Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 08/2019

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Liebe Leserin, lieber

Liebe Leserin, lieber Leser die Ferienzeit in Berlin und Brandenburg ist zu Ende, seit Montag, 5. August, ist wieder „Schule“. Für manche die erste Klasse, für manche die Abschlussklasse. Eine Reise beginnt, deren Ende (oder Erfolg) nicht abzusehen ist, vieles wird auf die Kinder und Jugendlichen zukommen. Und dann: das Ausbildungsende ist nicht das Ende dieser Reise, höchstens eine Bestätigung, dass ein Teil der Reise – hoffentlich erfolgreich – absolviert wurde und es nun weitergehen kann – wieder mit viel Neuem. Warum schreibe ich das? Möglichst viel erleben, sehen, heimbringen, das wird von uns erwartet – sei es aus dem Urlaub, sei es aus der Freizeit, ja vielleicht auch von der Schule. Und wir erwarten das auch von anderen: die Freizeit wird durchgeplant und durchgestylt – immer für das „möglichst Viel“. Erinnern wir uns an unsere Ferien, unseren Urlaub – war es wichtig, viel gesehen zu haben oder war es wichtig, zur Ruhe zu kommen, das geplante Programm, Programm sein zu lassen und sich vielleicht auf eine innere Reise zu begeben? Was sind Ihre Erinnerungen an den Urlaub? Seit langem begleiten mich die lateinischen Worte „non multa sed multum“ – „nicht vielerlei sondern viel“. Wer das befolgt, geht lieber in die Tiefe, geht einer Sache auf den Grund, als in die Breite zu gehen, oberflächlich zu bleiben. Hier geht es um Qualität vor Quantität; wenig aber gut; nicht viele Dinge oberflächlich machen, sondern eine Sache intensiv und genau. Dann sieht man so vielleicht das Gesamte einer Sache und verzettelt sich nicht in Einzelheiten. Der Gründer meiner Ordensgemeinschaft, Ignatius von Loyola (1491–1556), hat das einmal so ausgedrückt: „Nicht das Vielwissen sättigt die Seele, sondern das Verkosten der Dinge von innen her.“ Einfach mal ausprobieren: Bereiche, in denen das angewandt werden kann, gibt es genug, da sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ihr Wolfgang Felber „Nicht das Vielwissen sättigt die Seele, sondern das Verkosten der Dinge von innen her.“ Ignatius von Loyola (1491-1556) ANZEIGE Impressum Herausgeber: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH in Kooperation mit ELRO Verlagsgesellschaft mbH Eichenallee 8, 15711 Königs Wusterhausen Telefon (03375) 24250 / www.elro-verlag.de Auflagenzahl: 65.000 Verantwortlicher Redakteur der ELRO Verlagsgesellschaft mbH: Manfred Tadra Telefon (033764) 463102 m.tadra@elro-verlag.de Verantwortlich für Anzeigen: Jörg Kobs Telefon (0175) 167 43 38 j.kobs@elro-verlag.de Verteilgebiet: Flughafenregion Berlin-Brandenburg Chefredaktion (V.i.S.d.P.): Hannes Stefan Hönemann Telefon (030) 6091-70100 Ressortleiter Verlagsthemen: Vesa Elbe Gestaltung und Realisation: Oliver Otto Redaktion: Christian Franzke (CF) – verantwortlich, Donate Altenburger (DA), Nancy Biebach (NB), Wolfgang Felber (WF), Clemens Glade (CG), Dr. Kai Johannsen (KJ), Oliver Kossler (OKS), Rosemarie Meichsner (RM), Trang Nguyen (TN), Ismeta Mustafic-Hasific (IMH), Sabine Röhm (SR), Simon Miller (SM), Manfred Tadra (MT), Ralf Wagner (RW), Redaktion (red) Bildquellen: Günter Wicker (S. 2, 8, 9, 17, 19), Wirtschaftsförderung Landkreis Dahme-Spreewald (S. 3), Anikka Bauer (S. 1, 4, 5, 12, 13), unsplash (S. 10, 11), Martina Christofani (S. 11), Vanda Biffani (S. 11), Manfred Tadra (S. 7, 16, 18), FBB (S. 8), Jan Beck (S. 14), Fotolia (S. 7), Thomas Kierok (S. 12), Stephan Paul (S. 20), ND-Grafix (S. 20), Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick (S. 20) Nachbarn 08/2019

