Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2018 wurden an den Flughäfen rund 34,7 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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BER aktuell 10/2014

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Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg

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→14 | BER aktuell → Nachbar Flughafen Oktober 2014 Teltow-Fläming Der BER braucht Akzeptanz in der Region Der Landkreis Teltow-Fläming ist einer der Nachbarn des Flughafens Berlin-Brandenburg. Über gegenwärtige und zukünftige Entwicklungsperspektiven sprach „BER aktuell“ mit Landrätin Kornelia Wehlan. Im Internetportal des Landkreises Teltow-Fläming laden Sie dazu ein, „sich persönlich von den Vorzügen unserer Region zu überzeugen“. Welche Vorzüge würden Sie in den Mittelpunkt stellen? Ein großer Vorzug des Landkreises Teltow-Fläming und gerade auch des BER-Umlandes ist die Tatsache, dass wir gute Arbeit sichern, von der man auch gut leben kann. Hier finden junge Menschen und ihre Familien Perspektiven. Diese Vorzüge verbinden sich vor allem im Norden des Landkreises mit dem Industriestandort. Hier haben wir namhafte Unternehmen, unter anderem MTU, Rolls-Royce oder Mercedes-Benz, die erheblich dazu beitragen, dass die Menschen tarifgerecht entlohnt werden. Immerhin ist Teltow-Fläming einer der Landkreise, in denen in Brandenburg die höchsten Einkommen erzielt werden. Der Süden des Landkreises zeichnet sich durch eine wunderschöne Landschaft, Landwirtschaft und ländlichen Tourismus aus. Damit hat Teltow-Fläming alles, was man für ein gutes Leben braucht: berufliche Perspektiven, einen angenehmen Lebensraum und viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Dazu gehört u. a. Europas größte Skate-Region mit 230 km Länge, die zum Beispiel auch für eine große Zahl an Übernachtungsgästen sorgt. In die Fläming- Region kommen rund 2/3 der Besucher wegen der Flaeming-Skate. Sehenswert sind natürlich auch die rund 2400 Bau- und Bodendenkmale oder die historischen Altstädte in Jüterbog und Dahme. Viele Sport- und Freizeitstätten im Norden und Süden des Landkreises bieten gute Möglichkeiten für die Einwohnerinnen und Einwohner der Region und ihre Gäste. Bildungs- und Betreuungsangebote sind wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu tragen zahlreiche Kitas, Horte und Bildungseinrichtungen bei. Es gibt 30 Grundschulen, eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, sechs Gymnasien, 11 Oberschulen und ein Oberstufenzentrum. Das garantiert gute Entwicklungsmöglichkeiten für junge Leute. Kreismusik- und Volkshochschule, die Landwirtschaftsschule und viele freie Bildungsträger komplettieren das Angebot. Der Landkreis verfügt über attraktive Wohnmöglichkeiten für jeden Anspruch. Ein Problem ist aber auch bei uns das Angebot an bezahlbarem Wohnraum. Hier gibt es besonders im Norden großen Bedarf und im Süden größere Möglichkeiten… Wenn die Menschen im Norden arbeiten und im Süden leben, stellt das natürlich auch Herausforderungen an den ÖPNV. Bei den Vorzügen des Landkreises möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass wir 15 Landschaftsschutzgebiete und 30 Naturschutzgebiete haben. Nicht zuletzt deshalb spielt dieses Thema auch im Leitbild des Landkreises eine große Rolle, denn wir wollen unser Lebensumfeld für heutige und künftige Generationen erhalten und bewahren. Im Landkreis leben derzeit ca. 162.000 Einwohner, davon 33.000 Kinder und Jugendliche unter 25 Jahren. Etwa ein Viertel der Bevölkerung ist älter als 60 Jahre. Teltow-Fläming hat rund 4.000 ausländische Mitbürger, denen wir tolerant und weltoffen begegnen. Ziel ist es, dass sich alle Menschen in unserer Region wohlfühlen. Als Nachbar