Berlin ist mit rund 35,65 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Der gesamte Luftverkehr der deutschen Hauptstadtregion soll am Standort Schönefeld konzentriert werden. Dafür plant und baut die Flughafengesellschaft den Flughafen SXF zum Flughafen Berlin Brandenburg – kurz BER – aus. Das Terminal T1 des BER wird am 31. Oktober 2020 eröffnet.
Aufrufe
vor 6 Jahren

BER aktuell 09/2014

  • Text
  • Berlin
  • Flughafen
  • Brandenburg
  • September
  • Flughafengesellschaft
  • Region
  • Ludwigsfelde
  • Zeit
  • Raumnummern
  • Informationen
Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg

→ 8 |

→ 8 | BER aktuell → Im F Naturschutz durch Landwirts Partnerschaftliches Konzept in der Zülownieder Für den Ausbau des BER setzt sich die Flughafengesellschaft im Rahmen naturschutzrechtlicher Kompensationsmaßnahmen langfristig für zahlreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ein. Das größte Projekt davon ist die Zülowniederung mit einer rund 2.500 Hektar großen Natur- und landwirtschaftlichen Nutzfläche zwischen Mittenwalde, Dabendorf und Rangsdorf. Hier sollen die Lebensbedingungen für Flora und Fauna in den nächsten Jahren spürbar verbessert werden. Dafür koordiniert der Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e.V. im Auftrag der Flughafengesellschaft die Anlage von Biotopen und Ackerrandstreifen sowie Blüh- und Wildkräutersäumen auf über 500 Hektar Fläche. Außerdem wurden kleine Tümpel, Waldränder oder Brachflächen neu geschaffen und an die 10.000 Sträucher und 3.000 heimische Bäume gepflanzt. Auch der Zülowkanal soll in den kommenden Jahren als Lebensraum mit Fischtreppen, Ausbuchtungen und Inseln ökologisch aufgewertet werden. Einmal im Jahr muss Bootsführer Frank Schulz vom Wasser- und Bodenverband Dahme-Notte schon jetzt den Zülowkanal umweltschonend „rasieren“. Ansonsten würde die alte Wasserstraße, einst für den Torftransport gebaut, verstopfen. Offiziell heißt das: ökologische Grabenbewirtschaftung. Das verbessert unter anderem den Wasserhaushalt der Niederung, die mindestens 25 Jahre lang im Sinne einer verträglichen Natur- und Landschaftsentwicklung gepflegt werden soll. Und das in enger partnerschaftlicher Kooperation mit den hier ansässigen Landwirten. Eine Riesenaufgabe für Kommunen, Landschaftspflegeverein, die Flughafengesellschaft und die Landnutzer wie Jürgen Zimmermann. Der 58-jährige ist seit 1991 Geschäftsführer des größten landwirtschaftlichen Betriebs in der Region und einer der wichtigsten Kooperationspartner in der Zülowniederung. Vor gut einem Jahr hat die Agrargenossenschaft mit den ersten Schritten begonnen. Dafür hat sie sich zu konkreten Maßnahmen verpflichtet, die planfestgestellt und ins Grundbuch eingetragen wurden. Der Betrieb muss seine Arbeit auf den Ausgleichsflächen mit den Fachplanern abstimmen. Hierbei steht der Landschaftspflegeverein hilfreich zur Seite. Unabhängige Gutachter bewerten die Arbeit der Landwirte und deren Ertragsausfälle und damit die Höhe von Ausgleichszahlungen. Außerdem führen Biologen regelmäßig Monitorings durch. „Ich habe nicht geahnt, wieviel Arbeit das ist, aber der Aufwand lohnt sich“, sagt Diplom-Agraringenieur Jürgen Zimmermann. „Man merkt schon, dass sich hier vieles in der kurzen Zeit positiv verändert hat“. Zur Agrargenossenschaft Groß Machnow eG gehören gut 3.200 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, rund 100 Mutterkühe mit Nachzucht und 600 Schweine. An den verkleinerten Kartoffel- und Getreidefeldern gibt es jetzt 60 Hektar Blühstreifen,auf denen weder gedüngt noch gespritzt wird. Auch die Bienen des Chefs der Agrargenossenschaft ernten darauf reichlich Honig, der wie andere hauseigene Produkte im Hofladen verkauft wird. Auf den Weiden wurde der Viehbestand begrenzt. Neben regionstypischen Rassen gibt es auch bei Restaurants begehrte Exoten wie Aberdeen Angus. Mit einem durchdachten Grünflächenmanagement wurde die intensive Futtererzeugung durch eine extensive Nutzung ersetzt. Das bringt weniger Ertrag pro Hektar, aber Fauna und Flora mehr Artenreichtum. Die sich wandelnde Landschaft zieht auch immer mehr Kraniche an, die hier ab September rasten. Ihre Zahl ist von etwa 60 auf 1400 Exemplare gestiegen. Und mit den Kranichschwärmen werden auch immer mehr Freizeitsportler und Touristen die Zülowniederung entdecken, die selbst in der Region noch für viele ein Geheimtipp ist. Frank Schulz steuert das Mähboot sicher durch den Zülowkanal. Vor-Ort-Termin. V.l.n.r.: Markus Mohn, LPV, Jürgen Zimmermann, Betriebsleiter Agrargenossenschaft Groß Guzmán, Projektkoordinatorin LPV, und Jochen Heimberg, Leiter Umwelt bei der FBB, prüfen die Fortschrit

