Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Geschäftsbericht 2012

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

94 | Flughafen Berlin

94 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Zur Sicherstellung der geplanten Eröffnung des BER müssen die in der Terminplanung für das Fluggastterminal definierten Meilensteine eingehalten werden. Um die hierfür notwendigen Maßnahmen zu gewährleisten, wurden sowohl auf Seiten der FBB als auch im Bereich der Objektplanung und Objektüberwachung für das Fluggastterminal neue Strukturen und Verantwortlichkeiten geschaffen. Als Voraussetzung für die Fertigstellung der sicherheitstechnischen Anlagen sowie die Beseitigung der festgestellten Mängel durch weitere Baumaßnahmen im Fluggastterminal werden die planerischen Grundlagen geschaffen. Für die Abarbeitung der baulichen Restleistungen sind klare Vorgaben für die ausführenden Firmen notwendig. Zur Sicherstellung der Inbetriebnahme sind zudem die Erfüllung der genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen und die anschließende Erlangung der behördlichen Zustimmungen zwingend erforderlich. Daher ist die Genehmigungsbehörde eng in die laufenden Prozesse eingebunden. Infolge der Verschiebungen des Eröffnungstermins wurden durch die FBB die Baukosten für den Flughafen BER mehrfach überprüft und aktualisiert. Die In betriebnahme des BER steht auch in Abhängigkeit zur Bereitstellung von finan ziellen Mitteln für das Projekt BER. Mit der im EU-Notifizierungsverfahren genehmigten Zuführung von Gesellschaftermitteln ist die Finanzierung sichergestellt. Insgesamt ist davon auszugehen, dass der BER-Projektverlauf zu einem erfolgreichen Ende geführt werden wird. B.10 Auswirkungen der Verschiebung der BER-Inbetriebnahme auf Tegel und Schönefeld Aufgrund der Verschiebung des Inbetriebnahmetermins des neuen Flughafens BER, müssen die Bestandsflughäfen Tegel und Schönefeld länger in Betrieb bleiben als zunächst geplant. Einerseits ergeben sich daraus höhere Anforderungen für Instandsetzung und Instandhaltung von Gebäuden und technischen Anlagen zur Aufrechterhaltung eines weiterhin geregelten und sicheren Flugbetriebs. Die FBB hat für die Ertüchtigung der bestehenden Flughäfen ein Investitionsprogramm erstellt. Der Handlungsbedarf erstreckt sich auf die drei Bereiche Infrastruktur, Service und Personal. Andererseits ist mit den Nutzern des Flughafens (Airlines, Mieter etc.) über die längere Betriebsdauer des Flughafens zu verhandeln.

B.11 Auslastung der Mediennetze Auf Grund der Verschiebung der Inbetriebnahme des BER besteht das Risiko, dass die von der FEW betriebenen Mediennetze in Schönefeld nicht voll aus- gelastet sind und insoweit die Kosten nicht in voller Höhe weiterberechnet werden können. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass der ermittelte Grundpreis aufgrund der zu geringen Auslastung der Anlagen zu hoch kalkuliert ist und von den Drittkunden nicht gezahlt wird. B.12 Vermarktung der Flächen des Business Park Berlin Die FBB plant die Veräußerung der verfügbaren Baufelder des Business Park Berlin. Die FBB wird die Vermarktungsaktivitäten intensivieren und geht deshalb davon aus, dass eine Vermarktung weiterhin erfolgreich sein wird und mit Inbetriebnahme des BER eine Belebung der Nachfrage einsetzen wird. B.13 Finanzierung Die Gesellschafter der FBB haben beschlossen, dass eine Kapitaleinzahlung in Höhe von EUR 1,2 Mrd. vorgenommen werden soll. Eine erste Rate wurde Anfang Januar 2013 von den drei Gesellschaftern an die FBB überwiesen (EUR 191,6 Mio.). Mit diesen zusätzlichen Gesellschaftermitteln, der BER-Langfristfinanzierung, der Leasingfinanzierung und der ILA-Finanzierung sind die gegenwärtig abschätzbaren finanziellen Bedarfe der FBB gedeckt. Die von der FBB aufgenommenen Kredite sind in voller Höhe durch Bürgschaften der drei Gesellschafter der FBB besichert. Nach der erneuten Verschiebung des Inbetriebnahmetermins ist ohne Nennung eines neuen Termins und abhängig von dem Zeitfenster bis zur Inbetriebnahme davon auszugehen, dass weiterer Finanzierungsbedarf besteht. Eine Einschätzung der Höhe ist erst möglich, wenn sämtliche Bestandsaufnahmen abgeschlossen und die noch erforderlichen weiteren Investitionen daraus konkret ermittelt worden sind sowie ein neuer Inbetriebnahmetermin benannt werden konnte. B.14 Finanzinstrumente Wesentliche Finanzinstrumente im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB bestan- den bei der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2012 in der Form von Forderungen und Verbindlichkeiten. Der weitaus größte Teil der Verbindlichkeiten besteht gegenüber Kreditinstituten aus der BER-Langfristfinanzierung. Die Forderungen machen nur einen kleinen Anteil der Bilanzsumme aus. Abgesehen von der BER-Langfristfinanzierung ist die Gesellschaft daher bei der Verwendung der Unsere Zahlen | 95

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