Berlin ist mit rund 35,65 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Der gesamte Luftverkehr der deutschen Hauptstadtregion soll am Standort Schönefeld konzentriert werden. Dafür plant und baut die Flughafengesellschaft den Flughafen SXF zum Flughafen Berlin Brandenburg – kurz BER – aus. Das Terminal T1 des BER wird am 31. Oktober 2020 eröffnet.
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BER aktuell 02/2015

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Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg

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→ 6 | BER aktuell → Nachbar Flughafen Februar 2015 Umlandarbeit Rückblick 2014 Gesellschaftliches Engagement im Flughafenumland In den letzten Ausgaben der BER aktuell haben wir Ihnen regelmäßig bereits einige unserer Projekte in der Region näher vorgestellt. Diese bildeten jedoch nur einen kleinen Teil des Gesamtengagements für unsere Region im vergangenen Jahr ab. Darüber hinaus konnten wir als verantwortungsvoller Nachbar 2014 zahlreiche weitere Kooperationen mit Vereinen und Kitas rund um den BER fortsetzen und zum Teil ausbauen. So war es uns möglich, insgesamt mehr als 100 Projekte aus verschiedenen Bereichen finanziell oder mit Sachmitteln zu unterstützen. Die Förderung beschränkte sich ausschließlich auf den Nachwuchsbereich. Das Portfolio dabei ist jedoch vielfältig. Projekte im sportlichen Bereich nahmen 2014 erneut den größten Anteil ein. Genutzt wurde das Geld für Trikots, neue Geräte, Pokale oder Trainingslageraufenthalte. Nahezu jede Sportart ist vertreten. Das zeigt, wie facettenreich die Möglichkeiten im Freizeitbereich in der Region Berlin- Brandenburg sind. Dennoch kam die Unterstützung auf dem Gebiet von Kultur und Soziales nicht zu kurz. Zahlreiche Schulen, Kitas oder Horteinrichtungen freuten sich ebenso über Unterstützung. Hier wurden die Mittel für neue Musikinstrumente, internationale Schulprojekte, neue Klettermöglichkeiten oder multimediale Projekte verwendet. Weiterhin ermöglichten wir durch unsere Kulturpatenschaften zahlreichen Gruppen oder Klassen kostenlose Theaterbesuche oder den Besuch einer Puppentheatervorstellung Schallschutzprogramm BER direkt vor Ort. Wir danken all unseren Partnern für ein erfolgreiches vergangenes Jahr und freuen uns auf weitere spannende gemeinsame Projekte 2015. Erfolgreiche Umsetzung Schallschutz für die Schule am Buntzelberg Zahlreiche Lehrer, Handwerker, Elternvertreter und Mitarbeiter der Flughafengesellschaft waren am Abend des 19. Januar einer Einladung der Schule am Buntzelberg in Berlin-Bohnsdorf gefolgt. Schulleiterin Cornelia Flader nutzte die Gelegenheit, um allen Verantwortlichen und Beteiligten für die erfolgreiche Umsetzung der Schallschutzmaßnahmen an der Schule zu danken. In der rund achtmonatigen Bauphase wurde in der Schule in 31 Räumen, 4 Fluren und 2 Treppenhäusern gearbeitet. Währenddessen wurden 2,5 Kilometer Kabel und 850 Meter Lüftungskanäle verlegt, hinzu kamen 5.300 m² frisch gestrichene Wände und weitere 3.000 m² Trockenbaumaßnahmen. Um den Schulbetrieb nicht unnötig zu stören, wurden die Baumaßnahmen vor allem in der unterrichtsfreien Ferienzeit durchgeführt. Dann waren bis zu 30 Handwerker gleichzeitig im Einsatz, um Die Kooperation mit unserem langjährigen Partner SC Eintracht Miersdorf Zeuthen konnte im vergangenem Jahr ebenfalls fortgeführt werden. Der Verein zeichnet sich durch eine umfangreiche