okus September 2014 chaft ung zeigt Erfolge Zülow International Teilnehmer aus zehn Nationen Auch im diesjährigen internationalen Workcamp standen die Arbeiten zur Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft im Gutspark von Groß Machnow im Mittelpunkt. Vom 26. Juli bis zum 17. August 2014 nutzten die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Argentinien, Armenien, Deutschland, Estland, Italien, Serbien, Slowakei, Spanien, Türkei sowie Thailand die drei Wochen, um den vorhandenen asphaltierten nördlichen Parkweg zurückzubauen und an gleicher Stelle durch einen gartendenkmalgerechten Bau naturnah neu zu errichten. Und das ist super gelungen. Quelle: Aleksandra Rudnik / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Die Arbeiten am nördlichen Parkweg erstreckten sich auf rund 120 Meter. Der Weg wurde von über 35 Tonnen Asphalt und Beton befreit. Ganz vorne im Bild: Cecilia Rodriguez aus Argentinien, 27 Jahre alt, studiert Tourismus in Buenos Aires. Sie ist nicht nur zum ersten Mal im internationalen Workcamp, sondern auch in Europa und somit in Deutschland. Zu diesem Camp ist Cecilia von ihrer Universität eingeladen worden. Sie ist froh darüber, denn sie hat viel über die verschiedenen Kulturen und Lebensstile gelernt. Stimmen aus dem Workcamp: Quelle: Aleksandra Rudnik / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Machnow, Karsten Holtmann, Teamleiter Umweltplanung FBB, Lilian te in der Zülowniederung. Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Martina Gargari aus Italien, 20 Jahre alt: „Ich nehme bereits zum zweiten Mal an einem Camp teil, weil es einfach eine wunderbare Gelegenheit bietet, junge Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen, dabei Spaß zu haben und bei sinnvollen Arbeiten zu helfen. Es ist toll, mit den anderen Teilnehmern auch nach dieser intensiven Zeit in Kontakt zu bleiben. Zudem wollte ich unbedingt nach Deutschland ins Camp, da ich das Land wirklich gerne mag.“ Jan Elm aus Deutschland, 19 Jahre alt: „Mein erstes Camp habe ich mit 16 Jahren erlebt und es bleibt eine unvergessliche Zeit für mich. Kaum zu glauben, aber ich habe immer noch mit einigen Kontakt, die ich im ersten Workcamp kennengelernt habe. Es macht unheimlich viel Spaß, interkulturelle Beziehungen zu knüpfen, nette Menschen kennenzulernen und dabei was Gutes für die Allgemeinheit zu tun. Dieses Jahr ist das Camp eine besondere Herausforderung für mich, denn zum ersten Mal bin ich Teamleiter. Aber es macht mir wirklich Freude. Die Hauptsache ist, dass die Leute im Camp cool sind. Nur so ist und wird es eine super Zeit.“ Quelle: Aleksandra Rudnik / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Unsere Publikationen

