Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Das Nachbarschaftsmagazin für die Flughafenregion.

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22 ANZEIGEN Am Boden und an Bord: Berufe im Luftverkehr bieten eine spannende Arbeitsatmosphäre Dass der Luftverkehr aktuell eine schwere Zeit erlebt, ist nicht von der Hand zu weisen. Doch wer mit ausgebildeten Servicekaufleuten im Luftverkehr (SKILs) spricht, stellt fest: Die Begeisterung für den Beruf ist groß. „Einmal Luftverkehr, immer Luftverkehr“, heißt es dann. Und schnell erfährt man, was den Profis an ihrem Job so gut gefällt: Die Abwechslung, die Kolleginnen und Kollegen, der Umgang („wie eine kleine Familie“), ja sogar der Anfahrtsweg sind nur einige der Stichworte, die dann fallen. Und natürlich das Fazit: „Man fährt jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit“. Kein Wunder, denn als Multitalente sind SKiLs überall tätig, z. B. bei der Abfertigung von Flugzeugen, im Terminalmanagement, am Check-In, als Ramp Agents oder in den kaufmännischen Abteilungen (Personal, Marketing oder Einkauf) der Flughäfen, Abfertigungsgesellschaften und Airlines. Auch Bodenstewards sind vielseitig einsetzbar: Ob in der Fluggast- oder Gepäckabfertigung, im Passagierverkehr oder im Frachtverkehr, am Ticketcounter oder an der Flughafeninformation. Die unvergleichliche Arbeitsatmosphäre ist immer Teil des Jobs. Vielleicht gibt es neben dem breiten Aufgabenspektrum eine weitere Erklärung für den besonderen Reiz, am Flughafen zu arbeiten: Nämlich das gute Gefühl, auch am Boden reale Verbindungen in die weite Welt zu ermöglichen. Neugierig geworden? Die Schule für Tourismus Berlin bietet geförderte Umschulungen und Weiterbildungen an – Termine und Details unter: www.sft.berlin. der ber ist eröffnet – wir schulen sie dafür! Kfz-Versicherung? Jetzt wechseln und sparen! BIS ZU 30 % MIT DEM TELEMATIK- TARIF SPAREN TARIF SPAREN 10 % START-BONUS GARANTIERT! © Hugo Maes | Dreamstime.com Termine auf der WebsiTe servicekauffrau/-mann im lufTverkehr (ihk) bodensTeWard/-ess Ȅ 100% förderfähig Ȅ Zertifizierter Abschluss Ȅ Individuelle Betreuung JeTzT informieren und anmelden: WWW.sfT.berlin Mit der günstigen Kfz-Versicherung fahren Sie immer gut. Wir bieten Ihnen diese Vorteile: Niedrige Beiträge Top-Schadenservice Beratung in Ihrer Nähe Mit dem Telematik-Tarif * 10 % Start-Bonus garantiert – und bis zu 30 % Folge-Bonus möglich Kündigungs-Stichtag ist der 30.11. Wir freuen uns auf Sie. * Mehr Informationen erhalten Sie von Ihre/m Berater/in und unter HUK.de/telematikplus Kundendienstbüro Rainer Frommhold Tel. 030 6252086 rainer.frommhold@HUKvm.de Buschkrugallee 53, 12359 Berlin Mo., Di., Do. 9.00–13.00 Uhr und 14.00–18.00 Uhr Mi., Fr. 9.00–15.00 Uhr Kundendienstbüro Marcus Antonio Keskin Tel. 030 65265533 marcusantonio.keskin@HUKvm.de Kietz 3, 12557 Berlin Mo.–Fr. 9.00–13.00 Uhr Mo., Di., Do. 15.00–18.00 Uhr Kundendienstbüro Rainer Gutzeit Tel. 03375 566255 rainer.gutzeit@HUKvm.de Cottbuser Str. 3 15711 Königs Wusterhausen Mo., Di., Do. 11.00–18.00 Uhr Mi. 11.00–15.00 Uhr Fr. 11.00–13.00 Uhr Idyllisches Wohnen vor den Toren Berlins Moderne Mietwohnungen im Erstbezug für Jung und Alt. In unmittelbarer Nähe zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) - Am Lückefeld 23-39 in Blankenfelde-Mahlow entstehen 126 Mietwohnungen, die sich auf 9 moderne Häuser verteilen. • 1-, 2- und 3-Zimmer • Wohnungen im EG barrierearm • alle Wohnungen mit Terrasse oder Balkon +49 (30) 884593-886 I www.allod.de/lueckefeld Ein Projekt der Vermietung durch Nachbarn BER-Sonderausgabe

