Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 09/2019

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10 NAH & FERN 48 Stunden

10 NAH & FERN 48 Stunden Akaba Im Rausch der Farben Wie viele Varianten von Rot gibt es? Dunkelrot, Kardinalrot, Blassrot, Orangerot, Rotblau … Doch all das reicht nicht aus, um die Palette an Rottönen zu beschreiben, die sich mir im Wadi Rum bieten. Eben noch in Berlin war ich Teil der rumorenden, hektischen Großstadt. Acht Stunden und einen Flug nach Jordanien später aber stehe ich hier mitten in der Wüste. Umgeben von kilometerweiten Sandebenen. Bergen, die sich in die Höhe schrauben. An denen seit Jahrtausenden der Wind nagt und sie wie ein fingerfertiger Steinmetz kunstvoll formt. Zuweilen sehen die Felsen aus wie von Gottesfürchtigen geschaffene Tempel, vor Menschengedenken den Elementen überlassen. Doch es ist Mutter Natur, die hier ein Wunder fräst und mich Schweigen macht. Ich habe mich für eine Tour mit Übernachtung entschieden und bin überrascht, dass die große Magie, die ich tagsüber erlebt habe, noch zu steigern ist. Berlin mit seiner Lichtverschmutzung verhindert das erhabene Staunen, das mich umfängt, als ich nach Sonnenuntergang in den Himmel schaue. Es blitzt, es funkelt, es strahlt. Ich mache mir gar nicht die Mühe, die Sternbilder erkennen zu wollen, sondern sitze im Sand, staune und wage kaum zu atmen ob der Allmächtigkeit des Universums. Mein Schlaf ist tief, nur tiefer noch ist die Stille, die uns umfängt. Als am nächsten Morgen der Sonnenaufgang die Wüste wieder in Farbe taucht, möchte ich die ganze Welt umarmen. So bestimmend die Natur hier ist, gibt es dennoch Orte im Wadi, von Menschen geprägt. Denn seit Jahrtausenden ist er auch ein Kulturort, Transitstrecke für Karawanen. Mein Führer zeigt mir den Tempel der Nabatäer, von dem nur noch wenige Steine vorhanden sind. Ich weiß nicht, was mich mehr beeindruckt. Die Tatsache, dass schon Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung hier Menschen siedelten oder die 1700 Meter hohen Berge im Hintergrund. Beides lässt mich klein fühlen, füllt mein Herz mit Ehrfurcht. An manchen Orten begegnen wir dem legendären Lawrence von Arabien. Es sind zum einen die Geschichten der Beduinen, die stolz von ihm als einen der ihren erzählen. Es sind aber auch Orte wie seine Quelle, die heute noch den Durst von Mensch und Tier stillt. Im Hintergrund völlig surreal, als wäre es ein Gemälde von Dalí, grünt ein Baum, der 1000 Jahre alt sein soll. Das Haus von Lawrence von Arabien ist nur mehr ein Steinhaufen und vermutlich sind es vor allem die Erinnerungen der Beduinen, die die Mauern aufrecht halten. Nachbarn 09/2019

NAH & FERN 11 Angefüllt mit Demut und Dankbarkeit kehre ich zurück nach Akaba und kann mir kaum vorstellen, jemals wieder die Errungenschaften der Zivilisation wertschätzen zu können. Doch spätestens als ich unter der heißen Dusche stehe, danke ich dem Schöpfer und allen anderen möglichen Göttern für die unglaubliche Chance, das Archaische mit dem Modernen verbinden zu können. Anschließend laufe ich durch Akaba und schaue mir die historischen Stätten an, am späten Nachmittag lockt das Rote Meer. Schnorchelnd stürze ich in den nächsten Rausch der Farben, schillernde Fische, noch nie gesehene Farbvalenzen, die dem Wadi in nichts nachstehen. Als ich am nächsten Tag nach Hause fliege, ist mein Körper entspannt und meine Seele colorberauscht. Dieser Urlaub war eine regelrechte Farbtherapie. CG ¢ EasyJet fliegt ab dem 2. November von Berlin-Schönefeld nach Akaba. Weitere Informationen zum Ziel: http://de.visitjordan.com/ Nachbarn 09/2019

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