Berlin ist mit rund 35,65 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Der gesamte Luftverkehr der deutschen Hauptstadtregion soll am Standort Schönefeld konzentriert werden. Dafür plant und baut die Flughafengesellschaft den Flughafen SXF zum Flughafen Berlin Brandenburg – kurz BER – aus. Das Terminal T1 des BER wird am 31. Oktober 2020 eröffnet.
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Nachbarn 06/20

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Das Nachbarschaftsmagazin für die Flughafenregion.

10 NAH & FERN Ein

10 NAH & FERN Ein Kontinent für sich Erinnerungen an Sardinien Urlaub in Zeiten von Corona bedeutet, unter dem wolkenlosen Himmel vergangener Zeiten, den keine Sorgen trübten, ins Meer der Erinnerung einzutauchen. Es hilft auch, Geschichten zu teilen mit den Reisegefährten von einst. Denn Anekdoten sind wie Schatztruhen, in denen die Gefühle verborgen sind. Erst wenn die Sehnsüchte frei wandern dürfen, steigen Emotionen empor. Weißt du noch, letzten Sommer … dass wir gerade nicht reisen dürfen, macht diese Erinnerungen um so wertvoller. Sardinien ist einer dieser Orte, zu denen ich in Gedanken gerne wieder hinreise. Ich war dort mit einer Gruppe Freunden unterwegs, mit denen ich mich immer noch austausche – gegenseitig (wenn derzeit auch auf Distanz) erinnern wir uns besser, sehnen wir uns tiefer und schöner. Es hilft natürlich, dass ich viele Fotos und Notizen machte, mir unterwegs Gedanken festhielt. Ich habe noch etwas von diesem wunderbaren Olivenöl im Schrank, dazu besorge ich mir percorino sardo, den auch gut sortierte Supermärkte bereithalten: sardischen Schafskäse. Die typischen hauchdünnen Brotfladen aus ungesäuertem Teig habe ich hier noch nirgends gefunden (freue mich über Hinweise von Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser). Also ersetze ich das pane carasau durch ein gutes Weißbrot. Geschmack und Geruch und Geschichten machen es leichter, sich zurück zuversetzen … 18.000 Kilometer Küste, von denen ich nur wenige Strände besuchen konnte. Schön waren sie alle, doch in Erinnerung geblieben ist mir Cala Mariolu. Der Sand war wie ein Glas Rosé-Champagner, das Meer wie das leichte Prickeln darin. Kleine weiße Kiesel reflektierten die Sonne wie die flatternden Flügel Nachbarn 06/2020

NAH & FERN 11 der Gläubigen richten. Es zeigt die gekrönte Mutter Gottes mit dem Jesuskind auf dem Arm. In der rechten Hand hält sie ein Schiffsmodell mit einer Kerze. Wieder einmal zeigt sich, dass sich im Objekt der Anbetung der Alltag spiegelt – nur ein Volk von Fischern und Seefahrern kann auf die Idee mit dem Schiff kommen. Mein Weg führte mich an diesem Tag auch zum Kloster San Domenico sowie in die Kirchen San Giacomo und Santa Maria di Castello. Ich lief durch mittelalterliche Gassen, über Plätze, auf denen die Menschen auf Märkten und in Cafés beredtes Zeugnis der sardischen Lebensfreude ablegten. tanzender Feen. Um uns herum Felswände, die die Bucht zu beschützen schienen. Ein Strand, wie ich ihn zuvor noch nie gesehen hatte. Der Weg dorthin war beschwerlich, eine Kletterpartie nah am Abgrund, während der ich Luigi verfluchte, den Sarden mit dem Lockenkopf, der uns hinführte. Die Sonne brannte, Disteln rissen an den Beinen, Nadelgehölze krallten sich in unsere Hemden. Die Rufe der Wanderfalken schienen uns zu warnen. Doch unten angekommen war alles vergessen. Schien die Bucht nur so paradiesisch, weil sie so gefährlich zu erreichen war? Oft zog ich auch alleine los, eroberte mir Cagliari, die Hauptstadt der Insel. Dort besuchte ich einige der beeindruckendsten Kirchen: In der Wallfahrtskirche Madonna di Bonaria bewunderte ich das rund eineinhalb Meter hohe Gnadenbild, an das sich die Gebete Diese selbstbewusste Lebensfreude speist sich auch aus dem Stolz auf eine Geschichte, die vor rund vier Jahrtausenden begann. Auf einer Hochebene nahe des Ortes Goni besuchten wir die rund 60 Menhire, Steine, die dort in Reih und Glied Wache halten. Pranu Muttedu war einst eine bedeutende Kult- und Begräbnisstätte, ein sardisches Stonehenge. Merkwürdig konkret und entrückt zugleich standen die Felsen da und hüteten ihr Geheimnis. Unser Gelächter verstummte, der heilige Ort berührte uns, eine Ahnung an Vergänglichkeit und Ewigkeit gewann in mir Raum. An vielen weiteren Orten der Insel fanden wir solche und ähnliche Relikte, die mit ihren suggestiven Kräften uns Menschen der Moderne beeindruckten. Sardinien, so sagt man, sei ein Kontinent für sich. Vielfältig, aufregend, immer wieder anders. Die zwei Wochen damals haben mich mit Hunger auf mehr zurückgelassen, die Erinnerungen daran machen mich stark, die Zeit bis zum nächsten Besuch durchzuhalten. CG ¢ Weitere Infos: www.sardegnaturismo.it, www.enit.de, www.italia.it. Nachbarn 06/2020

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