Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 05/2019

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6 STANDORTENTWICKLUNG

6 STANDORTENTWICKLUNG Luftverkehr in der Hauptstadtregion Wachstum der letzten Jahre bewältigen In den letzten 30 Jahren hat sich der Luftverkehr in Deutschland und vor allem am Standort Berlin stark verändert. 2018 flogen schon 34,7 Millionen Passagiere von und nach Berlin. Was waren die Ursachen und wie gehen Flughäfen mit solch einem Wachstum um? Anfang der 2000er Jahre begannen Low Cost Airlines in Europa und auch in Deutschland Fuß zu fassen. In Berlin nahm das Wachstum in 2002 mit Germanwings (nun Eurowings) und 2004 mit easyJet Fahrt auf. Dazu kamen später Norwegian, Vueling und andere. Mittlerweile bedienen alle großen Low Cost Airlines Europas die Hauptstadtregion. Low Cost Airlines und Attraktivität der Region Das Erfolgskonzept von Low Cost Airlines basiert auf der effizienten Ausnutzung der Ressourcen und der niedrigen Kosten. Die Auslastung der Flugzeuge beträgt bei Low Cost Airlines zwischen 80 und 90 Prozent, Kosten werden durch neue Verfahren und innovative Konzepte niedrig gehalten. Auch initiierten diese Fluggesellschaften das „unbundling“ – für jedes Produkt und jeden Service muss separat gezahlt werden. Viele dieser Änderungen haben Full Service Airlines mittlerweile übernommen und ihr Produkt entsprechend angepasst. Die Stimulation des Marktes aufgrund von niedrigen Ticketpreisen führte zu einem überdurchschnittlichen Passagierwachstum. Hinzu kommt eine positive wirtschaftliche Entwicklung und die Attraktivität der Region als Ziel für Besucher aus In- und Ausland. Aufgrund der hohen Nachfrage sind sehr viele neue Verbindungen innerhalb Europas ab Berlin in den letzten Jahren dazu gekommen. Im Vergleich zu anderen deutschen Flughäfen ist das Luftverkehrsaufkommen an den Flughäfen Berlin Tegel und Schönefeld überdurchschnittlich gewachsen. Verändern sich die Prognosen, muss die Infrastruktur angepasst werden Die Infrastruktur der Flughäfen der Hauptstadtregion wurde in den letzten Jahren entsprechend dem Wachstum angepasst. Gleichzeitig ermöglichten höhere Auslastungen und größere Flugzeuge diese Entwicklung, bei der die Anzahl 215.486 Flugzeugbewegungen 2009 20.977.258 Passagiere der Flugbewegungen nicht so stark wächst wie die Passagierzahl. Die Grafik unten zeigt die entsprechende Entwicklung der letzten zehn Jahre. Die durchschnittliche Auslastung wuchs von 70 Prozent in 2009 auf fast 80 Prozent in 2018. Ausblick BER Mittlerweile geht man davon aus, dass 2020 am BER über 35 Millionen Fluggäste ankommen und abfliegen können. Um dem prognostizierten Passagiervolumen bis 2040 eine bedarfsgerechte Infrastruktur zur Verfügung stellen zu können, wurde ein strategisches Leitbild – der Masterplan BER 2040 – entwickelt. Projekte wie der Bau des Terminal 2 basieren auf diesen Prognosen und sollen den bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur garantieren. red 279.936 Flugzeugbewegungen 2018 34.726.367 Passagiere Nachbarn 05/2019

SCHALLSCHUTZ 7 Schallschutztag am 13. Juni 2019 Alle Infos zum Schallschutz Die Flughafengesellschaft lädt alle Flughafenanwohner zum Schallschutztag 2019 ein. Der Schallschutztag findet am 13. Juni 2019 von 10 bis 19 Uhr im Haus DIALOG-FORUM, in der Mittelstraße 11 in Schönefeld, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Vor Ort stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung, aufgrund der Nähe zum S-Bahnhof Schönefeld empfiehlt sich die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Knapp anderthalb Jahre vor der Eröffnung des BER haben dort alle Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit sich über den Schallschutz an ihrem Haus zu informieren und mit Baufirmen und dem Schallschutzteam der FBB ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich wird es Fachvorträge mit Tipps und Hinweisen zum Schallschutz geben. Die Besucher können auch erfahren, wie sie ihre Häuser noch vor der Inbetriebnahme des BER vor dem zu erwartenden Fluglärm schützen können. Zum jetzigen Zeitpunkt haben über 9.000 Hauseigentümerinnen und Haus eigentümer die vom Flughafen „Am Schallschutztag möchte unser Schallschutzteam mit den Flughafenanwohnern ins Gespräch kommen. Fragen lassen sich am besten im individuellen Gespräch miteinander klären.“ Ralf Wagner, Schallschutzchef der FBB ¢ Weitere Informationen Nachbarn.berlin-airport.de → Schallschutzprogramm BER → Schallschutztage zugesagte Finanzierung der Schallschutzmaßnahmen noch immer nicht genutzt. Die Häuser sind also noch nicht vor Fluglärm geschützt. Schon seit 2016 lädt die FBB jährlich zu Schallschutztagen ein und konnte dazu bereits weit mehr als 1.000 Gäste begrüßen. In individuellen Einzelgesprächen konnten viele Fragen gelöst und der Einbau von Schallschutz vorangetrieben werden. OKS Nachbarn 05/2019

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