Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 06/2019

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2 IN UNSERER REGION |

2 IN UNSERER REGION | AUF EIN WORT Liebe Nachbarinnen und Nachbarn! Die Metropolregion, die uns umgibt, ist von einer äußerst vielseitigen Wissenschaftsund Forschungslandschaft geprägt. Über 60 Hochschulen sowie mehrere hundert öffentliche und private Forschungseinrichtungen fördern Innovationen und Gründungen und tragen damit prägend zum Aufschwung einer ganzen Region bei. Ein Treiber dieser Entwicklung aus dem näheren Flughafenumfeld ist die Technische Hochschule Wildau, die angeführt von ihrer engagierten Präsidentin mit einem ganz speziellen Ort der Forschung und Lehre überregional ausstrahlt. Was hier so besonders ist, lesen Sie in unserer Titelgeschichte. Spatenstiche, Richtfeste und Einzüge: Neue Wohnquartiere entstehen in der Flughafenregion im Eiltempo. Lesen Sie in dieser Ausgabe wie sich Alexander Vogel als ein smarter Wärmeversorger unserer Region mit seinem Unternehmen auf diese Dynamik einstellt. Richtfest gefeiert wurde übrigens vor kurzem auch im Amazon- Logistikzentrum in Kiekebusch. In der riesigen Logistikhalle mit 34.000 Quadratmetern werden ab Herbst Pakete aus ganz Europa ankommen. Feierlich eingeweiht wurde auch die neue Rettungswache des Landkreises Dahme-Spreewald am BER. Die hochmoderne Wache ist ab sofort für Schönefeld und deren umliegende Gemeinden, die in 15 Minuten zu erreichen sind, zuständig und bedeutet für uns einen weiteren Schritt in Richtung Inbetriebnahme des BER. Dort haben wir, wie Sie wissen, unlängst mit der Aufteilung der Fluggesellschaften an ihre Standorte begonnen. Die räumliche Verteilung knapp eineinhalb Jahre vor der Eröffnung im Oktober 2020 stellt die Grundlage aller Partner für die konkreten Vorbereitungen auf den Flugbetreib am BER dar. Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen, Ihr Engelbert Lütke Daldrup Nachbarn 06/2019

IN UNSERER REGION | POLITIK 3 Susanne Rieckhof 1Herzlichen Glückwunsch zur Ernennung als Vizelandrätin von Dahme-Spreewald, Frau Rieckhof. Was sind die dringendsten Themen, die Sie in Ihrer neuen Position angehen wollen? 2In Ihr jetziges Aufgabengebiet gehört nun auch die Verantwortung des Bauordnungsamtes, das sich mit den Genehmigungen rund um den BER auseinandersetzt. Gab es bereits Austausch mit dem zuständigen Dezernat und freuen Sie sich auf diese Herausforderung? 3Die heterogene Akteurskulisse der Flughafenregion sowie das wirtschaftliche Nord-Süd-Gefälle des Landkreises machen die neue Aufgabe sicherlich besonders und spannend zugleich. Kann Ihnen dabei Ihre Ausbildung als Juristin und auch Mediatorin bei der oftmals schwierigen Konsensfindung zugute kommen? Als Erste Beigeordnete wartet ein breites Spektrum an Herausforderungen auf mich. Viele dieser Themen sind mir nicht neu, da ich bereits seit 2017 das Dezernat für kommunale Angelegenheiten, inneren Dienstbetrieb und Schulverwaltung des Landkreises Dahme-Spreewald leite. Zunächst gilt es nach der Kommunalwahl die Neubildung des Kreistags konstruktiv zu begleiten. Nur wenn hier mehrheitsfähige Fraktionsbildungen erfolgen, ist eine solide Basis geschaffen, um die Entscheidungen auf den Weg zu bringen, die wir als Verwaltung dem Kreistag vorlegen. Unter anderem wollen wir unser neues Kreisentwicklungskonzept LDS 2030+ als zukunftsweisenden Leitfaden zur künftigen Entwicklung unserer Region gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den Kommunen erarbeiten. Daneben haben wir uns mit dem kürzlich verabschiedeten Doppelhaushalt 2019/20 ein Rekordinvestitionsprogramm auferlegt: Bis Ende kommenden Jahres werden wir eine Summe von insgesamt 106 Millionen Euro in die kommunale Infrastruktur des Landkreises stecken. Wir bauen beispielsweise ein neues Jobcenter in Königs Wusterhausen, ein weiteres Gymnasium in Schönefeld und zehn neue Rettungswachen. Zur Zeit leitet der Landrat das Bauordnungsamt kommissarisch, eine abschließende Zuordnung auch dieses Amtes erfolgt erst nach der derzeit ausgeschriebenen Besetzung der weiteren Beigeordnetenstelle in unserem Hause. Ich stehe den mit dem BER und dem Norden unseres Kreises verbundenen Herausforderungen als Vizelandrätin positiv gegenüber. Wir werden als Kreisverwaltung alles daran setzen, zwischen den Interessengruppen auszugleichen und unseren Teil zur Lösung der „Wachstumsschmerzen“ in der Flughafenregion beizutragen – sei es als Straßenverkehrsamt oder Bauordnungsbehörde. Es gilt, Neuansiedlungen und Verkehr im Umfeld des zu eröffnenden BER klug zu steuern. Durchaus. Die Interessenlagen zwischen dem boomenden Berlin-nahen LDS-Gebiet mit stark steigenden Bedarfen an Straßen, Zügen, Wohnungen, Kitas und Schulen und dem ländlichen Raum im Süden sind mitunter durchaus unterschiedlich. Neben dem Aufzeigen klarer Regeln, die uns Gesetz und Rechtsprechung bei der Vielzahl an gegenläufigen Lösungsansätzen immer vorgeben, gilt es auch stets meditativ mit viel Fingerspitzengefühl zwischen den divergierenden Interessen in Bürgerschaft und Politik zu vermitteln. Interview CF „Bis Ende kommenden Jahres werden wir eine Summe von insgesamt 106 Millionen Euro in die kommunale Infrastruktur des Landkreises stecken.“ Susanne Rieckhof, Vize-Landrätin Landkreis Dahme-Spreewald Nachbarn 06/2019

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