Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Geschäftsbericht 2014

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

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→ 44 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Luftgüteüberwachung Alles im grünen Bereich Um die Luftqualität und die Umweltwirkungen des Luftverkehrs langfristig zu untersuchen, hat die Flughafengesellschaft im Jahr 2011 mit Blick auf den BER ein Luftgüte- und Umweltuntersuchungsprogramm gestartet. Luftgütemessstelle An der Luftgütemessstelle „Flughafen Schönefeld“ am östlichen Kopf der zukünftigen Nordbahn des BER werden die verkehrstypischen Luftschadstoffe Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Ozon sowie Feinstaub aus dem Flugbetrieb, aus dem Kraftfahrzeugverkehr und der Hintergrundbelastung kontinuierlich erfasst. Die Immissionsmessungen werden auf Grundlage von Grenzwerten nach der 39. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) bewertet. Diese Aufgabe übernimmt das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV). Die Ergebnisse werden täglich auf der Internetseite der Flughafengesellschaft aktualisiert. Benzol, Benzo(a)pyren (als Leitsubstanz der PAK), Kohlenwasserstoffe und Ruß werden über längere Zeiträume gesammelt und vom Landeslabor Berlin- Brandenburg untersucht. Die Kohlenmonoxid-, Stickstoffdioxid-, Ozon- und Feinstaubkonzentrationen am Flughafen Schönefeld waren 2014 mit den vorstädtischen Monatsmittelwerten der Luftgütemessstelle des LUGV in Blankenfelde-Mahlow vergleichbar. An zwölf Tagen des Jahres wurde der Grenzwert für Feinstaub PM 10 überschritten. Zulässig sind 35 Tage. Der vom Gesetzgeber vorgegebene 8-Stunden-Mittelwert für Ozon wurde 2014 13-mal überschritten. Die Auslöseschwelle liegt bei 25 Überschreitungen. Die Grenzwerte und Auslöseschwellen der 39. BImSchV wurden damit am Flughafen Schönefeld im Jahr 2014 für keinen der gemessenen Schadstoffe überschritten. Biomonitoring Beim Biomonitoring steht die tatsächliche Einwirkung der Luftschadstoffe auf die belebte Umwelt im Flughafenumfeld im Mittelpunkt. Das heißt, mithilfe des Biomonitorings soll die Frage beantwortet werden, ob und wenn ja welcher Schadstoffbelastung Gras als Futtermittel oder Grünkohl als Lebensmittel ausgesetzt sind – und welchen Anteil daran der Luftverkehr hat. Das Biomonitoring im Rahmen des Umweltuntersuchungsprogramms der FBB wurde in den Jahren 2011 und 2012 mit Grünkohl sowie 2012 und 2013

Zur Ermittlung der Luftgüte wird als ein Parameter auch die Globalstrahlung gemessen. mit Graskulturen durchgeführt. Die bisherigen Ergebnisse in ihrer Gesamtheit stellen die Voruntersuchungen zur Inbetriebnahme des zukünftigen Flughafens BER sicher. 2015 wird die Nordbahn-Sanierung respektive Südbahn-Inbetriebnahme durch die Exposition von Graskulturen begleitet. Das Biomonitoring wird auch in den kommenden Jahren fortgeführt, um mögliche Veränderungen der Umwelt im Flughafenumfeld zu dokumentieren. Die bisherigen Untersuchungen seit 2011 haben ergeben, dass der Flughafen Schönefeld keinen relevanten Einfluss (Immissionswirkungen) auf die Anreicherung der Luft mit Schadstoffen in der Region hat. Die Untersuchungen werden von einem unabhängigen Umweltinstitut durchgeführt. Bienenmonitoring Das Bienenmonitoring beantwortet die Frage, ob der Betrieb eines Flughafens die Qualität des regional erzeugten Honigs beeinträchtigt. Beim Bienenmonitoring werden seit 2011 im Umfeld des zukünftigen Flughafens Berlin Brandenburg Pollen, Wachs und Honig auf Rückstände von Schadstoffen analysiert, die über die Luft in die Umwelt und so in die Nahrung gelangen können. Hierfür wurden sowohl die Bienenvölker selbst als auch der gesammelte Pollen sowie Wachs und Honig an drei Standorten untersucht: ein Standort auf dem Betriebsgelände des Flughafens Schönefeld, ein Standort südlich des Flughafens, der mit Inbetriebnahme des Flughafens BER direkt überflogen werden wird, und ein Bienenvolk in der Schorfheide, das in einer von Straßen- und Luftverkehr sowie Siedlungen weitgehend unbeeinflussten Landschaft den Nektar sammelt. Mit dem Monitoring wurde bereits vor Inbetriebnahme des BER begonnen, um mögliche Veränderungen der Rückstandsgehalte dokumentieren zu können. Es wird folglich nach Inbetriebnahme des BER fortgesetzt. Das Ergebnis der Rückstandsanalysen: Der Flughafenbetrieb hat auf die Qualität des Lebensmittels Honig aus der Flughafenregion keinen Einfluss. Die Gehalte der untersuchten Stoffe in Honig, Pollen und Wachs sind unbedenklich niedrig. Die Berichte zum Bio- und Bienenmonitoring stehen online vollständig im Nachbarschaftsportal der Flughafengesellschaft zur Verfügung.

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