Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 09/2019

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14 IN UNSERER REGION |

14 IN UNSERER REGION | SPORTLICHES UMLAND Ganz in Grün dank Ehrenamt Im Herzen von Müggelheim, malerisch umgeben von hohen Bäumen, liegt der Sportplatz der Köpenicker Hockey Union (KHU). Gerade rennen neun Kinder im Alter von sieben und acht Jahren im grünen T-Shirt über das Spielfeld. Auf ihrem Rücken steht „Grüne Tiger“. Sie schießen aufs Tor, ziehen und schieben den Ball mit ihren Hockeyschlägern. Ihr Trainer Thomas Klaffke, genannt Klaffi, feuert sie an und motiviert sie in einer Lautstärke, die Halsweh im Anschluss verspricht. „Und los“, schreit er, „stellt euch in eine Linie, nicht übergreifen, und los!“ So laut er schreit, so herzlich wirkt doch der Umgang. Gemeinschaft wird groß geschrieben, erzählt mir die Jugendwartin Cathleen Reid: „Neben dem eigentlichen Training gibt es regelmäßig Aktivitäten wie Klettern, Bowling, Kanufahren oder Radtouren.“ Sport für die ganze Familie Kinder- und Jugendarbeit spielt eine große Rolle und so ist es wichtig, auch die Eltern einzubinden. Denn zweimal die Woche trainieren und Turniere am Wochenende bedeuten auch eine Belastung für die Familie. Besser, wenn dann alle eine gewisse Hockey-Begeisterung mitbringen. Viele Eltern kommen durch ihre Kinder zum Hockey. Reid sagt: „Manche haben mit 45 das erste Mal einen Schläger in der Hand.“ Mittlerweile hat die Eltern-Mannschaft der Hockey Union immerhin fünfzehn Mitglieder und bestreitet in einer eigenen Liga Spiele. Eine der größten Herausforderungen, erzählt mir die 38-jährige Apothekerin, sei Kontinuität – gerade bei einem kleinen Verein wie der Hockey Union mit seinen rund 200 Mitgliedern. „Wir sind ein kleiner, familiärer Verein. Ohne Ehrenamt würde es das alles nicht geben.“ Dank dieses Engagements können viele Aktivitäten stattfinden: die Saisoneröffnung im Frühjahr, ein Trainingslager in den Sommerferien oder die Weihnachtsfeier. Einmal im Jahr organisiert die KHU sogar ein eigenes Jugendturnier mit 42 Mannschaften und knapp 500 Gästen. „Das ist ein enormer Aufwand“, gibt die Jugendwartin zu, „nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Aber es lohnt sich und alle machen mit.“ Ehrenamt als Schlüssel Auch der ganz normale Betrieb funktioniert nur mit Unterstützung von vielen: der Vorstand, die Trainer, sie alle arbeiten ehrenamtlich und trainieren rund 150 Kinder an vier Trainings tagen. Reid sagt: „Wir haben auch schon überdurchschnittlich gute Spieler gehabt. Da waren wir gezwungen, sie an größere Vereine abzugeben. Aber das Schöne: Die, die gegangen sind, kommen wieder und engagieren sich.“ Bei der Köpenicker Hockey Union, entstanden 1991 aus einem Zusammenschluss mehrerer Betriebssportvereine, steht der Spaß im Vordergrund. Das sagt auch Mads, sieben Jahre alt, der seit drei Jahren in der Mannschaft der Grünen Tiger spielt. „Ich finde gut, dass man nicht mit dem Fuß schießt. Ich habe schon Fußball, Basketball, Handball, und Wasserball ausprobiert, aber Hockey gefällt mir am besten“, und er ergänzt: „Neulich haben wir bei einem Kinderturnier gegen drei Mannschaften gespielt. Gegen zwei haben wir gewonnen. Da habe ich mich gut gefühlt“, strahlt er. Doch länger kann er nicht erzählen, Trainer Klaffi ruft. Schnell steckt er sich seinen Mundschutz wieder in den Mund und läuft zurück auf dem Platz – ganz in Grün geht es nun weiter. CG Nachbarn 09/2019

