Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Geschäftsbericht 2011

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

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→ 24 | Flughafen Berlin Brandenburg → Geschäftsbericht 2011 „Wir haben das ganze Jahr auf den Start des Probebetriebs am 24. November hingearbeitet, das war der absolute Höhepunkt.“ Andreas Deckert, Bereichsleiter Aviation Management Interview Andreas Deckert Bereichsleiter Aviation Management Mit 24 Millionen Passagieren war 2011 ein Rekordjahr für die Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel. Gleichzeitig mussten Sie sich auf BER vorbereiten. Wie hat der Verkehrsbereich das geschafft? Deckert: Wir sind zuständig für die gesamte Abfertigung von Flugzeugen, Gepäck und Fracht an den bestehenden Flughäfen. Gleichzeitig bereiten wir uns auf die Inbetriebnahme des neuen Flughafens vor. Da mussten wir das Personal in Tegel und Schönefeld 2011 ausdünnen und das ganze Jahr über eine eigene Schulungsschicht im Dienstplan unterbringen. Die hatte ihren Arbeitsplatz dann jeweils wochenweise bereits am neuen Flughafen. Das Ganze war nur mit dem vollen Einsatz der Kollegen aus den operativen Bereichen möglich. Wo sonst fünf Einsatzleiter im Airport Control Center Dienst tun, mussten das dann eben vier bewältigen. Wir hatten insgesamt elf Schulungsmodule, wo wir jeden unserer 210 Mitarbeiter mindestens zweimal geschult haben, vom Hausmeister bis zum Abteilungs- leiter. Das sind alles hochqualifizierte Fachkräfte, da kann man nicht einfach mal mehr Leute einstellen – zumal wir die ja nach dem Umzug dann nicht mehr bräuchten. Was war 2011 Ihr wichtigstes Projekt? Deckert: Ganz klar – die Vorbereitung auf BER. Wir haben das ganze Jahr auf den Start des Probebetriebs am 24. November hingearbeitet, das war der absolute Höhepunkt. Wir haben bereits 2010 angefangen, Prozesse aufzuschreiben, wie zum Beispiel die Abfertigung eines unbegleiteten Kindes. Wir haben für viele Bereiche Betriebskonzepte erstellt, da steckt unheimlich viel Gehirnschmalz drin. Das haben wir dann später im Jahr mit Szenarien umgesetzt, die den Probebetrieb gestalten. Das ist schon sehr komplex und hat zahlreiche meiner Leute gebunden. Und – nebenbei haben wir noch die Flughäfen Tegel und Schönefeld betrieben (lacht). Der Probebetrieb jedenfalls ist bisher gut gelaufen. Wir erproben verschiedene Szenarien und hoffen,

daraus Erkenntnisse zu gewinnen. Und Erkenntnisse kriegen wir genügend. Natürlich gibt es immer wieder Systeme, die mal ausfallen – aber deswegen machen wir das ja. Werden Sie denn Tegel und Schönefeld vermissen? Und was macht für Sie den BER aus? Deckert: So ein Umzug ist etwas, das man nur einmal im Leben macht. Und ich sage es ganz klar: Der neue Flughafen ist eine phantastische Anlage. Wir haben ja in den letzten Jahren in Tegel und Schönefeld sehr viel improvisiert, da ist Qualität und Service manchmal ein wenig ins Hintertreffen geraten. Ich freue mich darauf, einen schicken Flughafen zu haben, wo man wirklich qualitativ hochwertige Prozesse umsetzen kann. Wir werden der modernste Flughafen Europas sein. Natürlich ist auch ein bisschen Wehmut dabei: Tegel und Schönefeld haben uns von Anfang an begleitet, und wir haben ja auch da viele gute Ideen reingesteckt, um das herausholen zu können, was wir momentan Geschäftsbericht 2011 Flughafen Berlin Brandenburg | 25 Andreas Deckert, Bereichsleiter Aviation Management an Verkehren dort abwickeln. Ich verabschiede mich also ein bisschen mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber – im Moment überwiegt das lachende Auge. Ich freue mich auf das Neue. Was bedeutet denn die Eröffnung eines komplett neuen Flughafens für Ihren Bereich? Deckert: Dass wir endlich alle Mitarbeiter an einem Ort haben und alle nach einheitlichen Abläufen arbeiten können. Wir müssen allen zeigen, dass wir das können, denn so einen neuen Flughafen in Betrieb zu nehmen ist nicht einfach. Was ist Ihre größte Herausforderung 2012? Deckert: Die Inbetriebnahme und der Betrieb des neuen Flughafens, ganz klar. Was werden Sie am 4. Juni 2012 machen? Deckert: Da werde ich mich von frühmorgens um vier bis nachts um 24 Uhr im Terminal aufhalten, auf der Luftseite im Airport Control Center vor Ort sein und keine sonstigen Termine haben. Um dabei zu sein, falls es zu Kinderkrankheiten kommt, und rechtzeitig mit meinen Kollegen eingreifen zu können. Und wenn nötig Prozesse leicht zu korrigieren und den Laden am Laufen zu halten. In den Tagen der Inbetriebnahme wird nicht geschlafen. Das muss auf später verschoben werden. Schlaf wird zur Mangelware, aber das ist auch gut so, denn so einen Flughafenumzug erlebt man eben nur einmal im Leben.

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