und hervorragende Nachwuchsarbeit aus. Freude über die umfangreichen Schallschutzmaßnahmen an der Schule am Buntzelberg, v.l.n.r.: Cornelia Flader (Schulleiterin), Ralf Wagner (Leiter Schallschutz), Peter Lehmann (Schallschutzbeauftragter), Annette Bartel (FBB) → Kontakt Rosemarie Meichsner, Umlandbeauftragte pr@berlin-airport.de Tel.: 030 6091-70720 © visitBerlin / Wolfgang Scholvien Quelle: Simone Kruppe zügig voranzukommen. Allen Beteiligten gelang es, die kleineren und größeren Herausforderungen gemeinsam und auf kurzem Wege zu lösen. Die Flughafengesellschaft möchte sich daher bei den Vertretern der Schule und den beteiligten Handwerkern für die konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit bedanken. Zahlreiche Besondere Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten oder Einrichtungen zum Betreuten Wohnen werden von der Flughafengesellschaft im Rahmen des Schallschutzprogramms BER geschützt. Derzeit haben 42 Einrichtungen einen Antrag auf Schallschutzmaßnahmen gestellt, weitere Anträge aus den Anspruchsgebieten des BER nimmt die Flughafengesellschaft gerne entgegen. Diese können direkt an die Flughafengesellschaft, Abteilung Schallschutz, gerichtet werden.

→7 | BER aktuell → Nachbar Flughafen Februar 2015 Sport Wir wollen die Spiele Kommt Olympia in die Region Dressurreiten vor dem Neuen Palais in Potsdam, Golf in Bad Saarow oder Segelregatta auf dem Beetzsee an der Havel. In knapp zehn Jahren könnten diese attraktiven Plätze in Brandenburg zu olympischen Wettkampfstätten werden. Denn Berlin will 2024 die Olympischen Spiele ausrichten und nicht nur in der Hauptstadt würde dann nach Gold, Silber und Bronze gejagt werden. Zugegeben: Bis es so weit sein könnte, ist es noch ein langer Weg. Zusammen mit Berliner Unternehmen wie visitBerlin, der BVG und anderen unterstützt die Flughafengesellschaft aber schon jetzt eine mögliche Bewerbung der deutschen Hauptstadt. Das Logo der Initiative „Wir wollen die Spiele. Berlin für Olympia“ ist während der Olympia-Aktionswochen (23. Januar bis 8. Februar 2015) zum Beispiel am Flughafen Tegel auf Postern und Bannern zu sehen. Die FBB signalisiert damit: Berlin kann Olympia! Ob Berlin oder Hamburg als deutsche Bewerberstadt für die Olympischen Spiele in knapp zehn Jahren ins Rennen geht, entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am 21. März 2015. Eine im Herbst dieses Jahres geplante Volksbefragung soll dann endgültig klären, ob auch die Berlinerinnen und Berliner für Olympia 2024 in der Hauptstadt sind. Eine breite Zustimmung innerhalb der Bevölkerung ist Bedingung für die Vergabe der Spiele durch das Internationale Olympische Komitee (IOC). Die → Kerosin ablassen – Nur im Notfall! USA haben sich schon für eine Bewerberstadt entschieden und Boston (650.000 Einwohner) ausgewählt. Kaum ein Gerücht hält sich im Zusammenhang mit dem Luftverkehr so hartnäckig wie das des Kerosinablassens vor der Landung. Das Missverständnis hat seine Ursache möglicherweise in sichtbaren Verwirbelungen, die vor allem bei feuchtem Wetter hinter den Tragflächen zu sehen sind. Sie bestehen aus Kondenswasser und enthalten kein Kerosin. In Notsituationen oder bei technischen Störungen kann jedoch ein dosiertes Ablassen von Kerosin erforderlich sein. Über eine entsprechende Technik verfügen nur Langstreckenflugzeuge. Ein Einsatz erfolgt, um das maximal zulässige Landegewicht zu erreichen. Dabei handelt es sich um einen