Die Zukunft des Fliegens Hauptstadtregion als Kompetenzzentrum für klimaneutrales Fliegen In der zweiten Augusthälfte fand in Leipzig die erste nationale Luftfahrtkonferenz statt. Eines der Hauptthemen war natürlich, vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussionen, das klimaverträglichere Fliegen. Dazu sollen die Luftfahrtforschung gestärkt, verschiedene alternative Antriebe getestet und das fossile Kerosin durch synthetischen Kraftstoff ersetzt werden. Es geht also um die Zukunft des Fliegens. Spitzentreffen in Wildau Zu diesem Thema fand am 15. August in Wildau ein Spitzentreffen führender Vertreter aus Wirtschaft und Politik statt, bei dem es um die Zukunft der Luftfahrtindustrie in der Region Berlin- Brandenburg ging. Es diskutierten Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, der Chef der Staatskanzlei Berlin Christian Gaebler, der Geschäftsführer der MTU Maintenance Berlin-Brandenburg André Sinanian, von Rolls Royce Deutschland Dr. Peter Wehle und Dr. Edmund Ahlers, Vorsitzender der Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz e.V. und gleichzeitig Geschäftsführer der AneCom AeroTest GmbH. Ministerpräsident Woidke hob zu Beginn hervor, dass die Luft- und Raumfahrt für die Region Berlin-Brandenburg eine Erfolgsgeschichte ist. Tausende Arbeitsplätze sind entstanden. Die Region ist der drittwichtigste Standort deutschlandweit, nach München und Hamburg. Die Hochtechnologie hilft dem Land, weiter voran zu kommen. Brandenburg als Vorreiter In Brandenburg wird an Dingen geforscht, die für den Luftverkehr weltweit von Bedeutung sind. Da geht es um Lärm und darum, wie wir uns zukünftig klimaneutraler in der Luft bewegen. Dr. Peter Wehle betonte, dass die Umweltstrategie des Unternehmens Rolls Royce auf drei Elementen basiert: das traditionelle Gasturbinentriebwerk weiter zu verbessern, effizienter und umweltfreundlicher zu machen, die Unterstützung der Industrie bei der Herstellung von synthetischen Kraftstoffen, d.h. künstliches Kerosin unter Verwendung erneuerbarer Energien herzustellen und die Elektrifizierung der Luftfahrt durch den Einsatz hybridelektrischer Antriebe. Um Emissionen abzubauen, sei aber ebenso eine Optimierung der Flugrouten und der Abläufe an den Flughäfen notwendig. André Sinanian von MTU: „Wir sind mit 18 Prozent an der Entwicklung des erfolgreichsten Triebwerkes aller Zeiten beteiligt. Im ersten Schritt wurde hier erreicht, 16 Prozent CO2, 16 Prozent des Treibstoffverbrauchs und 75 Prozent des Lärms zu reduzieren. Wir können alte Triebwerke nicht emissionsfrei bekommen, wir können aber unseren Beitrag leisten, dass diese Triebwerke effizienter fliegen und dadurch weniger Schadstoffe entstehen.“ Dr. Edmund Ahlers erläuterte, dass die AneCom AeroTest GmbH mit ihren Versuchen dazu beiträgt, dass neue Technologien entwickelt werden, die dazu führen, Emissionen zu reduzieren. Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des BDLI, der die Diskussionsrunde moderierte, fasste zusammen: „Die Region profitiert von einer starken Triebwerksindustrie sowie von der ILA Berlin als führender Innovationsmesse unserer Branche. Darüber hinaus entwickelt sich die Hauptstadtregion zu einem Kompetenzzentrum für hybridelektrisches Fliegen. Sie nimmt auf dem Weg zum klimaneutralen Fliegen eine Schlüsselrolle ein.“ MT Nachbarn 09/2019

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