Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Nachbarn 02/20

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10 NAH & FERN Einmal

10 NAH & FERN Einmal Vergangenheit und zurück Ölberg, Klagemauer, Apfelstrudel Meine Liste mit Orten, die ich besuchen will, ist lang. Es stehen exotische Orte darauf wie Marrakesch, aber auch heimische Ziele wie Wernigerode. Aber selten war ich so aufgeregt, eine Stadt zu besuchen wie jetzt. Von Jerusalem träumte ich seit Kindertagen. Wohl keine Stadt spielt eine so wichtige Rolle für unsere Kultur, für unseren Glauben und Überzeugungen. Jerusalem ist nicht nur eine Stadt. Sie ist ein Symbol für die Ursprünge unserer Gesellschaft, scheint hier doch die Wiege all unserer Werte zu stehen. Kaum haben meine Freunde und ich unser Hotel bezogen, starten wir unsere Tour durch die Altstadt, spazieren durchs christliche und armenische Viertel. Schon nach wenigen Schritten fühle ich mich von der einzigartigen Atmosphäre gefangen. Die Häuser stehen eng beieinander, nur wenig Licht findet seinen Weg nach unten. Es herrscht geschäftiges Treiben zwischen den goldstrahlenden Mauern. Uns kommt eine Prozession entgegen. Der Priester trägt mit anderen Gläubigen ein schweres Holzkreuz, sie singen Litaneien. Etwas weiter kaufen tief verschleierte Frauen Gemüse. Orthodoxe Juden stehen in einer Gruppe und diskutieren leidenschaftlich. Es hat etwas Magisches: wenige Meter nur haben wir hinter uns gelassen und scheinen zugleich Jahrhunderte zurückgeworfen. Wären da nicht die Touristen in Alltagskleidung mit Handy oder die Soldaten, die in Israel allgegenwärtig sind, könnte man meinen, wir wären durch ein Zeitportal in die Vergangenheit gestürzt. Die Grabeskirche pumpt wie das Herz des Viertels die Gläubigen durch ihre Hallen und Kapellen, füllt sie mit Glückseligkeit an als wäre es die Lunge, die das Blut mit Sauerstoff anreichert. Gleich am Eingang liegt der Stein, auf dem Jesus gesalbt worden sein soll. Manche streichen mit Tüchern darüber, als wollten sie die Heiligkeit einsammeln, und filmen sich dabei. Uralte Rituale, modern interpretiert. Zentrum und heiligstes Heiligtum in Innern: die kleine Kapelle, die die Stelle markiert, wo Jesus gekreuzigt wurde (Zutritt nur mit langer Kleidung). Wir treten hinaus ins Licht, zurück ins 21. Jahrtausend. Im Österreichischen Hospiz, dem ältesten christliches Gästehaus in der Heiligen Stadt, wird die Widersprüchlichkeit Jerusalems deutlich: Nur zwei Schritte trennen hier orientalische Stimmung von wienerischer Gemütlichkeit. Wir sitzen in einem tropischen Garten, genießen Apfelstrudel und Melange, im Hintergrund ruft der Muezzin die Gläubigen zum Gebet. Paradiesisch absurd (www. austrianhospice.com). Mein Tipp: Rauf aufs Dach, tolle Aussicht. Der Eintritt lohnt sich. Die wenigen Tage, die uns bleiben, verbringen wir mit dem Eintauchen in fremde Welten und der Begegnung mit schwerem Erbe. Wir kommen an der Klagemauer mit Rabbinern ins Gespräch, plaudern mit der Ordensschwester beim Kauf von Postkarten im Klosterladen und diskutieren mit einem Aufseher in Yad Vashem. Diese Gedenkstätte beschäftigt sich mit dem Holocaust, oft auch auf ganz ungewöhnliche Weise. So berühren mich die Allee und der Garten der Gerechten unter den Völkern besonders (www.yadvashem.org). Fürs Israel Museum haben wir uns einen ganzen Tag reserviert und betrachten rituelle Gegenstände und moderne israelische Kunst und nicht zuletzt die berühmten Schriftrollen vom Toten Meer (www.imj.org.il). Später besteigen wir den Ölberg, genießen das einmalige Panorama mit dem golden glänzenden Felsendom und begrüßen die ankommende Nacht. Die Farben mäandern, die untergehende Sonne verwandelt die Altstadt erst in rotes Leuchten, bevor sich die Schatten ausdehnen. Langsam geht die künstliche Beleuchtung an und taucht die Welt in ein neues Licht. Eine Stadt, vielfältig und verwirrend, bereichernd und wunderschön. Eine Reise, die mich nachhaltig beeindruckt hat. CG ¢ Weitere Infos: info.goisrael.com Ab Schönefeld fliegen El AL, ab Tegel easyJet und Ryanair. Zusätzlich fliegt easyJet ab Schönefeld nach Tel Aviv. Nachbarn 02/2020

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