Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 07/2019

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10 Der Natur auf der

10 Der Natur auf der Spur Kinder, ab in den Wald! Das 15. Internationale Workcamp Rangsdorf steht in den Startlöchern: Ab dem 6. Juli werden erneut junge Menschen aus aller Welt gegen Kost und Logis Freiwilligenarbeit leisten. Markus Mohn vom Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e.V. (LPV) hat das Workcamp vor 15 Jahren nach Rangsdorf geholt und betreut es von Beginn an. Seitdem plant er jährlich ein Landschaftspflege-Projekt in und um Rangsdorf, dem Tor in die Zülowniederung. Das Vorhaben nimmt er dann gemeinsam mit den Jugendlichen in Angriff. Dieses soll während des dreiwöchigen Camps machbar sein, so haben die Teilnehmer am Ende immer auch sichtbare Ergebnisse vorzuweisen. Jugendliche aus 9 Nationen in Rangsdorf In diesem Jahr steht der Klimagarten Rangsdorf nahe des historischen Dorfangers auf dem Plan. Eine Trockenmauer soll angelegt, die Wege und Zugänge weiter ausgebaut werden, damit der Garten besser erreichbar wird. Wenn dann noch Zeit bleibt, sollen auch ein Kleingewässer, Beete und ein Komposthaufen angelegt werden. Markus Mohn freut sich darauf, das Vorhaben Nachbarn 07/2019 gemeinsam mit den Workcamp-Teilnehmern anzupacken, geht es jedoch entspannt an: „Wir halten das Ganze ergebnisoffen und schaffen eben das, was wir schaffen.“ Die Jugendlichen werden vormittags arbeiten und dürfen am Nachmittag Freizeit genießen, dabei sind auch diverse gemeinsame Ausflüge geplant. Das grüne Klassenzimmer Jenseits des Internationalen Workcamps findet Markus Mohns Arbeitsalltag im Waldhaus Blankenfelde statt. Von hier koordiniert er gemeinsam mit vier Kolleginnen die unterschiedlichsten Projekte, vom Anlegen einer Querung für Fischotter unterhalb der Bundesstraße 96 bis hin zur Pflege von Orchideen wiesen bei Zossen. Neben Naturund Artenschutz ist eine weitere Hauptaufgabe des Vereins die Umweltbildung. In diesem Rahmen führt Markus Mohn auch schon mal Kitagruppen und Schulklassen durch für diese oft unbekanntes Terrain: „Es geht vor allem darum, Kinder erst einmal wieder in die Natur zu bringen und sie den Wald erleben, spüren, schmecken und riechen zu lassen.“ Die zunehmende Naturentfremdung kann er nun schon einige Jahre beobachten, arbeitet er doch bereits seit 2004 fest angestellt für den Landschaftspflegeverein. Verwurzelt im ehemaligen Grenzgebiet Zuvor hat er hier bereits ein Praktikum sowie seinen Zivildienst absolviert. „Beruflich bin ich noch nicht so viel herumgekommen“, lacht er. Zum einen hat ihn sein Studium hergeführt –

11 zunächst Forstwirtschaft in Eberswalde, anschließend Landschaftsplanung an der TU Berlin – zum anderen die räumliche Nähe zu Blankenfelde. Er ist nebenan im Westberliner Stadtteil Lichtenrade groß geworden, lernte seine heutige Arbeitsregion quasi mit dem Mauerfall kennen. Ehrenamtlich half er damals mit, weite Teile des ehemaligen Grenzstreifens von Großziethen bis Teltow aufzuforsten. Seine Tätigkeit beim LPV lässt vermuten, dass er vor allem in der freien Natur arbeitet, allerdings verbringt er einen Großteil der Arbeitszeit an seinem Schreibtisch im Waldhaus. Nicht zuletzt deswegen ist das Workcamp und das gemeinsame Arbeiten mit den Jugendlichen jeden Sommer wieder eine willkommene Abwechslung. DA Was bisher geschah Die jährlichen Projekte im Rahmen des Internationalen Workcamps münden auch immer in vorzeigbaren Resultaten, die den Anwohnern um die Zülowniederung einen tollen Mehrwert bieten. So wurde beispielsweise an den Zülowseen inmitten von Rangsdorf ein Entdeckerpfad befestigt und damit ein Stück Natur erlebbar gemacht. Weiterhin wurde am Ufer des Rangsdorfer Sees eine mittlerweile vielbesuchte Vogelbeobachtungsplattform angefertigt. Im Gutspark Groß Machnow haben die Camp-Teilnehmer tonnenweise Asphalt entsiegelt und stattdessen natur- und denkmalgerechte Wege angelegt, im letzten Sommer ist hier außerdem in Nachbarschaft der Grundschule der „Bauerngarten Groß Machnow“ entstanden. Nachbarn 07/2019

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