Berlin ist mit rund 35,65 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Der gesamte Luftverkehr der deutschen Hauptstadtregion soll am Standort Schönefeld konzentriert werden. Dafür plant und baut die Flughafengesellschaft den Flughafen SXF zum Flughafen Berlin Brandenburg – kurz BER – aus. Das Terminal T1 des BER wird am 31. Oktober 2020 eröffnet.
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BER aktuell 05/2014

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Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg.

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→2 | BER aktuell → SPRINT zum BER Mai 2014 Liebe Nachbarn! Foto: Günter Wicker/Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Medien nicht über den BER berichten. Ein so lang anhaltendes Interesse haben nicht einmal Ereignisse wie Eurokrise oder Tsunami gefunden. Über so viel öffentliche Anteilnahme könnte man sich freuen – wenn die Tendenz nicht durchgängig negativ wäre. Dass mit Planung und Bau des BER einiges schief gelaufen ist, wissen wir seit langem. Es ist eine alte Volksweisheit, dass man die Zukunft nicht ohne Kenntnis der Geschichte gestalten kann. Inzwischen habe ich jedoch Zweifel, ob das uns bei der Fertigstellung dieses Großprojektes weiterhilft. Vor allem dann, wenn sich Ausschüsse in drei verschiedenen Parlamenten mit unterschiedlichen politischen Konstellationen mit der Aufarbeitung der Vergangenheit beschäftigen. Demokratisch gewählten Abgeordneten gebührt Respekt. Zumal zu deren vornehmsten Aufgaben die Kontrolle über die Verwendung von Steuergeldern gehört. Dass gilt ohne Wenn und Aber auch für den BER. Für die (nicht durch die Vorgänge in der Vergangenheit belastete) Geschäftsführung der Flughafengesellschaft ist es eine Selbstverständlichkeit, dafür alle Daten und Fakten zu liefern. Schwierig wird es jedoch, wenn es um Prognosen geht. Politiker fordern die Flughafengesellschaft immer wieder auf, den Endpreis für den BER zu nennen. Weil dieser Endpreis jedoch mit dem noch unbekannten Fertigstellungstermin zusammenhängt, können wir, wenn wir seriös bleiben wollen, bislang nur Hochrechnungen liefern. Die aber lassen dann Raum für Interpretationen und Spekulationen. Mit der Folge, dass man nahezu täglich in den Medien eine andere Summe lesen kann. Aus heißer Luft wird da schnell mal ein „Skandal“. Was übrigens nicht nur für die Kosten, sondern auch für den mutmaßlichen Fertigstellungstermin gilt. Unabhängig davon wird nicht mit guten Ratschlägen gespart. Wie etwa mit dem, die Baustelle BER, für die ja schon ein Milliardenbetrag ausgegeben wurde, still zu legen und daraus „irgendetwas“ anderes zu machen. Und dann den neuen Flughafen für Berlin und Brandenburg in Sperenberg zu bauen. Dort hätte man dann auch keinen Ärger mehr mit ruhebedürftigen Anwohnern, denn die gebe es dort ja kaum. Das mag ja sein. In Sperenberg gibt es aber bestimmt viele Frösche und Käfer, deren Schutzwürdigkeit manche Protagonisten noch höher einschätzen als die von Menschen. Fazit: Mediales Interesse bliebe uns weiter erhalten. Hartmut Mehdorn Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Editorial SPRINT zum BER Fortschritte bei der Entrauchung Alle aktuell erforderlichen Planungen sind vergeben Am 8. April 2014 stellte Prof. Dr. Jochen Großmann, Leiter Technik SPRINT BER, den Medien vor, welche Fortschritte es bei der Entrauchung am BER gibt. Die Entrauchung des Fluggastterminals ist und bleibt der kritische Pfad für die Gesamtinbetriebnahme des BER. Deshalb wurde im SPRINT-Projekt das Modul Entrauchung aufgesetzt. In einem ersten Schritt wurde ein grundsätzliches Lösungskonzept durch Experten, Planer, Sachverständige und übergeordneten Sachverständigen erarbeitet. Dieses sieht eine systematische Vereinfachung der Entrauchungsanlagen und eine Steuerung von Ventilatoren und Nachströmöffnungen aus einer Hand vor. Gleichzeitig werden alle sonstigen Mängel der bestehenden Entrauchungsanlage beseitigt. Das Bauordnungsamt hat seine grundsätzliche Akzeptanz für das erarbeitete Lösungskonzept bekundet. Alle zum gegenwärtigen Zeitpunkt benötigten Planungen für den Umbau der Entrauchung sind vergeben. Dazu gehören im Einzelnen die Prüffähige übergeordnete Planung (PüP) für die Entrauchung des Flugastterminals, die Ausführungsplanung für die Übergeordnete Steuerung (ÜSSPS) sowie die Ausführungsplanung für die Optimierung der mechanischen Entrauchung. Foto: Archiv Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Impressum Herausgeber Flughafen Berlin Brandenburg GmbH in Kooperation mit ELRO Verlagsgesellschaft mbH Eichenallee 8, 15711 Königs Wusterhausen ( +49 33 75 24 25 0 / www.elro-verlag.de Chefredaktion Ralf Kunkel, Vesa Elbe ( +49 30 6091-70100 V.i.S.d.P.: Ralf Kunkel, Vesa Elbe Verantwortlich für Anzeigen Jörg Kobs ( +49 175 167 43 38 j.kobs@elro-verlag.de Redaktion Jörg Kobs, Verena Heydenreich, Friederike Herold, Aleksandra Rudnik, Rosemarie Meichsner, Peter Lehmann, Jochen Heimberg, Oliver Kossler, Peter Hauptvogel, Christin Süß, Ralf Wagner, Sandro Kupsch, Ismeta Mustafić-Hasifić Manfred Tadra ( +49 33764 5059-61 m.tadra@elro-verlag.de Arbeitsrecht | Baurecht | Immobilienrecht | Mietrecht Potsdamer Platz 11 10785 Berlin Tel.: 030/25 89 40 47 Bahnhofstraße 7c 15711 Königs Wusterhausen Tel.: 03375/5 69 15 77 | www.akb-law.de

