Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 07/2019

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12 NAH & FERN 48 Stunden

12 NAH & FERN 48 Stunden Ljubljana Zeitmaschine und Michelinstern Meine Basis für zwei Nächte Ljubljana: das Grand Hotel Union. Gestaltet ist es im Stil der Sezession, der hiesigen Spielart des Jugendstils, die ich schon aus Wien kenne. Apropos Sezession. Der berühmteste Architekt der Stadt baute genau in diesem Stil. Jože Plečnik entwarf nicht einfach nur Gebäude. Er gestaltete die Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Gesamtkunstwerk. Vormittags wandele ich auf seinen Spuren. Auf meiner Tour stehen die Drei Brücken und die Schusterbrücke, der zentrale Marktplatz und schließlich die National- und Universitätsbibliothek. Ihre Halle ist wirklich als Tempel des Wissens gestaltet, Marmorsäulen führen den Blick in die Höhe und fast erhebt sich mein Geist – da meldet sich mein Magen. Ich stimme ihn gnädig mit einem cold brew coffee namens Ruster im Tozd. Gemütliche Lederbänke, bunte Stühle und überall Fahrräder direkt am Fluss (tozd.eu). servieren die Kellner Bier aus zwanzig Zapfhähnen (pivnica-union.si/). In der Prulček Bar klingt der Abend bei Live-Musik schließlich aus (www.prulcek.si/). In diesem Sinne: Lahko noč! Gute Nacht! Tags drauf besteige ich die Burg, die Ljubljana seit rund 900 Jahren überragt. Hier hat es mir vor allem das Puppentheater-Museum angetan. Doch bleibt nur kurz Zeit für Stabpuppen und Marionetten, denn die „Zeitmaschine“ läuft schon. Ich springe hinein und treffe alsbald einen römischen Soldaten, Ritter Georg, schließlich sogar Kaiser Friedrich III. von Habsburg. Keine Sorge, mir ist die Hitze nicht zu Kopf gestiegen. Es sind verkleidete Tour guides, die aus Sicht ihrer Figur von der Geschichte der Burg berichten. So wird Historie lebendig! (www.ljubljanskigrad.si) Zum Abschluss der kleinen Sezession-Session besuche ich den Architekten zuhause. Vieles ist erhalten, seine Wohnräume ebenso wie persönliche Gegenstände. Hier lerne ich den Menschen Plečnik kennen. (mgml.si/en/ plecnik-house/) Der Nachmittag wird sportlich. Auf dem Programm: Standup Paddling auf der Ljubljanica. Erst weiht mich der Trainer in die Geheimnisse des Stehpaddelns auf einem Surfbrett ein, dann paddeln wir durch die Stadtmitte und erleben die Stadt aus ungewohnter Perspektive. Eine wackelige Angelegenheit – zu Beginn bin ich mehr neben als auf dem Brett. (www.visitljubljana.com) Abends starte ich im Nobel Burek (Miklošičeva cesta 30). Blätterteig mit Hackfleisch- oder Käsefüllung ist doch die perfekte Grundlage für a night out. Weiter geht’s im Bierlokal Union. An einer der längsten Theken der Stadt Nachbarn 07/2019

NAH & FERN 13 Mittags statte ich dem heiligen Nikolaus in seiner Kathedrale einen Besuch ab. Staunend schweift mein Blick nach oben, barocke Pracht leuchtet gülden im hohen Kreuzgewölbe. Die Fresken sind plastisch und detailreich und kaum auf einen Blick zu erfassen. Abends geht es hoch hinaus: Im Restaurant in der 20. Etage des InterContinental Hotels kocht Küchenchef Alfredo Russo. Seine michelingekrönte Küche wird nur durch den Blick auf die Burg und die Stadt übertroffen. Ein angemessener Abschluss für die Tage. Beim nächsten Mal schaue ich besser in den Terminkalender der Stadt, die auch für ihre Festivals berühmt ist: Jazz, Straßentheater oder Klassik? Ich finde sicher noch viele weitere Gründe, Sloweniens Hauptstadt zu besuchen. Ab Berlin-Schönefeld fliegt easyJet direkt nach Ljubljana. CG

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