Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2017 wurden an den Flughäfen rund 33,3 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Schallschutzfibel

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Eine Zusammenfassung der Grundlagen und Prozesse des Schallschutzprogramms BER in leicht verständlicher Form mit zahlreichen Tipps und Hinweisen zur Umsetzung der Schallschutzmaßnahmen.

→ 46 | Glossar

→ 46 | Glossar umgesetzt werden. Daraufhin wurden keine weiteren Kostenerstattungsvereinbarungen, sondern nunmehr Anspruchsermittlungen (ASE) an die Eigentümer versendet. Für Gebäude im Nachtschutzgebiet sind die seinerzeit versendeten Kostenerstattungsvereinbarungen nach wie vor gültig, da das Urteil des Oberverwaltungsgerichts nur das Schutzniveau im Tagschutzgebiet betraf. Eine Neubearbeitung der Kostenerstattungsvereinbarungen im Nachtschutzgebiet ist somit nicht notwendig. Module Das Schallschutzprogramm BER bietet eine Reihe von Modulen an, um den Anwohnern die Umsetzung der Schallschutzmaßnahmen zu erleichtern. Die Module sind Zusatzregelungen, die über die rein rechtlichen Verpflichtungen der FBB hinausgehen können. Die Module werden in dieser Schallschutzfibel ab Seite 17 vorgestellt. Sie können einzeln und in Kombination zueinander beantragt werden und sollen dabei helfen, Komplexität und Eingriffe in die Bausubstanz zu minimieren. Schallschutzbezogene Verkehrswertermittlung (SVWE) Im Rahmen des Schallschutzprogramms BER werden neben der Ermittlung der erforderlichen Schallschutzmaßnahmen auch mehrere tausend schallschutzbezogene Verkehrswerte ermittelt. Dies geht auf eine Regelung in der Planfeststellung zurück. Diese Regelung besagt, dass für Gebäude anstelle der Erstattung der baulichen Schallschutzmaßnahmen eine Entschädigungszahlung erfolgt, wenn die Kosten der erforderlichen baulichen Schallschutzmaßnahmen mehr als 30 Prozent des Verkehrswertes von Grundstück und Gebäude mit zu schützenden Räumen betragen. Die schallschutzbezogene Verkehrswertermittlung unterscheidet sich von einer Verkehrswertermittlung zu Verkaufszwecken aufgrund des Bewertungsgegenstandes, der das Grundstück und die Gebäude mit zu schützenden Räumen betrachtet. Nicht betrachtet werden demzufolge Gebäude, die zwar auf dem Grundstück stehen, in denen sich aber keine zu schützenden Räume befinden, wie z. B. Garagen oder Scheunen. Um diesen Unterschied von vornherein deutlich zu machen, hat die FBB die Bezeichnung schallschutzbezogene Verkehrswertermittlung gewählt. Weiterführende Informationen bietet das Nachbarschaftsportal der FBB mit dem Leitfaden schallschutzbezogene Verkehrswertermittlung. Schallschutzmaßnahmen Übliche Schallschutzmaßnahmen sind Schallschutzfenster, Schalldämmungen

Glossar | 47 ← sowie Schalldämmlüfter. Die verschiedenen Schallschutzmaßnahmen werden in dieser Schallschutzfibel ab Seite 9 vorgestellt. Schutzniveau/Schutzziel Das Schutzniveau oder auch Schutzziel beschreibt die Anforderungen an die Schallschutzmaßnahmen im Schallschutzprogramm BER. Im Tagschutzgebiet lautet das Schutzziel, dass 55 Dezibel im Rauminneren bei geschlossenem Fenster weniger als einmal in den sechs verkehrsreichsten Monaten überschritten werden dürfen. Im Nachtschutzgebiet lautet das Schutzziel, dass 55 Dezibel bei geschlossenem Fenster nicht mehr als sechsmal pro Nacht überschritten werden dürfen. Die FBB ermittelt für jedes einzelne Gebäude innerhalb der Anspruchsgebiete, welche Schallschutzmaßnahmen erforderlich sind, um die vorgegebenen Schutzziele einzuhalten. Das Ergebnis erhalten die Eigentümer in einer individuellen Anspruchsermittlung. Wandaußendämmung Im Rahmen des Schallschutzprogramms BER sieht die Flughafengesellschaft keine Wandaußendämmungen vor. Hauptgrund hierfür ist, dass die Flughafengesellschaft für den Schutz anspruchsberechtigter Räume aufkommt und die Schallschutzmaßnahmen daher raumbezogen ermittelt werden. Eine ebene Dämmung von außen wäre daher in den allermeisten Fällen nicht möglich, da sich hinter einer Außenfassade zumeist Räume mit unterschiedlichen Schutzansprüchen befinden. Hinzu kommt, dass nach Kenntnis der Flughafengesellschaft sowie zahlreicher Baufirmen nachweisbar ausreichend schalldämmende Wandaußendämmungen, die den hohen Anforderungen des Schutzniveaus im Tagschutzgebiet genügen, derzeit nur für sehr wenige, spezielle Wandaufbauten möglich sind. Die Flughafengesellschaft greift daher grundsätzlich auf Wandinnendämmungen zurück. Anwohner können sich mit ihrer Baufirma aber auf eine Dämmung von außen verständigen. Sollte die Baufirma der FBB Nachweise vorlegen können, die belegen, dass das Schutzniveau durch diese Außendämmung eingehalten wird, beteiligt sich die FBB an den Kosten bis zum Betrag, der für die Wandinnendämmung vorgesehen war. Zusatzregelungen Mit den Zusatzregelungen bietet die FBB den Anwohnern verschiedene Module an, die die Umsetzung der Schallschutzmaßnahmen erleichtern und über die rein rechtlichen Verpflichtungen hinausgehen können. Die Zusatzregelungen werden in dieser Schallschutzfibel ab Seite 17 vorgestellt.

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