Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Gate 67 Herbst 2012

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22 Gate

22 Gate 67 Metro Das Interview „Man darf Berliner nicht persönlich nehmen.“ Die Schuld gibt der Reiseschriftsteller Helge Timmerberg (60) Siddhartha. „Ich habe Hermann Hesse mit 17 auf LSD gelesen. Ich fing vorn als Helge an und kam hinten als Siddhartha wieder raus. Danach musste ich nach Indien, denn Siddhartha fühlte sich in Bielefeld nicht zu Hause.“ Timmerberg bereiste sämtliche Winkel der Welt. Vom Amazonas bis Nordkorea. Gerade hat er sein Buch „African Queen“ veröffentlicht, für das er sieben Monate mit seiner Freundin Lisa durch Afrika gereist ist. Dirk Krampitz spricht mit Helge Timmerberg über Sex, Reisen und das Altern. Sie entdecken das Buch „Internet für Dummies“ in Nordkoreas Diktatoren-Bibliothek, trafen mit Goldsuchern am Amazonas einen Jaguar. Wie erlebt man das, was Sie erleben? Helge Timmerberg: Man muss die Sachen kommen lassen, nicht zu viel suchen. Schöner oder hässlicher Strand – ganz egal. Ich laufe der Schönheit nicht hinterher, die Hässlichkeit hat auch eine Botschaft. Sobald das Planmäßige unterbrochen wird, wird es erst interessant. Ihr Tip für Berlinreisende? Helge Timmerberg: Hotel Bogota, Cafe am Neuen See, Zoo am Bahnhof Zoo Die Berliner gelten als rauh im Umgang. Ist das so, jetzt mal weltweit gesehen? Helge Timmerberg: Man darf Berliner nicht persönlich nehmen. Sie schreiben, Sex-Tourismus sei der beste Weg, ein Land kennenzulernen. Helge Timmerberg: Das war ein Scherz. Aber du kommst ja immer tiefer in ein Land, wenn du eine Freundschaft schließt. Gerade in Westafrika gibt es wahnsinnig viel weiblichen Sextourismus. Die Urlauberinnen lernen dann einen supergut aussehenden Senegalesen kennen. Das ist ein sehr charmantes Volk. Um Dich einzufangen erhandeln sie dir die richtigen Preise, schimpfen mit den Händlern, lassen dich bei ihrer Familie übernachten, übersetzen und beschützen dich. Liebe ausgeschlossen? Helge Timmerberg: Der weibliche Sextourismus ist ein Kollateralschaden der Emanzipation. Ich will ja niemanden beleidigen, aber die europäischen Frauen, die du da mit Afrikanern siehst, hätten hier Probleme, ähnlich gut aussehende Männer zu finden. Die Afrikaner behaupten immer, sie stehen auf dicke Frauen. Das ist unerhörter Blödsinn. Die erzählen unheimlich viel, um ans Ziel zu kommen. Ihre persönlichen Erfahrungen? Helge Timmerberg: Ich habe mal in Kuba gelebt. Da hatte ich ja auch eine kubanische Freundin. Was dann am Ende herauskommt, ist dann aber in der Regel furchtbarer Mist. Alles, was sie wollen, ist mit dir in dein Heimatland. Mit Liebe hat das in den allermeisten Fällen nichts zu tun. Welches Verhältnis haben Sie grundsätzlich zu Afrika? Helge Timmerberg: Ein eher nüchternes. Mit Ausnahme der Malaria habe ich kein afrikanisches Fieber, von dem immer alle reden, erlebt. Was in Afrika faszinierend ist, ist die Natur dieses Kontinents. In der Serengeti machen drei Millionen Tiere mehr oder weniger, was sie wollen, und der Mensch hält sich aus allem raus. Fotos: Frank Zauritz, Promo, Benoist/Fotolia, Prochasson/Fotolia

Gate 67 Das Interview Metro Sie beschreiben in Ihrem Buch, wie sich eine Dame mit Voodoo an sie ranmacht. Dabei verfallen Sie ihr, zumindest in Gedanken. Ihre Freundin Lisa sitzt währenddessen in einer Lodge und wartet auf Sie. Was sagte sie, als sie später Ihr Voodoo-Kapitel gelesen hat? Helge Timmerberg: Klar hat es da ein bisschen Ärger gegeben, das Voodookapitel kam ja auch erst ziemlich spät. Es war nicht einfach, als sie das gelesen hat. Aber die Geschichte ist, was die Geschichte ist. Und es ist ja auch nichts passiert. Außerdem war es ja der Voodoo. Und Lisa hat auch schon Erfahrungen mit Voodoo. Ist bei Ihnen als Paar denn noch alles ok? Helge Timmerberg: Wir haben uns nicht getrennt unterwegs. Und wir sind da auch zusammen wieder rausgekommen. Inzwischen ist das schon mehr als ein Jahr her. Ist Reisen oder Schreiben anstrengender? Helge Timmerberg: Ich mache das jetzt seit 40 Jahren. Die ersten Jahre habe ich nur geschrieben, um Reisen zu können. Als ich noch mit Schreibmaschine schrieb, stellte ich mir im- Helge Timmerberg African Queen Rowohlt Berlin 304 Seiten 19,95 Euro ANZEIGE 23 mer vor, dass Blatt wäre ein Tausendmarkschein, den ich nun Zeile für Zeile aus der Maschine rausschreibe, denn bei der Heimkehr war ich in der Regel pleite. Seit einiger Zeit ist Schreiben für mich viel wichtiger als Reisen geworden. Je älter ich werde, desto mehr mag ich es solide. Ihr Wunsch? Helge Timmerberg: Ich find das Altern geil. Ich wär gern Opa. Auf der Terrasse sitzen und den Enkeln zuschauen. Aber im Moment sieht es nicht so aus als ob meine Kinder da mitspielen. Berlin – Prag bis zu 2× täglich ab 129 EUR* * inkl. Steuern und Gebühren

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