→3 | BER aktuell → SPRINT zum BER Mai 2014 SPRINT zum BER Das „Monster“ wird zerteilt Fehlgeplante Anlage 14 wird umgebaut Foto: Archiv Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Quelle: Archiv Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Die Anlage 14 musste vor dem Umbau ca. 50 Szenarien beherrschen, nach dem Umbau sind es nur noch 30. Der maximaler (Unter-)Druck in der Anlage betrug vor dem Umbau: ca. 2.200 Pa, nach dem Umbau nur noch 1.500 Pa. Als nächstes stehen in der Anlage Leckagemessungen an, um zu testen, wie dicht die Kanäle sind. Die technische Lösung der Anlage 17 sieht eine Abtrennung des oberen Kanalsystems und eine Rauchgasableitung von der Ebene 4 direkt über das Dach mit jeweils zwei unterschiedlichen Entrauchungsventilatoren im Nord- und Südbereich vor. Derzeit ist die Entwurfsplanung in Bearbeitung. Entrauchungsanlagen sind dazu da, im Brandfall eine rauchfreie Schicht herzustellen und so den Menschen die Flucht aus einem Gebäude zu ermöglichen. Am BER sollte die Entrauchungsanlage 14 diese Aufgabe in großen Teilen des Terminals übernehmen. Heißgasrauchversuche Ende 2012/Anfang 2013 haben allerdings gezeigt, dass die Anlage nicht so funktioniert wie gedacht. Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass die Anlage sowohl in sehr großen als auch sehr kleinen Räumen Rauch absaugen sollte und dabei zum Teil zusätzlich sehr lange Wege überwunden werden sollten. Aus heutiger Sicht muss die Entrauchungsanlage als Planungsfehler bewertet werden. Intern wird sie sogar das „Monster“ genannt, da sie zu komplex und nicht beherrschbar ist. Die Experten haben nun Wege gefunden, wie das Problem behoben werden kann. Die Anlage 14 wird wesentlich vereinfacht und Teile abgetrennt. Die oberen Stockwerke werden mit einer eigenen Anlage entraucht und der Rauch so auf kürzestem Weg direkt über das Dach abgesaugt. Eine wesentliche Neuheit ist der nun möglich gewordene Einsatz von Frequenzumformern. Diese wurden erstmalig in Deutschland in einer Entrauchungsanlage zugelassen und ermöglichen eine flexiblere Steuerung der Ventilatoren. Nur für kleinere Entrauchungsluftvolumenströme ist weiterhin eine gesonderte Lösung notwendig.

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