Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 10/20

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10 NAH

10 NAH & FERN 65 Meter über dem Douro Zu Gast in der Stadt, die Portugal ihren Namen gab Reisen in Zeiten von Corona ist eigentlich gar nicht so anders: ich folgte auch vorher schon stets den Regeln und Sitten des Landes, das ich besuche. Das gebieten Höflichkeit und Anstand: dein Land, deine Regeln. Ich käme auch niemals auf die Idee, den Petersdom in Badehose zu besuchen oder die Klagemauer ohne Kopfbedeckung. Vor meiner Reise nach Porto habe ich mich daher kurzfristig über den aktuellen Stand der Covid19-Situation informiert (visitporto.travel). Doch jetzt bin ich mir etwas unsicher, ob es wirklich so eine gute Idee war, nach Porto zu reisen. Nein, nicht wegen Corona. Über mir braust der Verkehr, den ich aber kaum höre, so sehr pfeift der Wind. Den Blick nach unten spare ich mir. Unter mir, 65 Meter tiefer, fließt der Douro und ich bilde mir ein, seine Gischt zu spüren. Mir rutscht das Herz in die Hose. Porto ist nichts für Weicheier. Wir stehen an der höchsten Stelle der Ponte de Arrábida. Dieses Wunderwerk der Technik überspannt seit 1963 den Douro, war seinerzeit mit 270 Meter Spannweite sogar die größte Stahlbeton-Bogenbrücke der Welt. Von unten sah sie gar nicht so groß aus, denke ich und versuche meine Gedanken zu ordnen. Ich verscheuche meine Ängste und schaue in die Weite. Die Sonne taucht die Gebäude der Altstadt in ein diffuses Licht. Der Douro glitzert, Möwen schreien und der Wind zerrt gar nicht mehr so sehr an unserer Spezialausrüstung, mit der wir uns am Geländer sichern. Ich beginne den Ausflug zu genießen. Unser Guide Alex grinst. Solche Reaktionen scheinen ihm vertraut zu sein. Jetzt dürfen wir fotografieren, während des Aufstiegs waren unsere Handys in seinem Rucksack verstaut. Doch ich will gar nicht knipsen. Ich stehe, atme und schaue. Ich lausche dem Wind, spüre, dass ich lebe (www.portobridgeclimb.com). Die mittelalterliche Altstadt, die ich von oben so gut sehen konnte, zieht mich jeden Tag aufs Neue in ihren Bann. Ich lasse mich treiben, probiere im Café Santiago die Spezialität der Stadt, francesinha. Nachbarn 10/2020

NAH & FERN 11 Die Reise-Website Big 7 Travel wählte dieses Sandwich mit überbackenem Käse und Tomatensoße immerhin zu den 50 besten der Welt (www.cafesantiago.pt). Zwar unprämiert, aber nicht weniger lecker, sind die Angebote im Mercado da Foz. Die Stände biegen sich unter dem Angebot frischer Waren wie Meeresfrüchte, Gemüse und Blumen. Ich probiere Trás- os-Montes-Käse und bolinhos de bacalhau (Stockfischküchlein), kaufe geräucherte Wurst und Douro-Weine als Mitbringsel. Die Handwerker von Porto produzieren nicht nur unvergleichliche Gaumenkitzel, auch andere Kulturgüter, die sie herstellen, beeindrucken mich. Der Altar der Kapelle des Santíssimo Sacramento in der imposanten Kathedrale Sé lässt mich sprachlos zurück, Ausdruck tiefen Glaubens ebenso wie der elegante gotische Kreuzgang mit schönen portugiesischen Fliesen aus dem 18. Jahrhundert. Eine ganz andere Kathedrale begeistert mich im Palácio da Bolsa. In der Halle der Nationen des Börsenpalasts zieht die majestätische Kuppel aus Stahl und Glas meinen Blick nach oben. Hier vollbrachte der Glaube an den Kommerz architektonische Glanzleistungen (palaciodabolsa.com). Am letzten Abend besuche ich die Keller der Real Companhia Velha am linken Ufer des Douro in Gaia. Die Königliche Portweingesellschaft, gegründet 1756, ist das älteste Portweinunternehmen Portugals. Die Abende zuvor hatte ich nur frischen Vinho Verde getrunken, nun eröffnet sich mir eine ganz neue Geschmackswelt (www.realcompanhiavelha.pt). Portwein oder doch Vinho Verde? Ich werde es wohl beim nächsten Besuch herausfinden müssen. CG ¢ Weitere Infos: visitporto.travel, www.visitportugal.com. Ab Schönefeld fliegen easyJet und Ryanair nach Porto. Nachbarn 10/2020

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