absoluten Ausnahmefall, der zuvor von der Deutschen Flugsicherung (DFS) genehmigt werden muss. In der Regel erfolgt der Treibstoffablass in einer Höhe zwischen vier und acht Kilometern über einem von der DFS zugewiesenem, nicht oder dünn besiedeltem Gebiet bei einer Fluggeschwindigkeit von mindestens 500 km/h. Das Kerosin wird dabei zu einem feinen Nebel verwirbelt, dessen Tröpfchen zum weitaus größten Teil verdampfen und durch die Strahlungsenergie der Sonne in Wasser und Kohlendioxid umgewandelt werden. Eine Schadstoffbelastung am Boden ist nicht nachweisbar. Die Deutsche Flugsicherung registriert jährlich rund 40 Vorkommnisse in Deutschland, in denen das Ablassen von Kerosin zugelassen wird. In den vergangenen sechs Jahren kam es in Brandenburg zweimal zum Kerosinablass über nicht besiedeltem Gebiet in großer Höhe. © visitBerlin / Wolfgang Scholvien Mein Arbeitsplatz am Flughafen Clemens Pott Diesmal: Clemens Pott, Sachgebietsleiter für Einsatzmanagement und Logistik bei dem Deutschen Roten Kreuz am Flughafen Schönefeld. Clemens Pott arbeitet als Sachgebietsleiter bei dem DRK. Nur einer von vielen spannenden Arbeitsplätzen, an denen sich Flughafenluft schnuppern lässt. Mein Arbeitsalltag: „Gemeinsam mit meinen Kollegen organisiere ich die Beschaffung und den Transport von Hilfsgütern bzw. Nothilfeeinheiten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das DRK unterhält eigens ein Logi stik zentrum am Flughafen Berlin-Schönefeld, wo auf 17.800 Quadratmetern rund 300 Tonnen Hilfsgüter lagern, darunter ein mobiles Krankenhaus, zwei Gesundheitsstationen, Einheiten zur Trinkwasseraufbereitung, eine mobile Leitstelle. All das kann im Falle einer Katastrophe, egal wo auf der Welt, innerhalb von Stunden dorthin geflogen werden, wo es gebraucht wird. So startete das DRK etwa im November vergangenen Jahres, unmittelbar nachdem der verheerende Taifun Haiyan über die Philippinen hinweggezogen war, zwei Hilfsflüge in das Katastrophengebiet. Mitte Juni haben wir einen Hilfsgüterkonvoi, bestehend aus 9 Fahrzeugen, von Schönefeld in die Ukraine geschi ckt. Am 4. November 2014 startete der erste Hilfsflug nach Sierra Leone ab Berlin-Schönefeld.“ Mein Weg in den Beruf: „Nach dem Studium der Elektrotechnik, war i ch im Anschluss mehrere Jahre im Ausland für das DRK tätig. Seit 2002 bin i ch hauptamtli ch im Generalsekretariat des DRK beschäftigt. Zunächst war i ch als Projektleiter für Wiederaufbaumaßnahmen nach der Flut 2002 zuständig, dann folgten verschiedene Stationen im Team Katastrophenmanagement. Heute bin i ch als Sachgebietsleiter für Einsatzmanagement und Logi stik zuständig.“ Tätigkeit: Unter anderem: Zuständig für die Internationale Beschaffung (Ausschreibung), die Transportabwicklung (Import-Export), Abstimmung mit den anderen Hilfsorganisationen sowie die Aus- und Fortbildung. Voraussetzungen: Unter anderem: Flexibilität im Job, um in sich kurzfristig ändernden Situationen flexibel zu agieren und auch zu reagieren; Wunsch, Menschen zu helfen; Freude an internationaler Zusammenarbeit, gute Fremdsprachenkenntnisse → Wer sich für einen Job bei der DRK interessiert, findet alle aktuellen Stellenausschreibungen unter www.drk.de/ ueber-uns/stellenboerse/; aktuelle Stellenausschreibungen an den Flughäfen Schönefeld, Tegel und am BER unter www.berlin-airport.de > Unternehmen > Jobs & Karriere. Quelle: vonWesterholt / DRK

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