Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

Aufrufe
vor 1 Jahr

Nachbarn 08/2019

  • Text
  • Flughafen
  • Landkreis
  • Entwicklung
  • Liebe
  • Verein
  • Wusterhausen
  • Kinder
  • Berlin
  • Nachbarn
  • Region

12 UNTERWEGS IN DER

12 UNTERWEGS IN DER NACHBARSCHAFT Manege frei: Sükran Topuz und die Magie des Zirkus Vom antiken Rom bis in die Neuzeit: Der Zirkus als magischer Ort zieht seine Besucherinnen und Besucher schon immer in seinen Bann. So auch Sükran Topuz, die vor sechs Monaten die Bühne im Chaotischbunten-Wanderzirkus (Cabuwazi) in Altglienicke betrat und sofort verzaubert war. „Die Arbeit hier ist für mich die perfekte neue Aufgabe“, schwärmt sie, „denn hier erreiche ich Menschen und kann gezielt meine Schwerpunkte setzen.“ Dabei geht es der 47-jährigen Deutschkurdin vor allem darum, kleinen und großen Menschen Teilhabemöglichkeiten zu bieten. Botschafterin zwischen den Milieus Mit fünf Jahren kam Topuz mit ihren Eltern aus der Türkei nach Deutschland. In Rüsselsheim lebte sie fortan mit ihren sechs Geschwistern unweit des Opelwerks. „Bei uns war immer was los, genau wie jetzt in unserer großen Zirkusfamilie“, erinnert sie sich gerne an ihre Jugend zurück. Nach dem Abitur folgte der Umzug nach Berlin und das Studium der Erziehungswissenschaften an der Freien Universität. „Mit dem Abschluss in der Tasche habe ich dann viel freiberuflich im Bereich außerschulische politische Bildung gearbeitet, zuletzt neun Jahre fest bei der Diakonie. Dort habe ich verschiedene spannende Projekte im Bereich von Kinder- und Jugendförderung, Familienförderung, Migration und Integration verwirklicht.“ Vor einem halben Jahr dann der Wechsel in den Osten nach Altglienicke: „Für mich war der Zirkus schon immer ein Sehnsuchtsort – zum einen um Sehnsüchte zu stillen, die einen seit frühester Kindheit begleiten, zum andern um neue zu entfachen. Wir bei Cabuwazi wollen die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung begleiten, sie stärken und ihnen Partizipationsmöglichkeiten aufzeigen.“ Genau das macht das Projekt Cabuwazi mit der Methode Zirkus. Am Standort Altglienicke können die offenen und festen Trainingsgruppen aus 12 verschie denen Disziplinen wie z. B. Jonglage, Rhönrad und Drahtseil auswählen. „Die Angebote für Kinder ab 9 Jahren sind Dank des Jugendamtes immer kostenfrei. Zusammen mit den Kindern erarbeiten wir uns die Inhalte. Mit unseren festen Gruppen, also den Kindern und Jugendlichen, die regelmäßig kommen, machen wir auch Shows und Außenauftritte.“ Das Einzugsgebiet der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist dabei genauso viel fältig wie die Auftrittspalette, freut sich Sükran Topuz: „Wir begrüßen bei uns am Standort in der Regel drei Hauptgruppen. Das sind vor allem die Kids aus dem Kosmosviertel, aus den Unter künften für Geflüchtete, aber auch aus den Einfamilien haussiedlungen. Wir sind eine Oase, wo sich Kinder und Jugendliche mit verschiedensten Hintergründen treffen und begegnen können. Unsere Aufgabe besteht auch darin, dass das noch mehr zusammenwächst – wir verstehen uns dabei als Botschafter zwischen den Milieus.“ Nachbarn 08/2019

Multikulti seit 25 Jahren Unterstützt wird die Mutter eines 12-jährigen Sohnes in ihrer Arbeit von fünf festangestellten Kolleginnen und Kollegen, die einen pädagogischen bzw. artistischen Hintergrund haben sowie von vielen Ehrenamtlichen, die meist schon als Kinder hier aktiv waren und internationalen Freiwilligen. „Bei uns im Team herrscht wirklich Multikulti. Wir kommen unter anderem aus Slowenien, Belgien, Brasilien, Italien, Deutschland, Costa Rica und der Türkei.“ Insgesamt ist Cabuwazi an fünf verschiedenen Standorten in Berlin tätig und beschäftigt dabei rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jedes Jahr trainieren über 10.000 Kinder und Jugend liche in den Einrichtungen. Pünktlich zum 25. Geburtstag von Cabuwazi, der im September mit einem zweitägigen Fest begangen wird, gibt es am Altglienicker Standort doppelt Grund zur Freude. Im Juni vergangenen Jahres fiel der Startschuss für den Bau eines neuen Trainingskomplexes in Holzbauweise, der nun „Wir verstehen uns als Botschafter zwischen den Milieus.“ Sükran Topuz, Standortleitung Altglienicke kurz vor der Einweihung steht. „An diesem Ort werden wir zwei tolle neue Trainingsräume mit 7 bis 9 Metern Arbeitshöhe bekommen, damit wir unser Trampolin und Drahtseiltraining auch richtig durchführen können. Durch die dort entstehenden neuen Büros sowie Sozial- und Funktionsräume können wir neben unseren klassischen Zirkusdisziplinen die Angebotspalette noch erweitern.“ Mit Nachbarschaftstreffen in der neuen Trainings- und Begegnungsstätte wollen die Zirkusmacher die Akzeptanz weiter stärken und die Magie des Zirkus tiefer in die Region transportieren. Finanziert wird der 1,7 Millionen Euro teure Neubau durch den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“. Topuz freut sich auf jeden Fall auf das neue Gebäude: „Von meinem neuen Büro aus kann ich wunderbar den ganzen Platz überblicken – inklusive des großen Zirkuszeltes“, leuchten ihre Augen. Sükran Topuz hat sie nicht ver gessen: die Wünsche und Fantasien aus Kindertagen. CF Nachbarn 08/2019

Unsere Publikationen

Flughafen Landkreis Entwicklung Liebe Verein Wusterhausen Kinder Berlin Nachbarn Region

News