Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 02/20

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Das Nachbarschaftsmagazin für die Flughafenregion.

8 IN UNSERER REGION

8 IN UNSERER REGION Richtfest für das Dienstgebäude der Bundespolizei Fertigstellung für Sommer geplant Planmäßig konnte am 15. Januar für das neue Dienstgebäude der Bundespolizei am BER Richtfest gefeiert werden. In unmittelbarer Nähe zu den Terminals T1 und T2 errichtete der Generalunternehmer Goldbeck Nordost GmbH das Gebäude mit einer Fläche von 2.600 Quadratmetern. Investiert werden rund 8 Millionen Euro. Zum Richtfest würdigte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup die gute Arbeit des Bauunternehmens. „Das Richtfest ist vor allem ein Dank an die Frauen und Männer vom Bau.“ Das Gebäude sei ein zentraler Bestandteil der BER-Infrastruktur. „Ein Flughafen ist immer ein Gemeinschaftswerk. Nur wenn die Partner – Bundespolizei, Sicherheitsdienstleister, Bodenverkehrsdienstleister, die Airlines – am Flughafen reibungslos zusammenarbeiten, funktioniert der Flughafen“, so Lütke Daldrup. Mit diesem Dienstgebäude erhöhe sich auch die Servicequalität für die Flugreisenden. „Wir bauen den BER, um in Berlin im Flugverkehr eine höhere Qualität zu erreichen, für die Gäste attraktiver zu werden und attraktive Flugverbindungen in die ganze Welt anzubieten“, so der Flughafenchef weiter. In einigen Wochen wird die Bundespolizei damit beginnen, ihre technische Ausrüstung in das Gebäude einzubauen. Ziel ist es, bereits im Sommer das Dienstgebäude zu übergeben. Mit Inbetriebnahme des BER werden dann 400 Polizistinnen und Polizisten hier ihre Arbeit aufnehmen. Für Karl-Heinz Weidner, Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin, ist das Gebäude der Stützpunkt für die Wahrnehmung der polizeilichen Aufgaben an den Terminals. Die räumliche Nähe zum Terminal 1, die an Großflughäfen nicht immer selbstverständlich ist, gewährleiste eine große Flexibilität für die Arbeit der Sicherheitskräfte. „Von hier aus kann sehr schnell agiert und reagiert werden. Als Bundespolizei werden wir hier am Flughafen unseren Teil dazu beitragen, dass die Sicherheit des Flugverkehrs gewährleistet und die grenz polizeilichen und bahnpolizeilichen Aufgaben zuverlässig durchgeführt werden können“, so Karl-Heinz Weidner. MT Alle Flächen im Preußenpark Ludwigsfelde verkauft Stadt und Projektgesellschaft ziehen positive Bilanz 60 namhafte Unternehmen und 2.200 Arbeitsplätze – eine stolze Bilanz, die das Gewerbeund Industriegebiet Preußenpark in Ludwigsfelde aufzuweisen hat. Seit Ende des letzten Jahres sind nun alle Flächen des 140 Hektar umfassenden Preußenparks verkauft. Aus diesem Grunde trafen sich am 24. Januar Ludwigsfeldes Bürgermeister Andreas Igel und einer der drei Gesellschafter der EMG Projekt Gewerbepark Ludwigsfelde/Löwenbruch GmbH, Michael Köfeler, zu einem Gespräch, um diese Erfolgsgeschichte zu würdigen. Michael Köfeler hatte dazu einen Teil seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgebracht. Mit dem Blick zurück auf die letzten drei Jahrzehnte: „Unsere fast 30-jährige Geschichte hier ist eine Ansammlung von glücklichen Augenblicken“, so Michael Köfeler. Gemeinsam mit der Stadt Ludwigsfelde und der Gemeinde Löwenbruch habe man vor 30 Jahren eine Projektgesellschaft gegründet, einen Businessplan aufgestellt und einen Fünfjahresplan abgeschlossen. Aus dem Projekt „Preußenpark“ wurde viel mehr, als man anfangs ahnen konnte. Dazu gehörte auch die Erkenntnis, dass es im Leben nicht um schnelle Gewinne gehe. „In Ludwigsfelde haben wir gelernt, es geht im Leben um Vertrauen, um geduldige Gradlinig keit, um Redlichkeit.“ Viele Gespräche seien notwendig gewesen, zum Beispiel mit den privaten Grundstückseigentümern aus Löwenbruch. So wurden mehr als fünf Jahre gebraucht, um die Grundstücke zusammen zu bekommen. Das Vertrauen musste man sich hart erarbeiten. Ludwigsfelde habe sein Leben und das seines Unternehmens geprägt. „Und wenn Sie mich heute hier sehen, sehen Sie auch ein Stück Ludwigsfelde in mir.“ Angesiedelt haben sich im Preußenpark große Unternehmen wie Siemens mit einem Testzentrum für Gasturbinenbrenner oder Volkswagen mit einem Vertriebszentrum für Autoteile, aber auch Werkzeugproduzenten, Großhandelsunternehmen und Autohäuser. Für Andreas Igel waren die 90er Jahre die Zeit des Aufbruchs. Heute stellt sich für Ludwigs felde die Lage etwas anders dar. Die Arbeitslosenquote liege zwischen zwei und drei Prozent. Das bedeutet Vollbeschäftigung. Heute komme es auch durch die Klimadiskussion darauf an, Ökologie und Wirtschaft miteinander zu ver binden. „In Ludwigsfelde ist Lebensqualität entstanden“, so der Bürgermeister. MT Nachbarn 02/2020

