Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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BER aktuell 10/2014

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Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg

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→ 8 | BER aktuell → Im F 300 Menschen proben d Erfolgreiche Notfallübung „Rescue SXF 2014“ am Flughafen Schönefeld Im Terminal D steigt um 15.45 Uhr Rauch auf und breitet sich in der großen Abfertigungshalle schnell aus. Zwei Minuten später schlägt die Brandmeldeanlage an. Damit ist die automatische Alarmierung der Flughafenfeuerwehr aktiviert und auf dem Dach des Terminals öffnen Gaskartuschen blitzschnell die Entrauchungsklappen. Die Türen des Terminals springen auf, Passagiere drängen heraus und sammeln sich in kleinen Gruppen auf der Luft- und Landseite auf den dafür vorgesehenen Sammelplätzen. Schon wenige Minuten nach dem Alarm rollt die Flughafenfeuerwehr die Schläuche vor dem Terminal aus, rücken erste Trupps ins Innere vor, löschen und bergen Verletzte. Zum Glück ist das nur eine Übung. Der Rauch ist Diskonebel, die Verletzungen sind professionell geschminkt, die Passagiere 100 freiwillige Komparsen. Terminal D ist an diesem Tag eigens für die Übung für die Öffentlichkeit gesperrt. Der Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Flugverkehr auf dem Flughafen Schönefeld läuft davon völlig unberührt und ganz normal. Schon kurze Zeit später unterstützt die Notfalleinsatzzentrale des Flughafens die Rettungsarbeiten am Terminal. Weitere Feuerwehren,der Rettungsdienst des Landkreises und die Polizei sind vor Ort. Notärzte verschaffen sich ein erstes Bild über die Zahl der Verletzten und beginnen mit der Versorgung. Im Terminal werden selbst Fahrstühle und Lagerräume nach weiteren Opfern abgesucht. Feuerwehrleute mit 20 Kilogramm schwerer Atemschutzausrüstung schleppen Brandopfer ins Freie. Durch das Terminal quillt dichter Rauch, die Sicht liegt unter fünf Metern.

okus Oktober 2014 en Ernstfall Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Ein wenig abseits vom Geschehen stehen Übungsleitung und Beobachter von Innenministerium, Luftaufsichtsbehörde, Polizei, Landkreis und Abfertigungsgesellschaften. Darunter auch Ivo Müller, Referent Notfallmanagement bei der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. Wochenlang haben er und ein kleines Team die Übung mit rund 300 beteiligten Personen vorbereitet, die regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre, stattfinden muss. So fordert es die International Civil Aviation Organization. „Nur eine Notfallübung unter möglichst realistischen Bedingungen bietet die Möglichkeit zu überprüfen, wie die Vielzahl der Einsatzkräfte bei einem Notfall funktioniert und auch kurzfristig auf veränderte Lagen reagiert“, sagt der Notfallexperte und beobachtet mit Argusaugen den weiteren Übungsverlauf. Um 16.33 Uhr meldet die Feuerwehr die erfolgreiche Löschung des Brandes. Ärzte und Sanitäter versorgen mittlerweile elf Verletzte auf einem nunmehr eigens errichteten Behandlungsplatz. Die unverletzten Passagiere werden mit Bussen abtransportiert. Um 17.05 Uhr ist die „Rescue SXF 2014“ offiziell beendet. Ein erstes Fazit von Gunnar Kaiser, Leiter Betriebssicherheit und Behörden und verantwortlich für das Notfallmanagement bei der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Wichtig war uns vor allem zu überprüfen, ob die betroffenen Einsatzkräfte aufeinander abgestimmt sind. Das hat gut geklappt. In den kommenden Wochen wird die Übung nun im Detail ausgewertet.“ Um 18 Uhr ist am Terminal nichts mehr von der Notfallübung zu sehen. Komparsen und Rettungskräfte sind abgezogen. Im Terminal D läuft wieder normaler Flugbetrieb. Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

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