Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Geschäftsbericht 2012

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

50 | Flughafen Berlin

50 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2012 01Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH A Neubau des Flughafens Berlin Brandenburg A.1 Die Verschiebung der Eröffnung und ihre Folgen Überblick 2012 hat das Projekt BER einen großen Rückschlag hinnehmen müssen: Am 8. Mai 2012 musste der Termin für die Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt verschoben werden. Insbesondere technische Probleme beim Brandschutz machten eine pünktliche Inbetriebnahme zum 3. Juni 2012 unmöglich. Mit der Verschiebung des Eröffnungstermins wurden alle Vorbereitungen zur Inbetriebnahme des neuen Flughafens gestoppt. Der Integrationsprobebetrieb, der im Februar gestartet war, und bei dem bereits über 10.000 Komparsen den neuen Flughafen getestet hatten, wurde bis auf Weiteres ausgesetzt. Gespräche und Verhandlungen mit den Airlines und Bodenverkehrsdienstleistern sowie Mietern und anderen Geschäftspartnern mussten geführt werden, um den Weiterbetrieb der Bestandsflughäfen Schönefeld und Tegel sicherstellen zu können. Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft entschied als Konsequenz aus der Verschiebung den damaligen Technikgeschäftsführer zu entlassen und darüber hinaus das Vertragsverhältnis mit den für Generalplanung und Objektüberwachung zuständigen Unternehmen zu beenden. Als neuer Geschäftsführer Technik / Betrieb wurde zum 1. August 2012 Horst Amann berufen. Dieser begann unverzüglich mit einer verkürzten Bestandsaufnahme und der Neuorganisation des Projektes BER. Bestandsaufnahme und insbesondere im letzten Quartal 2012 gestartete weitere Tests der Brandschutzanlage führten Anfang Januar 2013 zu der Erkenntnis, dass eine Inbetriebnahme des BER am 27. Oktober 2013 als nicht realistisch erscheint. Der Aufsichtsrat entschied in seiner Sitzung Mitte Januar 2013 keinen neuen Inbetriebnahmetermin festzulegen, sondern zunächst sämtliche Bestandsauf-

nahmen abzuschließen und die für die noch ausstehenden Baumaßnahmen vollständigen Planungsunterlagen zu erstellen. Darüber hinaus wurde der Sprecher der Geschäftsführung seines Amtes entbunden. Zeitliche Abfolge Durch Verschiebung der für den 3. Juni 2012 geplanten Inbetriebnahme des BER haben sich terminliche, organisatorische, rechtliche und finanzielle Auswirkungen innerhalb des Projektes BER ergeben. Zudem wurden als Konsequenz aus der Terminverschiebung durch die FBB Leistungsstandfeststellungen, die organisatorischen Strukturen und die vertraglichen Rahmenbedingungen im Projekt BER eingeleitet und darauf aufbauend eine neue Masterstrategie ausgearbeitet. Als neuer Eröffnungstermin für den BER war gemäß Entscheidung des Aufsichtsrates im Mai 2012 der 17. März 2013 vorgesehen. Entsprechend dem Auftrag des Aufsichtsrates an den neuen Geschäftsführer Technik / Betrieb der FBB wurde dieser Termin ab August 2012 hinsichtlich seiner Machbarkeit geprüft. Im Ergebnis zeigte sich keine ausreichende Belastbarkeit des Termins, da die Erfüllung genehmigungsrechtlicher und planerischer Randparameter innerhalb der vorgegebenen Zeitfenster nicht gewährleistet war. Durch den Geschäftsführer Technik / Betrieb wurde auf Grundlage der vorgenommenen Analyse des Projektstandes deshalb der 27. Oktober 2013 als neuer Eröffnungstermin vorgeschlagen. Durch Beschluss des Aufsichtsrates im September 2012 wurde dieser Termin bestätigt. Damit verbunden war eine erneute Überarbeitung der Terminpläne hinsichtlich Fertigstellung des Fluggastterminals sowie der Inbetriebnahme des BER. Für die am Projekt BER beteiligten Baufirmen und Dienstleister haben sich durch die geänderte Terminsituation teilweise verlängerte Ausführungszeiträume ergeben. Die zwischen der FBB und den betroffenen Firmen bestehenden Vertragsverhältnisse mussten dementsprechend angepasst werden. Dies betrifft Unsere Zahlen | 51

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