Berlin ist mit rund 35,65 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Der gesamte Luftverkehr der deutschen Hauptstadtregion soll am Standort Schönefeld konzentriert werden. Dafür plant und baut die Flughafengesellschaft den Flughafen SXF zum Flughafen Berlin Brandenburg – kurz BER – aus. Das Terminal T1 des BER wird am 31. Oktober 2020 eröffnet.
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BER aktuell 04/2014

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Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg

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→2 | BER aktuell → SPRINT zum BER April 2014 Liebe Nachbarn! Wenn Sie Besuch von Freunden oder Verwandten haben, fragt man Sie wahrscheinlich auch, wann denn nun endlich am BER geflogen wird. Die Situation ist ja nicht alltäglich: Da steht ein Flughafen, der fertig aussieht – und alle Welt fragt sich, wann er denn endlich fertig wird. Wer je ein Haus gebaut hat, kann vielleicht erahnen, wo der Hase im Pfeffer liegt: womöglich in den Bauvorschriften und deren korrekter Beachtung durch die Genehmigungsbehörden. Als ich vor einem Jahr die Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH übernahm, dachte ich zunächst, dass alles laufen würde, wenn wir die aufgelisteten Baumängel nur schnell genug beheben würden. Inzwischen ist mir die Sinnhaftigkeit der alten Volksweisheit bewusst geworden, die da lautet: „Wer aus dem Rathaus kommt, ist schlauer“. Damit wir uns nicht missverstehen: Ich will für die Verzögerungen bei der Fertigstellung des BER keinesfalls die Genehmigungsbehörden verantwortlich machen. Die haben ja das gleiche Problem wie wir: Impressum Herausgeber Flughafen Berlin Brandenburg GmbH in Kooperation mit ELRO Verlagsgesellschaft mbH Eichenallee 8, 15711 Königs Wusterhausen ( +49 33 75 24 25 0 / www.elro-verlag.de Chefredaktion Ralf Kunkel, Vesa Elbe ( +49 30 6091-70100 Foto: Günter Wicker/Flughafen Berlin Brandenburg GmbH nämlich das deutsche Baurecht. Mal abgesehen davon, dass es in jedem Bundesland und nicht selten sogar von Stadt zu Stadt unterschiedliche Regeln gibt, ist dieses Baurecht total überfrachtet. Es wird ständig durch neue Vorschriften und Normen ergänzt, so dass daraus ein Wust geworden ist, der dringend entrümpelt werden müsste. Großprojekte wie der BER sind deshalb kaum noch durchführbar. So sind nach dem Düsseldorfer Flughafenbrand die Brandschutzvorschriften in fast unerreichbare Höhen hochgeschraubt worden. Ein Beispiel: Wir haben im Terminal eine voll redundante Sprinkleranlage. Beim Ausfall der Hauptanlage springt also die Ersatzanlage ein. Jetzt müssen wir für doppelte Redundanz sorgen – und das in einem fast fertigen Gebäude. Ständig ereilen uns neue Vorschriften oder Vollzugshinweise. Uns war klar, dass wir für den Schallschutz betroffener Anwohner sorgen müssen, doch nun sollen wir auch noch Lüftungskonzepte für die Häuser erstellen. Mit dem Ergebnis, dass der Schallschutz eben erst später kommt. Dieses Problem hindert uns jetzt auch daran, die nördliche Start- und Landebahn in Schönefeld zu sanieren. Denn auf der seit zwei Jahren fertig gestellten Südbahn darf erst geflogen werden, wenn die neuen Auflagen erfüllt sind. Ein Freund aus Frankreich kommentierte das kürzlich so: „Überall auf der Welt ist erlaubt, was nicht verboten ist. In Deutschland ist verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.“ Hartmut Mehdorn Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH V.i.S.d.P.: Ralf Kunkel, Vesa Elbe Verantwortlich für Anzeigen Jörg Kobs ( +49 175 167 43 38 j.kobs@elro-verlag.de Editorial Redaktion Jörg Kobs, Verena Heydenreich, Friederike Herold, Aleksandra Rudnik, Rosemarie Meichsner, Peter Lehmann, Jochen Heimberg, Oliver Kossler, Peter Hauptvogel, Christin Süß, Ralf Wagner, Sandro Kupsch, Ismeta Mustafić-Hasifić Manfred Tadra ( +49 33764 5059-61 m.tadra@elro-verlag.de SPRINT zum BER Bauarbeiten Aktuell Feuerwache Ost Feuerwache Ost mit Einsatzfahrzeugen der Flughafenfeuerwehr Das Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spree hat am 12. März die Abschlussbegehung in der Feuerwache Ost durchgeführt. Das Gebäude ist fertiggestellt und wurde zur Nutzung freigegeben. Die Feuerwache Ost hat neben drei Fahrzeughallen für insgesamt 14 Einsatzfahrzeuge auch einen Sportraum für die Mannschaft und eine Werkstatt, in der Feuerlöscher selbst gewartet und befüllt werden. Pier Nord Sanierung der Kabeltrassen Das Pier Nord hat wieder eine Hürde genommen. Eine weitere Genehmigung des Bauordnungsamtes LDS liegt vor. Zudem sind die Sachverständigenbegehungen gestartet. Wichtige Wegmarken der kommenden Wochen sind der Abschluss der Deckenhohlraumsanierung in der Ebene U1 sowie die Fertigstellung der Brandfallsteuermatrix. Arbeitsrecht | Baurecht | Immobilienrecht | Mietrecht Potsdamer Platz 11 10785 Berlin Tel.: 030/25 89 40 47 Bahnhofstraße 7c 15711 Königs Wusterhausen Tel.: 03375/5 69 15 77 | www.akb-law.de Foto: Alexander Obst/Marion Schmieding 2013 Foto: FBB/Günter Wicker