23 Langer Atem Teil 3 Über viele Jahre hinweg haben Udo Haase, Uwe Malich und Lutz Franzke als Bürger meister ihrer Kommunen die Entwicklung der Flughafenregion im Regionalen Wachstumskern „Schönefelder Kreuz“ aktiv mitgestaltet. Nachbarn wollte von ihnen wissen, welche Gedanken sie persönlich zur BER-Eröffnung bewegen. Aufnahme von 2017 Was lange währt, wird gut. Von Dr. Udo Haase (Bürgermeister Schönefeld a. D.) Endlich! Die Eröffnung unseres Flughafens BER wurde Wirklichkeit. Im Zuge der Planung des gesamten Flughafenumfeldes stimmten sich Städte, Gemeinden, Berliner Stadtbezirke, der Landkreis und die Gemeinsame Landesplanungsabteilung und natürlich die Flughafengesellschaft FBB ab, um Ansiedlungen, den Wohnungsbau, Infrastrukturmaßnahmen, Bil dungs- und Kultureinrichtungen gut zu koordinieren. Dabei spielte der Regionale Wachstumskern „Schönefelder Kreuz“ eine besondere Rolle. Die beispielhafte und effektive Abstimmung und Zusammenarbeit mit Königs Wusterhausen und Wildau brachte nicht nur die Gemeinde Schönefeld spürbar voran, sondern davon konnten auch andere Nachbarkommunen profitieren. Besonders wichtig für die weitere „Schön, dass es nun endlich losgeht!“ Entwicklung des Flughafenumfeldes waren und sind für die Schönefelder Gemeinde die Kooperationsabkommen mit Treptow-Köpenick, Neukölln und der Flughafengesellschaft FBB. Auf dieser Grundlage wird die bisherige dynamische Entwicklung, trotz der schmerzhaften Verspätung der BER-Eröffnung, insgesamt eine rasante Fortsetzung finden. Die Inbetriebnahme des BER wird in den nächsten Jahren nicht nur für Schönefeld, sondern für die gesamte Region riesige Chancen bieten, trotz gegenwärtiger Covid-19 Hemmnisse. Die Bürgerinnen und Bürger in unserer Region werden in Zukunft durch den Flughafen mit mehr Lärm und Verkehr belastet. Doch diese Lasten werden durch neue Firmenansiedlungen, lukrative Arbeitsplätze, gute Wohnungsangebote, interessante Freizeit- und moderne Sportstätten, attraktive Bildungs- und Kulturangebote mehr als wettgemacht und letztendlich werden die wirtschaftlichen, finanziellen, materiellen, kulturellen und bildungspolitischen Vorteile überwiegen. Auch wenn ich nicht mehr als amtierender Bürgermeister den Start des BER erleben konnte, ist die Freude über die Einweihung dieses Flughafens sehr groß! Schön, dass es nun endlich losgeht! Was lange währt, wird gut? Von Dr. Uwe Malich (Bürgermeister Wildau a. D.) Um den Jahreswechsel 1989/90 begann Westberlin, sich um einen neuen Großflughafen für Berlin (und Brandenburg) zu bemühen. Die DDR hatte erste Planungen dazu bereits Ende der 50er Jahre gemacht. Und nun ist er fertig geworden. Er hat eine lange Vorgeschichte und eine lange Geschichte. Er wurde landesweit mit viel Spott und Häme bedacht. So viele Rückschläge und Fehler gab es. Selbst die Gäste waren zwischendurch schon einmal zur Eröffnung eingeladen. „Er hat eine lange Vorgeschichte und eine lange Geschichte.