des Flughafens BER ist der Landkreis Teltow-Fläming u. a. im Dialogforum und in der Fluglärmkommission vertreten. Im Haus Dialogforum arbeitet das Bürgerberatungszentrum. Wie schätzen Sie die Arbeit dieser Gremien ein? Mit Blankenfelde-Mahlow befindet sich im Landkreis Teltow-Fläming die am stärksten von Fluglärm betroffene Gemeinde. Auch in anderen Kommunen haben die Menschen damit ein Problem. Deshalb schenken wir dem Lärmschutz größtes Augenmerk. Diesem Anspruch versuchen wir mit unserer Arbeit in den Gremien gerecht zu werden. So hilft das Bürgerberatungszentrum zum Beispiel bei der Klärung von Sachverhalten und möglichen Differenzen zwischen den Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger und den Bescheiden, die sie von der Flughafengesellschaft bekommen haben. Das stellt uns gegenwärtig vor große Herausforderungen. Die Einrichtung des Flughafenberatungszentrums in Schönefeld bietet neue Möglichkeiten, die wir positiv bewerten. Das Flughafenberatungszentrum ist neutral, also nicht angebunden an den Flughafen, und es ist in erster Linie für die Bürgerinnen und Bürger da, die wir umfassend zu schützen haben. Gegenwärtig versuchen wir, mit dem Land Brandenburg über eine personelle Aufstockung des Beratungszentrums ins Gespräch zu kommen. Beim Dialogforum geht es um ein Bündnis am Boden. Hier nehmen die Kommunen ihre Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger wahr. Dabei ist es für uns wichtig, das Land Berlin mit im Boot zu haben. Schließlich haben wir künftig die Probleme, die Berlin dann nicht mehr hat, und diese sollten wir gemeinsam bewältigen. Das ist wichtig für die Akzeptanz des Flughafens in der Region, und diese braucht der BER. Und Akzeptanz geht nur über Lärmschutz und über ein konsequentes Nachtflugverbot. Welche Hoffnungen verbindet der Landkreis Teltow-Fläming mit der Inbetriebnahme des BER? Im Leitbild zur Entwicklung des Landkreises sind auch konkrete Ziele für die wirtschaftliche Entwicklung der Region formuliert. Wir gehen davon aus, dass der BER große Entwicklungschancen für den gesamten Landkreis bietet. Das macht sich gegenwärtig schon bemerkbar, zum Beispiel auf dem Immobilienmarkt oder bei der Ansiedlung von Unternehmen. Als Verwaltung sehen wir uns als Dienstleister für die Unternehmen im Landkreis. Wir haben eine Koordinierungsgruppe, die sich mit den Schwerpunktinvestitionen beschäftigt und Unterstützung gibt. Dabei reicht die Palette, um nur einige Beispiele zu nennen, vom Bauantrag über mögliche Belange des Denkmalschutzes oder der Verkehrsanbindung bis zur zügigen Realisierung des Projektes. Die Einwohnerzahlen entwickeln sich nach wie vor nach oben, was sich auch an der zunehmenden Erschließung von Grundstücken für die Eigenheimbebauung ablesen lässt. Möglicherweise wird sich in den kommenden Jahren die Sozialstruktur ändern. Diese Entwicklung ist auch abhängig von der Lärmschutzproblematik und den Arbeitsplätzen rund um den BER. Wir werden Möglichkeiten nutzen, um über Projekte für öffentliche Einrichtungen wie Kitas oder Schulen – auch unter den Bedingungen eines Großflughafens – gute Bedingungen zu schaffen. Dazu gibt es auch positive Signale von der Landesregierung. Foto: Landkreis Teltow-Fläming

