Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 09/2019

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Liebe Leserin, lieber

Liebe Leserin, lieber Leser, haben Sie eine Lieblingsbrücke? Vielleicht eine, die Sie im Urlaub entdeckt haben? Oder vielleicht eine in Berlin? Immerhin hat die Stadt 916 Brücken, die Auswahl ist also riesig. Eine meiner Lieblingsbrücken steht in Moabit: Die Moabiter Brücke, im Volksmund auch „Bärenbrücke“ genannt, weil sie an vier Ecken mit großen Bärenstatuen geschmückt ist. Sie spannt sich über die Spree und gehört zu den über 23 Brücken, die die Insel Moabit mit dem Rest der Welt verbinden. Brücken sind technische Meisterleistungen, die zu Recht bewundert werden. Immer wieder werden beeindruckende Rekorde aufgestellt, wenn es um Höhen und Längen von Brücken geht. Sie überwinden Abgründe und Grenzen und verbinden zwei sonst ferne und unerreichbare Seiten miteinander, erleichtern und ermöglichen Begegnung und Austausch und verkürzen erheblich die Wege zueinander. Wenn wir „Brücken schlagen“, dann schließen wir Freundschaft zwischen Völkern, Kulturen, Konfessionen und Religionen und entwickeln Verständnis füreinander. Ohne Brücken kämen wir nicht weit. Vor 80 Jahren, am 1. September 1939, wurden mit Beginn des zweiten Weltkrieges alle Brücken abgebrochen und mit ihnen alle Menschlichkeit, Verständigung und Güte. Großes Leid durch Terror, Angst, Hunger, Kälte und Tod für Millionen von Menschen weltweit waren die Folge. Alles, was das Leben lebenswert macht, wurde gekappt. Übrig blieben unüberwindbare, düstere Abgründe durch eine enthemmte Grausamkeit. 10 Jahre später, am 30. September 1949, also vor 70 Jahren, endete ganz offiziell das größte Brückenprojekt aller Zeiten: Die Berliner Luftbrücke. Einstige Feinde, durch den Krieg übel in Mitleidenschaft gezogen, überwanden mit ihren Flugzeugen täglich im Drei-Minuten-Takt allen Hass und alle Abgründe und versorgten mehr als 2,2 Millionen Menschen in Berlin ein Jahr lang aus der Luft. Eine beispiellose Meisterleistung des Brückenbaus, die nicht nur zur neuen Verständigung zwischen den Völkern beitrug, sondern auch neue Hoffnung aufkeimen ließ. Brücken machen den Unterschied. Es kommt daher auch nicht von ungefähr, dass auf der Rückseite unserer Euro-Banknoten Brücken abgebildet sind – sie symbolisieren die Verbindung der Völker Europas untereinander – ein schönes und wichtiges Symbol, heute mehr denn je. Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln, so sagt man. Mühelos überbrückt es Distanzen und erwärmt das Herz. So wünsche ich Ihnen viele freundliche, angenehme Begegnungen und viele kleine Brücken in Ihrem Alltag, über die Sie beschwingt und froh gehen können. Bleiben Sie behütet! Herzlich grüßt Sie Ihre Flughafenseelsorgerin Sabine Röhm ANZEIGE Impressum Herausgeber: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH in Kooperation mit ELRO Verlagsgesellschaft mbH Eichenallee 8, 15711 Königs Wusterhausen Telefon (03375) 24250 / www.elro-verlag.de Auflagenzahl: 65.000 Verantwortlicher Redakteur der ELRO Verlagsgesellschaft mbH: Manfred Tadra Telefon (033764) 463102 m.tadra@elro-verlag.de Verantwortlich für Anzeigen: Jörg Kobs Telefon (0175) 167 43 38 j.kobs@elro-verlag.de Zum Thema „30 Jahre Mauerfall“ sucht der „TAKE OFF AWARD – DER DEUTSCHE PREIS FÜR DAS EHRENAMT“, Menschen, die sich uneigennützig für andere für das Zusammenleben zwischen West und Ost engagiert haben. Insgesamt sind Preise für 40.000 Euro ausgelobt. Wie man sich bewirbt erfährt man unter: www.takeoffaward.de/bewerbung Verteilgebiet: Flughafenregion Berlin-Brandenburg Chefredaktion (V.i.S.d.P.): Hannes Stefan Hönemann Telefon (030) 6091-70100 Ressortleiter Verlagsthemen: Vesa Elbe Gestaltung und Realisation: Oliver Otto Redaktion: Christian Franzke (CF) – verantwortlich, Donate Altenburger (DA), Nancy Biebach (NB), Wolfgang Felber (WF), Clemens Glade (CG), Dr. Kai Johannsen (KJ), Oliver Kossler (OKS), Rosemarie Meichsner (RM), Trang Nguyen (TN), Ismeta Mustafic-Hasific (IMH), Anna Panckow (AP), Sabine Röhm (SR), Sabine Deckwerth (SD), Simon Miller (SM), Manfred Tadra (MT), Ralf Wagner (RW), Redaktion (red) Bildquellen: Günter Wicker (S. 1, 2, 12, 13), Landkreis Teltow-Fläming (S. 3), Thomas Kierok (S. 6), Anikka Bauer (S. 4, 5, 7, 8, 14), Fotolia (S. 7), Manfred Tadra (S. 15, 16, 18, 20), Jordan Tourism Board (S. 10, 11) Nachbarn 09/2019

