Berlin ist mit rund 35,65 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Der gesamte Luftverkehr der deutschen Hauptstadtregion soll am Standort Schönefeld konzentriert werden. Dafür plant und baut die Flughafengesellschaft den Flughafen SXF zum Flughafen Berlin Brandenburg – kurz BER – aus. Das Terminal T1 des BER wird am 31. Oktober 2020 eröffnet.
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Gate 69 Frühjahr 2013

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Die ganze Welt des Flughafens: Unser Kundenmagazin informiert Sie viermal im Jahr über die Flughäfen Schönefeld und Tegel und den Flughafen Berlin Brandenburg, neue Airlines und Ziele sowie die Metropolregion Berlin-Brandenburg.

24 Gate

24 Gate 69 Metro Musik Sie reiten wieder Neil Young & Crazy Horse in der Waldbühne. Nach zehn Jahren spielt Neil Young endlich wieder mit seiner Band Crazy Horse zusammen. Schon das kürzlich veröffentlichte Doppel-Album „Psychedelic Pill“ entzückte Fans und Kritiker gleichermaßen – und bereits der erste Song mit seinen knapp 28 Minuten gibt die Richtung vor: Das kanadische Urgestein zelebriert hier seine ausufernden Gitarrensoli wie sonst nur auf der Bühne und schneidet mit der E-Gitarre durch die uramerikanischen Texturen aus Folk und Country wie die Schere durch das Papier. Immer wieder kommt einem dabei ein Riff vertraut vor- ganz unweigerlich zitiert Young aus seinem über 40-jährigen Schaffen. Ohne Zweifel fühlt sich der mittlerweile 67-Jährige in der musikalischen Vergangenheit eher zu Hause, wie der Song „Driftin’ Back“ deutlich macht. Mit MP3 und moderner Musikverwertung hat Young nichts am Hut. Im fortgeschrittenen Alter werden selbst Hippies etwas wertkonservativ. Musikalisch heißt das jedoch Verlässlichkeit auf hohem Niveau und auch weiterhin Konzerte bis zu drei Stunden. Marco Frenzel Waldbühne | 2. Juni | 18.30 Uhr Gefühle zeigen Bosse in der Columbiahalle. Axel Bosse kommt aus einem kleinen Dorf bei Braunschweig. Für einen 17-Jährigen geht da nicht viel, außer Fußball und Musik. Für Letzteres scheint er aber eine Begabung zu haben. Plötzlich hat er mit seiner Schülerband einen Major-Vertrag in der Hand und weiß noch gar nicht so genau, wo es eigentlich hingehen soll. Zwei Jahre später steigt er aus – und als Bosse wieder ein. Seine Songs zeigen Gefühle, und sein Blick auf das Leben fühlt sich seltsam vertraut an. Immer wieder singt er von den kleinen Fluchten oder lotet in den Songs „3 Millionen“ und „Frankfurt/Oder“ das Leben in der Groß- und Kleinstadt aus. Dabei treffen die lakonischen Texte mit ihrer sprachlichen Tiefe mitten ins Herz – nicht umsonst singt bei Konzerten der halbe Saal inbrünstig mit. Nach der vorigen, komplett ausverkauften Tour verschwand Bosse erst einmal gemeinsam mit seiner deutsch-türkischen Frau und dem gemeinsamen Kind nach Istanbul. Dort entstand auch sein neues Album „Kraniche“, das er im Mai live präsentiert. Marco Frenzel Columbiahalle | 4. Mai | 20 Uhr Abends am Tresen Diese Kolumne heißt „Abends am Tresen“, ich weiß. Normalerweise fi ndet man sich am Trinkholz ja auch eher abends ein. Aber ich plädiere dafür, dass das „abends“ ab sofort in „mittags“ umgetauft wird. In Berlin ist es auch mittags schon gemütlich. Prost! Ausnahmsweise meine ich damit nicht den Rustikaltresen der „Hexe“ an der Kopernikusstraße 16, wo man schon tagsüber Gespräche führen kann, bei denen woanders erst die Nacht hereinbrechen muss. Die Hexe ist eine der wenigen verbliebenen Eckkneipen im gentrifi zierten Kiez. Aber vermutlich ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis aus dieser Bierschwemme alten Schlages eine Tapasbar oder ein Schuhladen wird. Die Eckkneipen sterben aus… Und ich frage mich, was eigentlich der ältere, sehr schwere Herr macht, den ich einmal dort traf. Seinen Tagesablauf schilderte er so: „Um acht herkommen, sechs Bier, dann Schläfchen zu Hause, später zehn Bier, dann wieder Schläfchen, dann aufstehen, sechs Bier.“ Doch keine Sorge. Auch Berlins Mittagstrinker haben Schritt gehalten mit der Gentrifi zierung und sich längt andere Gefi lde erobert. Statt „Gern ein Bier vor vier“ heißt es nun auch immer öfter „ein Wein darf es auch schon vorher sein“. Wer sich in Berlin fl üssig und auch fest versorgen will, kann aber auch an irgendeinem Tag der Woche eine Tour durchs Regierungs- und Botschaftsviertel machen. Am besten immer der Frau mit der Krücke hinterher. Sie kennt jeder, der schon mindestens einmal an einem Buffett stand. Denn sie stand garantiert davor. Als erste mit Teller in der Hand, trotz Krücke gekonnt jonglierend. Den pomadisierten Herrn, den einige den „ehemaligen Chefredakteur“ nannten, habe ich dagegen schon lange nicht mehr gesehen. Es kann eigentlich nur eine Erklärung geben. Gott hab ihn selig. Neulich stand ich auf einem nachmittäglichen Empfang neben einem Politiker und lauschte ihm, wie er erklärte, woran er Tresenschnorrer erkennt. „Ich bin täglich auf mehreren Veranstaltungen. Wenn ich jemanden sehe, der dort auch immer ist, weiß ich, der ist zum Trinken und Essen hier.“ Es klang anerkennend. Dirk Krampitz Fotos: WMG, Promo, Thomas Ecke / Berlin

