Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2018 wurden an den Flughäfen rund 34,7 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Geschäftsbericht 2016

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

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→ 118 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH B.4 Schließung des Flughafens Tegel nach Inbetriebnahme des BER Vor dem Hintergrund der baulichen Fertigstellung und Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg ist die Schließung des Flughafens Tegel geplant. Die Verpflichtung zur Übernahme der mit der Schließung des Flughafens entstehenden Kosten für eine Altlastensanierung der Gebäude sowie des Bodens als auch von Rückbauarbeiten, kann erst nach Rückgabe und einer diesbezüglichen Untersuchung der Liegenschaft endgültig festgestellt werden. Nach Rückgabe der Liegenschaft und anschließender Begutachtung über das Vorhandensein gesundheitsgefährdender Stoffe bestehen für die BFG die Risiken der Verpflichtung zur Beseitigung von möglichen Gebäudealtlasten (gesundheitsgefährdende Stoffe wie Asbest etc.) sowie zur Übernahme der Kosten von möglichen Altlastenbeseitigungen im Boden. Dem Risiko wurde durch die Bildung von Rückstellungen und der Erfassung von Abschreibungen Rechnung getragen. B.5 Schadensersatzansprüche wegen Verschiebung der BER-Inbetriebnahme Der FBB liegen Anspruchsschreiben von Dienstleistern, Mietern, Airlines und weiteren Unternehmen mit der Forderung auf Schadensersatz/Regress aufgrund der Verschiebung der ursprünglich für den 3. Juni 2012 avisierten Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg vor. Die überwiegende Anzahl der Schre iben macht die Forderungen zunächst nur dem Grunde nach geltend; beziffert sind die Anspruchsschreiben in den wenigsten Fällen bzw. allenfalls mit Schätzungen versehen. Aus diesem Grund lässt sich derzeit keine abschließende Aussage über die gesamte Höhe der Forderungen der einzelnen Anspruchsteller machen. Zum Jahresende 2016 waren zehn Klageverfahren anhängig, die Schadensersatzansprüche wegen der verschobenen Inbetriebnahme betreffen. Zwei weitere Verfahren wurden anwaltlich angekündigt. Die FBB geht weiterhin davon aus, dass ein Teil der Forderungen über gerichtliche Streitigkeiten geklärt werden wird, da es rechtliche Fragestellungen zu klären gibt. Erkennbare Risiken wurden im Jahresabschluss durch die Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. B.6 BER-Projektverlauf Ab Mitte 2015 kam es zu Verzögerungen der Planungs- und Bauabläufe, die eine Fortschreibung des Rahmenterminplans notwendig machten. Die zunächst geplante Eröffnung des BER im 2. Halbjahr 2017 lässt sich unter anderem auf-

Unsere Zahlen | 119 ← grund der festgestellten technischen Mängel an Sprinkler- und Türsteue rungs - anlagen nicht realisieren. Es wird nunmehr eine Inbetriebnahme im Laufe des Jahres 2018 angestrebt. Terminrisiken bestehen weiterhin, insbesondere hinsichtlich des zeitlichen Fortschritts der baurechtlich notwendigen Restbauleistungen sowie der Abnahmeprozesse. Mit Genehmigung des 5. und 6. Nachtrags zur Baugenehmigung des Fluggastterminals reduzieren sich die Planungs-, Bau- und Terminrisiken erheblich, da damit das Bausoll konkretisiert und die Abnahmefähigkeit des BER erhöht wurde. B.7 Finanzierung und Finanzinstrumente Infolge der Verschiebung der Inbetriebnahme 2013 wurde ein erhöhter Finanzierungsbedarf in Höhe von EUR 2,2 Mrd. für Baumehrkosten, notwendige Erweiterungsmaßnahmen und Kapitaldienst identifiziert. Zur Deckung dieses Finanzierungsbedarfes wurden verschiedene Finanzierungsvarianten in Abstimmung mit den Gesellschaftern der FBB geprüft. Es wurde beschlossen, den Finanzierungsbedarf hälftig mit Mitteln von Gesellschaftern sowie über zusätzliche Fremdkapitalaufnahmen zu finanzieren. Seitens der Gesellschafter werden die Mittel mit nachrangigen Darlehen in Höhe von EUR 1,107 Mrd. mit einer Laufzeit von 20 Jahren zur Verfügung gestellt. Die Fremdkapitalaufnahme erfolgt im Rahmen einer neuen Konsortialfinanzierung über bis zu EUR 2,5 Mrd. und einer Laufzeit von 10 Jahren, die zusätzlich zu den EUR 1,1 Mrd. eine Tranche in Höhe von bis zu EUR 1,4 Mrd. zur Refinanzierung der bestehenden Konsortialfinanzierung beinhaltet, welche im Februar 2017 vollzogen wurde. Sie wird in voller Höhe, wie die bisherige BER-Langfristfinanzierung, durch Bürgschaften der drei Gesellschafter der FBB besichert. Die neue Konsortialfinanzierung konnte im Vergleich zur Konsortialfinanzierung aus 2009 zu deutlich optimierten Konditionen abgeschlossen werden. Da eine Festlegung eines konkreten Inbetriebnahmetermins für den BER derzeit noch nicht abschließend möglich ist, ergeben sich Kündigungsmöglichkeiten für die Finanzierungsverträge im Rahmen der langfristigen Finanzierung. Die Geschäftsführung verhandelt derzeit mit den betreffenden Banken und geht davon aus, dass aufgrund des günstigen Kapitalmarktumfeldes, der langjährigen Geschäftsbeziehungen mit den bestehenden Finanzierungspartnern und den gegebenen Sicherheiten es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu einer Beendigung der Verträge kommen wird. In diesem Zusammenhang und aufgrund der Struktur der Gesellschafter, der bestehenden Gesellschafterdarlehen und des Gesellschaftszwecks (Betrieb von Flughäfen) sieht die Geschäftsführung die Fortführung der Unternehmenstätigkeit als gesichert an.

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