→15 | BER aktuell → Freizeit Oktober 2014 DIE ALLGEMEINE LUFTFAHRT IN DER METROPOLREGION BERLIN-BRANDENBURG Teil 2 Eberswalde Finow (EDAV) – Sprungbrett für Tourismus in der Region Der Flugplatz hat sich zu einem perfekt in die Landschaft integrierten Angebot für Tourismus und Freizeit entwickelt. Umweltprobleme? Fehlanzeige. Natur und Umweltschutz mit der Fliegerei zu verbinden, ist in Finow vorbildlich gelungen. Der nahe Verkehrsknotenpunkt Eberswalde mit Schiene, Wasserwegen (Oder-Havel-Wasserstraße mit einem attraktiven Binnenhafen) und der Flugplatz ergänzen sich sehr gut, die Jagdgebiete in der Schorfheide sind vom Flugplatz Finow aus leicht zu erreichen. Das gilt auch für den Zoo, das Kloster Chorin, das Schiffshebewerk oder die luftfahrthistorische Sammlung Finowfurt. Die Angebote für Rundflüge können perspektivisch zu einem Top-Highlight werden, sowohl für Berliner Flugenthusiasten, als auch für Wassersportler. Fluggäste haben die attraktiven Wasserstraßen rund um das Schiffshebewerk und von diesem historischen Denkmal bis zu den Fürstenberger Seen eine wunderbare Landschaft im Blick. Oder aber die hügelige Idylle bis nach Schwedt, Templin und Prenzlau. Wer will, kann sich bis an die Küste pilotieren lassen. Flugtouristen mit eigenem Flugzeug finden in der Umgebung des Flugplatzes bis hin zum Roadrunner Paradise „race61“, einem bedeutenden Treffen von Fahrzeugen aus dem Osten, eine Reihe an interessanten Attraktionen, die den Anflug lohnen. In den letzten Jahren hat sich der Flugplatz so entwickelt, dass man daran sogar den Aufschwung der ganzen Region ablesen kann: 2012 waren es noch 6.500 Bewegungszahlen, die von der Flugplatzleitung gezählt wurden. 2013 schon 7.500. Für 2014 rechnet man mit einem weiteren Anstieg. EDAV hat also Zukunft. Aus diesem Grund plant man, ein Instrumentenanflugverfahren mit GPS ab voraussichtlich Mitte 2015 möglich zu machen. Auch die Ausweisung von 12 Hektar zusätzlicher Gewerbefläche am Rand der Flugbetriebsfläche zeigt, welche Hoffnungen die Gemeinde in ihren einstigen Fliegerhorst steckt, der längst zur Keimzelle einer modernen Infrastruktur für die Großregion Barnim geworden ist. Dabei sind die Hallen, Stellplätze und sonstigen Möglichkeiten so großzügig vorhanden, dass die Flugplatzleitung noch nicht einmal auf Erweiterungen angewiesen ist. Wer sich die Freude gönnt, in Finow die Ultraleicht-Ausbildung zu absolvieren, weiß: Vom Abheben bis zur Landung, vom Aufenthalt im Bistro B.Ahlbrecht/ K.-P.Kosanke/ J. Lehweß-Litzmann/ J.Neisser/ S.Wietstruk → Historische Luftfahrtstätten in und um Berlin 51 Beiträge präsentieren die Geschichte bedeutender Luftfahrtstätten mit 293 historischen sowie in die Gegenwart reichenden Fotos Hart-Cover, Format A4, 204 Seiten ISBN 978-3-9814822-4-9 Preis: 24,50 Euro Verlag u. Vertrieb: MediaScript GbR, Königsteinstr. 26, 12309 Berlin buchbestellung@mediascript.de auch von GBSL e.V. beziehbar: gbsl@luftfahrtstaetten.de ISBN 978-3-360-02703-0 Bezug auch: Tel. 03375-521951 Foto: FTM-Werbefotografie/Montage M8 bis zu den Gesprächen in den Betrieben herrscht überall eine positive, hoffnungsvolle Stimmung – die Zukunft mit weiteren Chancen kann beginnen. Flugplatzfest Der Rosinenbomber auf dem „Flugplatzfest“ in Gatow Am 6. und 7. September fand das „Flugplatzfest“ in Gatow mit mehr als 20 000 Besuchern statt. Natürlich landeten auch wieder viele Oldtimer. Dabei ist der Flughafen seit Abzug der Royal Air Force 1994 längst geschlossen. Aber einmal im Jahr dürfen die alten Maschinen auf den zwei kurzen Pisten landen und zum Abschied mit den Flügeln winken. Der Förderverein Rosinenbomber e.V. war auch in diesem Jahr der Einladung gefolgt und präsentierte sich mit einem Stand. Mit dem inzwischen traditionsreichen Flugplatztreffen war dieses Mal der 20. Jahrestag der Übergabe des Flugplatzes von der Royal Air Force an die Bundeswehr verbunden. Auf dem Infostand beim Flughafenfest kam es zu herzlichen Gespräche mit britischen Veteranen der Luftbrücke und mit vielen Besuchern und nicht nur das. Der Verein konnte auch ca. 600 Euro an Spenden verbuchen. Ein schöner Erfolg, denn jeder Euro zählt und wird für das Ziel des Vereins – den Rosinenbomber wieder an den Himmel von Berlin zu bekommen –gebraucht. Foto: Jörg Kobs

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