Berlin ist mit rund 35,65 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Der gesamte Luftverkehr der deutschen Hauptstadtregion soll am Standort Schönefeld konzentriert werden. Dafür plant und baut die Flughafengesellschaft den Flughafen SXF zum Flughafen Berlin Brandenburg – kurz BER – aus. Das Terminal T1 des BER wird am 31. Oktober 2020 eröffnet.
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BER aktuell 11/2014

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Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg

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→ 8 | BER aktuell → Im F Schallschutzprogramm Ich hab da mal´ne Frag Die Infoveranstaltungen sind angelaufen Quelle: Verena Heydenreich / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Quelle: Verena Heydenreich / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Drei Kollegen vom Schallschutzteam stehen für Fragen bereit, v.l.n.r.: Anke Röhl, Raimond El-Guindi, Josephine Franke Die Anwohner können im Foyer an verschiedenen Infoständen individuelle Fragen stellen. Ein Abend im Rathaus Schönefeld: Rund 70 Anwohner aus Blankenfelde sind der Einladung des Schallschutzteams der Flughafengesellschaft gefolgt, um sich über das Schallschutzprogramm BER zu informieren. Der große Saal ist gut gefüllt, als Ralf Wagner, Leiter der Abteilung Schallschutz bei der FBB, seinen Eingangsvortrag hält. Die wichtigsten Fragen zum Schallschutz werden kurz erklärt: Wer hat überhaupt warum Anspruch? Was änderte sich durch das OVG-Urteil? Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung? Und wie geht es jetzt konkret beim Einbau der Schallschutzmaßnahmen weiter? Die Fragen der Anwohner zeigen, dass die Herausforderungen aktuell bei der Umsetzung der Maßnahmen liegen. Das verwundert nicht, schließlich haben die meisten der Eingeladenen bereits ihre Anspruchsermittlung erhalten. Die Anwohner haben also schon einen Antrag gestellt, das Ingenieurbüro und ggf. auch der Wertgutachter waren bei ihnen im Objekt. Als nächster Schritt auf dem Weg zum schallgedämmten Haus steht also die Umsetzung an. Die Anwohner können selbst eine Firma beauftragen, die dann im Haus tätig wird und zum Beispiel Schallschutzfenster einsetzt. Und gerade an dieser Stelle sind sich offensichtlich viele Anwohner unsicher, ob sie alles richtig machen oder befürchten Schwierigkeiten. Im Rahmen des Schallschutzprogramms ist vorgesehen, dass die Anwohner die Beauftragung übernehmen, das Ingenieurbüro zur Abnahme hinzukommt und die Flughafengesellschaft nach Mittelverwendungsprüfung den Anwohnern den Rechnungsbetrag überweist. Mit dem erhaltenen Geld können die Anwohner dann die Handwerksfirmen bezahlen. Hierbei kommen verschiedene Fragen auf: Kann ich Schallschutzmaßnahmen auch im Winter durchführen lassen? Wie finde ich eine geeignete Firma? Schafft es mein Ingenieurbüro auch zur Abnahme hinzuzukommen? Muss ich die Bezahlung der Firmen zunächst auslegen? Und, und, und … Für all diese individuellen Fragen ist dann der zweite Teil des Abends gedacht. Viel besser als in großer Runde lassen sich die verschiedenen Fragen der Anwohner in Einzelgesprächen klären. Auf einer Art Marktplatz finden sich dazu Stände von der Flughafengesellschaft, dem zuständigen Ingenieurbüro, der Sprengnetter Immobilienbewertung, Handwerksfirmen und der Handwerkskammer Cottbus. Schnell bilden sich Warteschlangen und auch die Anwohner kommen untereinander ins Gespräch. Da immer eine Ortslage gemeinsam eingeladen wird, kennen sich einige Nachbarn bereits. Ein großes Thema ist dabei natürlich der Vergleich der ermittelten Ansprüche. Eine Gruppe von Nachbarn aus Blankenfelde rätselt, warum sie unterschiedliche Ansprüche zuerkannt bekommen haben und warum die Ansprüche nach der erneuten Ermittlung nach dem OVG-Urteil nochmal anders ausgefallen sind. Die Anwohner warten, bis sie mit dem Ingenieurbüro sprechen können. Falls die Fragen nicht direkt vor Ort beantwortet werden können, notiert sich das Büro das Aktenzeichen und kann dann weitere Ergebnisse der Prüfung nachreichen. Gegenüber dem Ingenieurbüro befindet sich der Stand der Flughafengesellschaft. Auch hier sind einige Anwohner im Gespräch und reagieren erleichtert, als ihnen mitgeteilt wird, dass für die Bezahlung der Baufirmen eine Abtretungsklausel möglich ist. Das heißt, die Rechnung der Baufirma geht nicht an den Eigentümer sondern direkt an die FBB. Für den Eigentümer besteht somit kein finanzielles Risiko. Auch Fachfirmen stehen zum Gespräch bereit. Ein Fensterbauer erläutert, dass der Austausch von Fenstern oder die Anbringung von Innendämmungen auch jetzt noch gut möglich ist. Voraussetzung seien lediglich Temperaturen über fünf Grad Celsius. Und da die Handwerker vier bis fünf Fenster an einem Tag locker schaffen, sollte sich eine Baumaßnahme recht zügig durchführen lassen. Auch wenn an dem Abend viele Fragen abschließend geklärt werden konnten, verspricht die Flughafengesellschaft, auch alle noch offenen Punkte mitzunehmen. Die Mitarbeiter am Schallschutztelefon stehen über die Veranstaltung hinaus als Ansprechpartner bereit. Weitere Informationsveranstaltungen im Bereich der Südbahn sind im November geplant. Die Anwohner werden wieder persönlich eingeladen.

okus November 2014 BER e Von der Antragstellung bis zur Kostenerstattung Quelle: Verena Heydenreich / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Quelle: Verena Heydenreich / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Dipl.-Ing. Lothar Waske, Dachdeckermeister und Geschäftsführer von der Waske Dächer GmbH, stellt vor, wie man ein Haus mit guter Dämmung vor Außenlärm schützen kann. Ralf Wagner, Leiter Schallschutz, beim Eingangsvortrag im Rathaus Schönefeld. → Kontakt Sollten Sie weitere Fragen zum Schallschutzprogramm oder zum Stand Ihrer Antragsbearbeitung haben, stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schallschutzteams am Anwohnertelefon zur Verfügung. Unter dieser Telefonnummer können auch Termine für ein persönliches Gespräch vereinbart werden. Tel. (030) 6091-73500 (Dienstag bis Donnerstag jeweils von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr) → Info Sanierung Südbahn Die Flughafengesellschaft hat für rund 3.000 Haushalte Anspruchsermittlungen für den Schallschutz im Bereich der südlichen Start- und Landebahn des BER versendet. Die Eigentümer können somit die erforderlichen Baumaßnahmen beauftragen oder erhalten eine Entschädigungszahlung in Höhe von 30 Prozent des schallschutzbezogenen Verkehrswertes. Insgesamt liegen über 4.000 Anträge im Tagschutzgebiet rund um die Südbahn vor, davon sind jedoch nicht alle bearbeitbar, z.B. weil Anwohner die Termine zur Bestandsaufnahme nicht wahrnehmen konnten oder einen eigenen Verkehrswertermittler beauftragen möchten. Sobald die Bearbeitung möglich ist, wird diese wieder aufgenommen und schnellstmöglich zum Abschluss gebracht.

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