→3 | BER aktuell → SPRINT zum BER April 2014 Schallschutzprogramm BER Schallschutzprogramm BER Bestandsaufnahmen In der letzten Ausgabe der BER aktuell haben wir Sie darüber informiert, welche Ortslagen von einer temporären Nutzung der Südbahn betroffen sind. Die Vorgabe der zuständigen Genehmigungsbehörde lautet, dass die dortigen Antragsteller spätestens sechs Monate vor Nutzung der Südbahn ihre Anspruchsermittlungen erhalten haben müssen. Wir von der FBB arbeiten mit Hochdruck daran, diese Vorgabe zu erfüllen. Deswegen konzentrieren sich die Auch Sie wollen in der BER aktuell werben? Infos unter: j.kobs@elro-verlag.de Tel. 0175 167 43 38 beauftragten Ingenieurbüros derzeit komplett auf die Bestandsaufnahmen im Bereich der Südbahn und sind in den dortigen Ortslagen, also z.B. in Blankenfelde, Waltersdorf, Eichwalde und Karolinenhof, unterwegs. So können wir die Kapazitäten der Ingenieurbüros optimal nutzen und die Arbeitsabläufe effektiv gestaltet. Die Bearbeitung der übrigen Antragsverfahren erfolgt nachgelagert, nur so können wir die Vorgaben der Genehmigungsbehörde termingerecht erfüllen. Zahlreiche Bestandsaufnahmen sind bereits erfolgt, mehrere tausend werden in den nächsten Monaten noch folgen. Wir möchten Sie daher informieren, wie eine solche Bestandsaufnahme abläuft. Zunächst informieren wir Sie per Schreiben und teilen Ihnen mit, welches Ingenieurbüro für Sie zuständig ist. Das Ingenieurbüro meldet sich dann bei Ihnen, um einen Termin für die Bestandsaufnahme zu vereinbaren. Die Bestandsaufnahme dauert etwa zwei Stunden. Sie bildet die Grundlage, um später ermitteln zu können, welche Maßnahmen für Ihr Objekt erforderlich sind, um Sie vor Schall zu schützen. Bei der Bestandsaufnahme begutachtet das Ingenieurbüro insbesondere die Außenwände, Fenster, Decken und Dächer. Dabei wird festgestellt, wie groß die Fläche der Außenwände, Fenster, Decken und Dächer ist und aus welchen Materialien diese bestehen. So kann später berechnet werden, ob bzw. welche Schallschutzmaßnahmen erforderlich sind. Sollte Ihr Objekt bauliche Besonderheiten aufweisen, wie z.B. Fenster aus speziellem Material oder einen Kamin, kann das Einfluss auf den erforderlichen Schallschutz haben. Daher dokumentiert das Ingenieurbüro solche baulichen Besonderheiten gerne mithilfe von Fotos. Selbstverständlich werden diese Fotos nur mit Ihrem Einverständnis erstellt. Neben der Dokumentation der vorhandenen Flächen und verwendeten Materialien wird auch die Nutzung der Räume dokumentiert. So kann festgestellt werden, welchen Raum Sie als Ihr Schlafzimmer nutzen. Das ist wichtig um festzulegen, für welchen Raum Sie Anspruch auf den Einbau eines Lüfters haben. Auf Grundlage der Bestandsaufnahme wird für Ihr Objekt individuell berechnet, welche Schallschutzmaßnahmen erforderlich sind. Für diese individuelle Berechnung können verschiedene Unterlagen, wie z. B. Baupläne oder Baubeschreibungen, hilfreich sein. Wir wären Ihnen daher dankbar, wenn Sie dem Ingenieurbüro solche Unterlagen bei Bedarf zur Verfügung stellen. Sobald das Ingenieurbüro die für Ihr Objekt individuellen Schallschutzmaßnahmen und Kosten berechnet hat, können wir feststellen, ob für Ihr Objekt eine schallschutzbezogene Verkehrswertermittlung notwendig ist. Sollte dies der Fall sein, teilen wir Ihnen das in einem Schreiben mit. Informationen zu der schallschutzbezogenen Verkehrswertermittlung möchten wir Ihnen in der nächsten Ausgabe vorstellen. → Kontakt: Sollten Sie weitere Fragen zum Schallschutzprogramm haben, stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schallschutzteams am Anwohnertelefon zur Verfügung. Sie erreichen das Schallschutzteam von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Unter dieser Telefonnummer können auch Termine für ein persönliches Gespräch vereinbart werden. Die Karte zum Download finden Sie im Nachbarschaftsportal http://nachbarn.berlinairport.de Anwohnertelefon Schallschutz ( +49 30 6091-73500

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