren Beteiligten erarbeitete er Maßnahmenpläne, etablierte Versorgungsstrukturen für so genannte Großschadenslagen, wenn Tausende von einer Katastrophe betroffen sein könnten. Denn nur im Team kann im Ernstfall ein Einsatz geplant, können Maßnahmen orchestriert werden. Der Mediziner sagt: „Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichkeiten. Durch Synergien sind wir dort, wo wir stehen. Wir sind gut vorbereitet.“ Doch meist sind es die kleinen und größeren Gesundheitsprobleme einzelner Reisenden, um die sich die Rettungswache kümmert: „Herzinfarkte, Kreislaufprobleme, Stürze – im Grunde gab es schon alles“, so der Arzt. Eine Geburt gab es noch nicht, aber selbst wenn es eine gäbe, macht sich Mieck keine Sorgen: „Notfallmedizinisch sind wir gut aufgestellt.“ CG „Notfallmedizinisch sind wir gut aufgestellt.“ Dr. Frank Mieck, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Dahme-Spreewald Nachbarn 10/2020

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