Berlin ist mit rund 35,65 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Der gesamte Luftverkehr der deutschen Hauptstadtregion soll am Standort Schönefeld konzentriert werden. Dafür plant und baut die Flughafengesellschaft den Flughafen SXF zum Flughafen Berlin Brandenburg – kurz BER – aus. Das Terminal T1 des BER wird am 31. Oktober 2020 eröffnet.
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Nachbarn 04/2019

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6 STANDORTENTWICKLUNG

6 STANDORTENTWICKLUNG Flughafen 2.0 Akteure der Entwicklung – eine Skizze Die Weiterentwicklung eines Flughafens ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Von der Planungsidee bis zur Umsetzung der Baumaßnahme sind eine Vielzahl von Beteiligten einzubinden. Auf der Grundlage sich ändernder Bedingungen (Prognosen, schärfere Sicherheitsbestimmungen, neue Technologien, politische Entscheidungen) entstehen neue Bedarfe. Wenn daraus neue Ausbauvorhaben abgeleitet werden, plant die Flughafengesellschaft diese. Flughafen stellt Antrag Als sogenannter Vorhabenträger zeigt der Flug hafen seine Planung der Oberen Luftfahrtbehörde an, die für die Genehmigung zuständig ist. Dort wird entschieden, welches Genehmigungsverfahren zur Anwendung kommt und welche Unterlagen, d.h. welche Gutachten von der Behörde für das Geneh migungsverfahren, benötigt werden. Ist eine Änderung der Planfeststellung erforderlich, wird der Antrag durch die Flughafengesellschaft erstellt. Planer und Gutachter werden beauftragt, die Planungen zu erarbeiten, zu begründen und die Auswirkungen des Vorhabens zu bewerten. Langer Planungsprozess Was so einfach klingt, ist oft ein langwieriger Planungsprozess, bis alle erforderlichen Unterlagen bei den zuständigen Behörden eingereicht werden können. Bei einer Änderung der Planfeststellung beteiligt die Obere Luftfahrtbehörde eine Vielzahl von öffentlichen Stellen, die sogenannten TÖB (siehe Kasten), sowie Umweltverbände und, falls erforderlich, betroffene Private, die zu dem Vorhaben Stellung nehmen können. Alle Einwendungen werden ausgewertet und abgewogen, bis ein beantragtes Vorhaben beschieden werden kann. Aber wenn ein Bescheid zur Änderung der Planfeststellung vorliegt, kann noch nicht gebaut werden. Für neue Gebäude zum Beispiel sind ergänzend noch Bauanträge zu stellen. Dafür ist dann das Bauordnungsamt zuständig. Ist diese Hürde auch genommen, können die Kräne anrollen. UG TÖB-Beteiligung Träger öffentlicher Belange sind Verwaltungen und Fachbehörden von öffentlichen Sachbereichen, die gegebenenfalls bei einem Planfeststellungsverfahren oder in der Bauleitplanung zu beteiligen sind. • Bundesbehörden, Bundespolizei • Oberste Landesbehörden, Ministerien, Landesamt für Umwelt, Landespolizei • Untere Landesbehörden (Landkreise), Naturschutz, Wasser, Bodenschutz etc. • Gemeinden • Ver- und Entsorgungsunternehmen (Energie, Wasser, Telekommunikation etc.) Nachbarn 04/2019

SCHALLSCHUTZ 7 Schallschutz umsetzen lassen mit der Auftragsberatungsstelle Unweit des Flughafens Schönefeld befinden sich in der Mittelstraße die Büroräume der Auftragsberatungsstelle Brandenburg. Die Auftragsberatungsstelle (ABSt), fördert die mittelständischen Unternehmen der Region, indem sie regelmäßig über öffentliche Ausschreibungen informiert und den Mittelstand bei der Teilnahme an Ausschreibungen unterstützt. Seit 2015 hilft die ABSt zudem Flughafenanwohnern, die an ihren Häusern Schallschutzmaßnahmen umsetzen möchten und auf der Suche nach einer Baufirma sind. „Wir stellen dazu eine Liste all der Baufirmen zur Verfügung, die im Schallschutzprogramm BER tätig sein wollen. Auf dieser Liste stehen mittlerweile 60 Fachfirmen“, so Gert Hirsch von der Auftragsberatungsstelle. Die Liste ist auf der Internetseite der Auftragsberatungsstelle zu finden. In direktem Kontakt Gert Hirsch ist zudem aber auch regelmäßig mit vielen Flug hafenanwohnern im direkten Kontakt. Und das durchaus mit Erfolg: „Bisher hat jeder, mit dem ich in Kontakt war, auch eine Baufirma gefunden.“ „Bisher hat jeder, mit dem ich in Kontakt war, auch eine Baufirma gefunden.“ Gert Hirsch, ABSt Dennoch zögern nach wie vor viele Flughafenanwohner mit der Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen und lassen die vom Flughafen zugeschickten Unterlagen zum Teil jahrelang liegen. „Ich sage den Leuten dann oft, dass die Umsetzung von Schallschutz ja nicht nur den Schutz vor Fluglärm bedeutet, sondern eigentlich auch einer Haussanierung gleichkommt. Und die wird sogar vom Flughafen bezahlt.“ Schritt für Schritt zum Schallschutz Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, dass mehr als 9.000 Hauseigentümer die von der Flughafengesellschaft zugesagte Finanzierung der Schallschutzmaßnahmen noch nicht genutzt haben. Ein Grund dafür sieht Gert Hirsch darin, dass viele vor dem großen Aufwand zurückschrecken, da oftmals nicht nur Fenster getauscht werden, sondern auch Dämmungen und Lüfter zu montieren sind. Für diese Fälle bietet die Flughafengesellschaft das Modul „Schritt für Schritt“ an. Damit haben Flughafenanwohner die Möglichkeit, nicht alle Schallschutzmaßnahmen mit einem Mal umzusetzen, sondern können zunächst auch nur eines der insgesamt vier Gewerke einbauen lassen. Die Gewerke, die einzeln beauftragt werden können, sind Fenster, Dämmung, Lüfter und seit Neuestem auch Dachflächenfenster. OKS Auftragsberatungsstelle Brandenburg www.abst-brandenburg.de 030 374460712 Informationen zu Modulen nachbarn.berlin-airport.de → Schallschutzprogramm BER → Bauliche Umsetzung Nachbarn 04/2019

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