Gate 69 Musik Metro Brandenburger Provinz Keimzeit feiert Geburtstag. Gerade feierte die Band Keimzeit aus Bad Belzig ihren 30. Geburtstag. Seit 1982 tourt die Band durch Brandenburger Kneipen und Tanzsäle und erspielte sich eine bis heute treue Fangemeinde. Doch erst acht Jahre später erschien ihr erstes Album im bereits vereinigten Deutschland, denn mit ihren Texten passten sie nicht so recht in den staatlich gelenkten Kultursetzkasten. Mittlerweile geht Sänger Norbert Leisegang auch neue Pfade und gründete vor vier Jahren neben der Stamm-Band das Keimzeit Akustik Quintett. Weg von den großen Bühnen und hin zu intimeren Orten. Das Repertoire reicht von Keimzeit-Songs über Swing bis Filmmusik. Ohne großes Equipment ist man beweglicher und kann ganz andere Örtlichkeiten bespielen. Davon profi tiert die Brandenburger Provinz. Hier wird das Quintett im Frühling und Sommer unterwegs sein und den betagten Kulturhäusern neues Leben einhauchen. So war ihr winterliches Konzert im Kornspeicher bei Neuruppin bereits ein umjubelter Auftakt und das Konzert auf Burg Rabenstein im Fläming ebenfalls schnell ausverkauft. Norbert Leisegang erklärt das auch mit dem geringen kulturellen Angebot in den ländlichen Gegenden. Doch auch in den neuen Bundesländern hat sich die Band längst ein breites Publikum erspielt. Leisegang sieht sich auch nicht als rein ostdeutscher Musiker. Interessanterweise erschließen die akustischen Interpretationen älterer Keimzeit-Songs der Band auch ein neues und jüngeres Publikum, welches die Texte wieder anders für sich deutet. In diesem Jahr kann man in Brandenburg Keimzeit im akustischen Gewand mit ihrem Album „Midtsommer“ neu entdecken. Marco Frenzel ANZEIGE 25

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