Annual Report 2019
Geschäftsbericht 2019
Annual Report 2018
Geschäftsbericht 2018
Annual Report 2017
Geschäftsbericht 2017
Annual report 2016
Geschäftsbericht 2016
Annual Report 2015
Geschäftsbericht 2015
Geschäftsbericht 2014
Geschäftsbericht 2013
Annual Report 2012
Geschäftsbericht 2012
Geschäftsbericht 2011
Geschäftsbericht 2010
Annual Report 2009
Wegweiser Flughafen Tegel
Wegweiser Flughafen Schönefeld
Flugplan Sommer 2015 SXF/TXL Timetable Summer 2015
Flugplan Winter 2014/2015 SXF/TXL - Update
Flugplan Winter 2014/2015 SXF/TXL
Flugplan Sommer 2014 SXF/TXL
Flugplan Sommer 2014 SXF/TXL
Nachbarn 10/20
Nachbarn 09/20
Nachbarn 08/20
Nachbarn 06/20
Nachbarn 04/20
Nachbarn 03/20
Nachbarn 02/20
Nachbarn 01/2020
Nachbarn 12/2019
Nachbarn 11/2019
Nachbarn 10/2019
Nachbarn 10/2018
Nachbarn 09/2018
Fluglaermbericht 2017
BER aktuell 06/2018
BER aktuell 04/2018
BER aktuell 02/2018
BER aktuell 01/2018
BER aktuell 12/2017
BER aktuell 11/2017
BER aktuell 10/2017
BER aktuell 09/2017
BER aktuell 08/2017
Fluglärmbericht 2016
BER aktuell 07/2017
BER-aktuell 01/2017
BER aktuell 12/2016
BER aktuell 11/2016
BER aktuell 10/2016
BER aktuell 09/2016
BER aktuell 08/2016
BER aktuell 07/2016
Schallschutzfibel
BER aktuell 06/2016
Fluglärmbericht 2015
BER aktuell 03/2016
BER aktuell 01/2016
BER aktuell 12/2015
BER aktuell 11/2015
BER aktuell 10/2015
BER aktuell 09/2015
BER aktuell 08/2015
BER aktuell 07/2015
Fluglärmbericht 2014
BER aktuell 06/2015
BER aktuell 05/2015
BER aktuell 04/2015
BER aktuell 03/2015
BER aktuell 02/2015
BER aktuell 01/2015
BER aktuell 12/2014
BER aktuell 11/2014
BER aktuell 10/2014
BER aktuell 09/2014
BER AKTUELL 08/2014
BER aktuell 07/2014
BER aktuell 06/2014
BER aktuell 01/2014
BER aktuell 05/2014
BER aktuell 04/2014
BER aktuell 03/2014
BER aktuell 02/2014
BER aktuell 12/2013
BER aktuell 11/2013
BER aktuell 10/2013
BER aktuell 09/2013
Umweltbericht 2018
Fluglaermbericht 2018
Umweltbericht 2016
Fluglärmbericht 2016
Umweltbericht 2014
Fluglärmbericht 2014
Fluglärmbericht 2013
Umweltbericht 2012
Fluglärmbericht 2012
Umweltbericht 2011
Gate 66 Frühjahr 2012
Gate 70 Sommer 2013
Gate 67 Herbst 2012
Gate 68 Winter 2012
Gate 69 Frühjahr 2013
Berlin Flughafen Brandenburg September Flughafengesellschaft Region Ludwigsfelde Zeit Raumnummern Informationen

News