Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 08/2019

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10 NAH & FERN 48 Stunden

10 NAH & FERN 48 Stunden Rom Ewige Stadt, ewige Liebe Meine Liebe begann vor 25 Jahren, als ich in der Ewigen Stadt drei Monate als Au-pair arbeitete. Die nächsten Jahre verzehrte ich mich aus der Ferne, nun endlich habe ich die Gelegenheit, meine Liebe aufzufrischen. Die Stadt empfängt mich mit Regen. Sicher sind es Freudentränen. Ich lasse mich nicht schrecken, marschiere durch enge Gassen und breite Boulevards, die wie leergewischt im Regen schimmern. Wie von selbst lenken mich meine Schritte zum Campo de‘ Fiori. Hier fehlt die römische Pracht mit ihren Palazzi, quillen stattdessen Marktstände über. Es duftet nach erdiger Chicorée, würzigen Artischocken und frischen Zitronen. sich an Weihwasserbecken, Kirchenlehrer schauen streng aus der Höhe herab, umwallt von marmornen Gewändern. Diese Kirche ist Material schlacht, grandiose Übertreibung, der pure Kitsch – und dennoch auch Ausdruck tiefen Glaubens. Auf meiner Liste für den Nachmittag stehen Piazza Navona mit der Kirche St Agnes in Agone und dem Vier-Ströme-Brunnen, das Pantheon und die Via Condotti mit ihren edlen Boutiquen. Ich steige die Spanische Treppe empor und wieder herab, quetsche mich an der Fontane di Trevi durch die Menge und belohne mich schließlich mit einem Eis an der Via del Corso mit Blick auf das Monument für Emanuel II. Ich kehre ein im Gran Caffé Rione VIII (Via Santa Maria del Pianto 59) und stärke mich ausgiebig. Die hohen Decken geben diesem stillen Ort etwas Mondänes, Erhabenes. Die Ruhe hält an, denn ich tauche ein ins jüdische Viertel, dem Ghetto ebraico. Zwischen Marcellus-Theater und Palazzo Cenci verebbt die Hektik der Stadt, verstummt ihr Lärm. Es gibt koshere Restaurants, orthodoxe Gläubige mit Schläfenlocke kreuzen meinen Weg. Vorbei am Theater des Marcellus, besteige ich einen der sieben Hügel, auf denen Rom erbaut wurde. Hier auf dem Aventin liegt einer meiner Lieblingsorte. Im Giardino degli Aranci wachsen duftige Orangenbäume unter mächtigen Pinien, eine Terrasse gibt den Blick frei auf das regenfeuchte Rom. Als wollte die Stadt mich nun endlich willkommen heißen, bricht die Wolkendecke auf, kitzeln die letzten Sonnen strahlen des Tages die Dächer, gießen leuchtende Diamanten aus purem Licht über sie. Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen. Mein Ticket für den Petersdom erlaubt mir Einlass von 10 bis 10:15 Uhr. Als ich dort ankomme und die Schlange sehe, weiß ich: die 30 Euro haben sich gelohnt. Dank Ticket bin ich schnell im Inneren. Putten reiben Nachbarn 08/2019

NAH & FERN 11 Am Abend fahre ich zu Angelina (www.ristoranteangelina.com). Die großen Räume sind beiläufig, aber liebevoll eingerichtet und atmen das Flair vergangener Zeit. Ich lasse mich mit typisch römischer Küche verwöhnen und genieße allerlei Frittiertes, Pasta cacio e pepe und Tunfisch mit Fenchel und Orange. Am nächsten Morgen spaziere ich zum Abschied durchs Trastevere und setze mich an den Brunnen im Herzen des Viertels. Menschenmassen fluten den Platz, Touristen branden gegen die Stufen, auf denen ich sitze, und sind gleich darauf wieder verschwunden. Ist das noch meine Liebe, mein Rom on einst? Hinter mir höre ich einen Chor singen. Ich folge den Klängen ins ehrwürdige Gewölbe der Kirche Santa Maria in Trastevere. Ich verliere mich im Raum und in der Musik und weiß: Rom bleibt Rom. Immer wieder neu und doch wie immer. Viel Zeit bleibt mir nicht mehr. 48 Stunden sind zu wenig für eine Stadt wie Rom, reichen aber, um die Flamme unserer Liebe neu zu entfachen. Leb wohl Geliebte, ich kehre zurück. CG Weitere Infos: www.turismoroma.it/de. Ab Berlin-Tegel fliegen easyJet und Alitalia nach Rom, ab Schönefeld Ryanair. Nachbarn 08/2019

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