5 Herr über die Abfälle Holger Riesner und der SBAZV Für viele ist es einfach nur Müll, Holger Riesner hingegen spricht lieber von Abfall, wenn er sich über sein Kerngeschäft äußert. Die Rede ist vom Südbrandenburgischen Abfallzweckverband (SBAZV), der in der Region den Großteil der Abfälle, die in jedem Haushalt anfallen, entsorgt. „Bis auf Glas und Leichtverpackung, also die gelben Säcke, übernehmen wir alles.“ 55.000 Tonnen Hausmüll Geboren im Spreewald verschlägt es Riesner zunächst in den hohen Norden nach Hamburg, wo er neben der Offizierslaufbahn noch das Studium zum Kaufmann absolviert. „Als die Zeit reif war, in die Region zurückzukommen, bin ich über die Stellenanzeige des Verbandes gestolpert“, erinnert sich der 45-Jährige. Das war vor 14 Jahren. Seitdem ist er ein „Kind“ des Verbandes. Zunächst 13 Jahre als kaufmännischer Leiter und seit einem Jahr als dessen Vorsteher. Dabei ist er für die drei Standorte in Ludwigsfelde, Königs Wusterhausen und Luckenwalde zuständig. Seine Mannschaft zählt 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftet jährlich erstaunliche 22 Millionen Euro Umsatz. „Unser Entsorgungsgebiet ist so groß wie das gesamte Saarland. Jedes Jahr sammeln wir 55.000 Tonnen Hausmüll bei der Bevölkerung ein. Dazu kommen noch die rund 40.000 Tonnen Abfallmengen, die bei uns an den Recyclinghöfen ankommen – da ist dann auch wirklich alles dabei, vom Bauschutt über Elektroschrott und Grünabfälle.“ Der Hausmüll wird anschließend getrocknet und zerkleinert. Der daraus gewonnene Ersatzbrennstoff wird hauptsächlich in Braunkohlekraftwerken verbrannt und spart letztlich den Einsatz fossiler Brennstoffe. Faire Gebühren Den Ansatz des verursachergerechten Gebührensystems bei der Abholung des Abfalls, so wie ihn der SBAZV praktiziert, findet man nicht im gesamten Bundesgebiet, weiß Riesner: „In weiten Teilen Deutschlands zahlt man 26 Entleerungen im Jahr, egal ob die Tonne rausgestellt wird. Mit unserem Chipsystem können sie die Tonne entleeren lassen, wenn sie voll ist und bezahlen auch nur dann.“ Vier Mal im Jahr erfolgt aber eine Mindestentleerung – „dass gar kein Abfall anfällt, ist einfach nicht glaubhaft“, versichert Riesner. In der Tat hat der Verband seit Jahren mit seinen Müllwerkern gegen stetig wachsende illegale Ablagerungen zu kämpfen. „Das zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten – zuletzt waren wir wieder vermehrt in der Gemeinde Schönefeld unterwegs, wo vor allem Siedlungsmisch- und Bauschuttabfälle illegal entsorgt werden“, ärgert sich Riesner. Rund 850 Tonnen verbotswidriger Abfälle musste der SBAZV im vergangenen Jahr entsorgen. Der große Bevölkerungszuwachs in der Metropolenregion mit dem einhergehenden Bauboom führt zu immer größeren Problemen bei der Entsorgung von Bauschutt, weiß Riesner: „Eines unserer neuen Projekte setzt genau da an. Wir wollen mit einer Bauschuttdeponie in Niederlehme für Entlastung sorgen“. Der Planfeststellungsantrag läuft gerade – Riesner hofft, in zwei Jahren mit dem Bau beginnen zu können. Die Hoffnung, verwendbare Sachen auch mal länger zu nutzen und nicht vorschnell wegzuwerfen, treibt ihn eben um, wenn er sagt: „Wir haben zu viel Abfall.“ So oder so, er und der SBAZV stehen bereit. CF „Unser Entsorgungsgebiet ist so groß wie das gesamte Saarland.“ Holger Riesner, Verbandsvorsteher SBAZV Nachbarn 08/2019

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