5 Saubere Sache Maria Schönfeld von der Sasse Aviation Service GmbH In vielen öffentlichen Gebäuden oder Büroräumen sind die Reinigungskräfte unsichtbare Heinzelmännchen, die über Nacht dafür sorgen, dass Toiletten geputzt, Böden gereinigt und Mülleimer geleert sind. Maria Schönfeld ist als Objektleiterin der Firma Sasse für die Sauberkeit in den flughafeneigenen Betriebsgebäuden am BER und in Schönefeld sowie für die Glasreinigung am BER-Terminal und am Terminal Schönefeld zuständig. „Wir arbeiten hier tagsüber, das hat viele Vorteile. Unsere Mitarbeiter sind Teil des normalen Arbeitsalltags, kennen die FBB-Mitarbeiter, und direkte Kommunikation ist so ganz leicht möglich.“ Alle Spielarten der Reinigung Ihr unterstehen 45 Mitarbeiter, sie ist die oberste Instanz für die zwei Vorarbeiter, die dann wiederum die Reinigungskräfte steuern. Großes Thema in ihrem Arbeitsalltag ist stets die Suche nach gutem Personal. „Reinigung ist sehr personalintensiv, man findet aber nur wenige qualifizierte Kräfte.“ Und gerade der Flughafen bietet das komplette Spektrum: Von der Reinigung verschiedener Bodenbeschaffenheiten oder der Kunst am Bau wie dem Fliegenden Teppich im neuen Terminal bis zu den Glasfassaden, wo Industriekletterer ran müssen – Fachkräfte finden hier alle nur denkbaren Herausforderungen. „Eine große Spiel wiese!“, befindet sie. Tägliches Tetris Bei Sasse ist Maria Schönfeld seit Februar 2014 tätig. Sie stammt aus Berlin-Friedrichshain, hat an der HTW und Beuth Hochschule Facility Management studiert. Direkt nach ihrem Abschluss wurde sie von einem Studienkollegen für Sasse angeworben. „Eigentlich war die Arbeit für einen Dienstleister nicht meine erste Wahl. Aber nach dem Reinschnuppern als Trainee habe ich festgestellt, dass die Aufgaben auch auf dieser Seite sehr vielfältig und spannend sind.“ Bald schon stieg sie ins operative Geschäft ein, lernte die Objektleitung an anderen Flughäfen, z. B. in Frankfurt, kennen. Seit August 2016 ist sie Objektleiterin am Standort Schönefeld. Sasse ist einer der großen Dienstleister im Bereich Facility Management für zahlreiche Großkunden, darunter viele Flughäfen. Hier in Schönefeld ist Sasse nicht nur für die FBB, sondern auch für weitere 35 Kunden im Flughafenumfeld tätig, u. a. Heinemann, Marché oder Bosch. Sie sind also eng vernetzt mit zahlreichen ansässigen Firmen. Das Spannende an der Tätigkeit hier? „Als Dienstleister müssen wir die eingekauften Leistungen täglich erbringen. In einem so komplexen Objekt wie dem Flughafen ist das bisweilen wie Tetris-Spielen.“ Für sie wie für ihre Mitarbeiter ist der Arbeitsplatz hier zudem etwas Besonderes. „Meine Reinigungskräfte fühlen sich hier zugehörig und sagen auch, dass sie am Flughafen arbeiten, wenn sie gefragt werden.“ Und was antwortet sie? Maria Schönfeld lacht. „Ich würde sagen, ich bin Objektleiterin in der Reinigung am Flughafen für die Firma Sasse.“ DA „Reinigung ist sehr personalintensiv, man findet aber nur wenige qualifizierte Kräfte.“ Maria Schönfeld, Objektleiterin Sasse Aviation Service GmbH Nachbarn 09/2019

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