“ Technisch wird nun wohl (fast) alles gut funktionieren, glaube ich. Aber die Alt-Schulden des Flughafens sind eine schwere Hypothek. Da hat die Flughafengesellschaft Glück, dass sie drei starke Gesellschafter hat. Volkswirtschaftlich wird der Flughafen – zunächst noch behindert durch die Coronavirus bedingte Krise – ein großer Erfolg für Berlin und Brandenburg werden. Auch die Westberliner werden Berlin­ Schönefeld, den Standort des BER, entdecken. Wie vor über 100 Jahren Wildau, das damals in Berlin bei vielen Fachkräften noch als „Sibirien“ galt. Natürlich, Schönefeld und Wildau liegen, von Berlin aus betrachtet, auf dem Weg nach Sibirien, jedenfalls am Anfang des Weges. Ein Nachteil des Flughafens ist die relativ dichte Besiedlung seines Umfeldes und damit die Lärmbelastung für viele Bürgerinnen und Bürger. Zur aktuellen infrastrukturellen Anbindung des Flughafens gibt es unterschiedliche Expertenmeinungen. Ich wünsche mir auf jeden Fall eine U-Bahnanbindung des Flughafens an Berlin und ein dichtes ÖPNV-Netz. Profitieren wird von der Eröffnung auf jeden Fall die Region. Unter nehmen werden sich ansiedeln. Arbeitskräfte werden kommen. Sie brauchen Wohnungen/Häuser. Natürlich brauchen sie auch genug Lohn, um ihre Miete oder ihren Kredit jeden Monat zu bezahlen. Schauen wir mal. Vom Zentralflughafen zum BER Von Dr. Lutz Franzke (Bürgermeister Königs Wusterhausen a.D.) Unsere Familie ist generationsübergreifend flughafen-affin. Mein Vater war bis zur Abwicklung der Interflug durch die Treuhand „Operativer Einkäufer“ bei der Materialwirtschaft im Südteil des Zentralflughafens Schönefeld. Ich war ab 2000 LDS-Flughafenbeauftragter von Landrat Wille, dabei bis 2004 auch mit ihm wiederholt Zielscheibe der Flughafengegner im BBI-Planfeststellungsverfahren, konnte danach aber positiv die Umsiedlung von Diepensee begleiten. Mein Sohn ist seit mehreren Jahren Mitarbeiter der FBB. Meine erste Erinnerung an Schönefeld ist fast 60 Jahre alt, als mein Vater mir und meinem Bruder einen 15-minütigen Rundflug mit Start und Landung in Schönefeld zum Kindertag schenkte. Der Flug war wenig berauschend, die IL-14 durchnebelt von Erbrochenem des Vorfluges, es war diesig, und ich war damals einfach noch zu klein, um überhaupt einen guten Blick aus der Kabine auf das Dahmeland und den Müggelturm zu erhaschen. „BER – vergiss die echten Nachbarn nicht!“ Die späteren Flüge waren entschieden besser, wie 1976 mit der IL-62 als Student nach Westafrika, in den Achtzigern über Lagos nach Maputo und ab 1990 auch oft und gern privat und dienstlich in die große Welt. Beruflich die intensivste Zeit für mich waren aber die atemberaubenden, oft tagelangen Sitzungen in der Fluglärmkommission, Flugrouten-Demos und das Dialogforum zwischen Oktober 2009 und März 2018. Trotz der besonders guten Zusammenarbeit in der Troika Wachstums kerns-Kollegen mit Dr. Malich und Dr. Haase hatten wir leider nur mäßigen Erfolg – auch wegen viel zu vieler ortsfremder Akteure, die uns regel mäßig überstimmten. BER – mach das Beste aus dem, wie es jetzt kommt, und vergiss die echten Nachbarn nicht! Nachbarn BER-Sonderausgabe

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