Tausende neue Arbeitsplätze in der Flughafenregion Erste Wirtschaftsgespräche am BER IN UNSERER REGION 9 Der Flughafen BER wird die wirtschaft liche Entwicklung deutlich ankurbeln. In der Flughafenregion werden in den kommenden Jahren Tausende neue Arbeits plätze entstehen. Allein in den nächsten 15 Jahren soll sich die Zahl der Arbeitsplätze verdoppeln. Bis zum Jahr 2035 könnten rund 40.000 Menschen ihren Lebensunterhalt direkt mit einem Job am Flughafen Berlin Brandenburg verdienen. Dies ergab eine Studie des Leipziger Marktforschungsinstituts Conoscope und des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge an der Universität Leipzig im Auftrag der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB). Jobmotor BER Die Studie „Wachstumsmotor BER“ wurde am 20. Januar bei den ersten Wirtschaftsgesprächen am BER vorgestellt. Mehr als 100 Gäste aus Politik und Wirtschaft waren dafür ins Berlin­ Brandenburg Airport-Center (BBAC) gekommen, darunter Vertreter der Industrie- und Handelskammern Berlin, Potsdam, Cottbus und Ostbrandenburg. Die Wirtschaftsgespräche zur Entwicklung der Flughafenregion sollen künftig regelmäßig stattfinden. „Die Eröffnung des neuen Flughafens ist kein Selbstzweck. Es geht darum, die Zukunft zu gestalten“, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup zur Eröffnung. Derzeit leben mehr als 20.000 Menschen von einer Beschäftigung an den Flughäfen Tegel und Schönefeld. Die FBB selbst hat rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Allein 3.700 Mitarbeiter arbeiten für Bundespolizei und Securitas. Mehr als 3.000 Menschen sind bei Bodenverkehrsdienstleistern tätig, die unter anderem für die Airlines auf den Vorfeldern arbeiten. Zu weiteren Branchen, die an Flughäfen gefragt sind, gehören Wartungsbetriebe, Speditionen und Kurierdienste oder Gastronomieeinrichtungen. Der BER ist zum Beispiel auch aus strukturschwachen Regionen wie der Lausitz gut zu erreichen und bietet somit für die Menschen dort viele Chancen auf einem neuen Arbeits­ markt. Unter anderem verkehrt inzwischen ein IC zwischen Dresden und Rostock mit Halt in Elsterwerda und Doberlug-Kirchhain, der künftig direkt im Bahnhof unter dem Terminal T1 stoppen wird und etwa eine Stunde braucht. Den BER als Chance für die Zukunft zu sehen und zu entwickeln, sei allerdings eine Aufgabe, die nicht nur die Flughafengesellschaft angehe, wie Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, bei den Wirtschaftsgesprächen sagte: „Wir brauchen endlich einen intakten Flughafen mit einer guten Anbindung. Das müssen wir alle gemeinsam schaffen. Denn das ist der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg der Region.“ SD easyJet sucht Fachkräfte für Flugzeugwartung EasyJet wartet seine Flugzeuge in Schönefeld künftig selbst. Mit dem so genannten Line Maintenance baut die Airline ein neues Geschäftsfeld am Standort des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg auf. Bereits ab dem Frühsommer 2020 sollen routinemäßige Instandhaltungsarbeiten von einem Vor-Ort- Team durchgeführt werden. Dazu wird easyJet 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lokal neu einstellen. Gesucht werden Wartungsingenieurinnen und Wartungsingenieure sowie Support­ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Aufgaben der Line Maintenance umfassen planmäßige kurze Wartungen und Fehlerbehebungen über Nacht sowie Einsätze und ungeplante ¢ Informieren Sie sich am Tag der offenen Tür. Am 05. Februar von 09:00–17:00 Uhr im Holiday Inn, Hans Grade Allee 5 in Schönefeld. Reparaturen während des Tages, zum Beispiel bei einem AOG „(Aircraft On Ground“: wenn ein Flugzeug aufgrund technischer Gründe nicht flugbereit ist). Die neue Wartungsstation easyJets ist die erste außerhalb Großbritanniens. Das Engagement von easyJet in der Region Berlin­ Brandenburg ist ein wichtiges Signal für den Flughafen Berlin Brandenburg. Am Flug hafenstandort BER entstehen schon heute viele neue Arbeitsplätze. Diese Entwicklung wird sich im Laufe des Jahres weiter verstärken. KS Nachbarn 02/2020

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