Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2018 wurden an den Flughäfen rund 34,7 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Geschäftsbericht 2017

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

88 | Flughafen Berlin

88 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH haben ihre Forderungen gerichtlich geltend gemacht. In einem Teil der Verfahren wurden die Forderungen erstinstanzlich zurückgewiesen. Die Entscheidungen sind aber noch nicht rechtskräftig. Erkennbare Risiken wurden im Jahresabschluss durch die Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Weitere Risiken können nicht gänzlich ausgeschlossen werden, sind derzeit aber nicht hinreichend quantifizierbar. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von EUR 823,3 Mio. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende vertraglich fixierte bzw. beauftragte Sachverhalte: Nr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 31.12.2017 Mio. EUR 31.12.2016 Mio. EUR 1 Schallschutzmaßnahmen 378,0 436,0 2 Bestellobligo aus erteilten Investitions aufträgen 346,1 349,1 3 noch in Prüfung befindliche Rechnungen für aktivierungspflichtige Maßnahmen 67,2 86,2 4 Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 29,4 23,1 5 Zahlungsverpflichtungen für Ausgleichs abgabe für Versiegelung gemäß Planfest stellungsbeschluss 2,6 2,6 Gesamt 823,3 897,0 Aus dem (ergänzenden) Planfeststellungsbeschluss besteht die Verpflichtung, Schallschutzmaßnahmen (Ziffer 1) vorzunehmen bzw. Entschädigungszahlungen zu leisten. Diese Verpflichtungen belaufen sich bis zur Inbetriebnahme auf bis zu EUR 378,0 Mio. Die erteilten Investitions-/Beratungsaufträge (Ziffer 2) betreffen im Wesentlichen Maßnahmen für den BER, u. a. Terminal, Tiefbau, Planung, Technische Infrastruktur sowie für die Ausbauprojekte. Bis zum Bilanzstichtag bei der FBB eingegangene, aber noch in Prüfung befindliche Rechnungen für aktivierungspflichtige Maßnahmen (Ziffer 3) belaufen sich auf EUR 67,2 Mio. Hinsichtlich dieser Rechnungen ist noch keine endgültige Klärung über die tatsächlich angemessene Höhe der angemeldeten Ansprüche der Bauleistenden erfolgt. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Ziffer 4) enden zwischen 2017 und 2027 und betreffen überwiegend Erbpacht, Bürogebäude, IT-Ausstattung, Fahrzeuge und Büromöbel. Derivative Finanzinstrumente Die Zinsen für die langfristige Fremdfinanzierung stellen einen wesentlichen Bestandteil der Zahlungsverpflichtungen der FBB dar. Die Gesellschaft hat sich daher im Dezember 2006 durch den Abschluss von Zinsswaps gegen einen Anstieg des Zinsniveaus und den damit einhergehenden

Unsere Zahlen | 89 ansteigenden Finanzierungs-kosten abgesichert. Es handelt sich hierbei jeweils um eine Absicherung künftiger Cash Flows. Das zu sichernde Risiko ist die Wertänderung der Zinszahlungen für die langfristige Fremdfinanzierung aufgrund sich ändernder 3-Monats-Euribor Zinssätze. Das Ziel der Zinssicherungsgeschäfte ist es, einen festen Zinssatz für einen Teil der erwarteten Zinszahlungen (3-Monats-Euribor) zu etablieren und somit Planungssicherheit zu schaffen. Als Grundgeschäft für die Sicherung diente bis Februar 2017 die variabel verzinste BER Langfristfinanzierung bestehend aus den EIB-Kreditverträgen sowie der alten Konsortialfinanzierung, beide unterzeichnet in 2009. Im Februar 2017 erfolgte eine Restrukturierung der Konsortialfinanzierung. Hierbei wurde der überwiegende Anteil über eine Festzinstranche refinanziert. Auf Basis dieser Ausgangslage wurden die Zinsswaps in 2017 an den Kapitalverlauf der EIB-Kreditverträge angepasst. Durch die Zinsswaps wird der verbliebene variabel verzinste Anteil über eine fest vereinbarte Laufzeit bis 2026 gegen Zinsschwankungen gesichert. Die EIB-Kreditverträge haben eine Laufzeit bis 2034 bzw. 2035. Für die künftigen Zinszahlungen der benannten Grundgeschäfte sind Risiken aus Zahlungs-stromschwankungen in der vorgenannten Höhe somit ausgeschlossen. In diesem Zeitraum werden sich die gegenläufigen Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollumfänglich ausgleichen. Die Zinsswaps und die Kredite zur Finanzierung des Baus des BER bilden eine Mikro-Bewertungseinheit nach HGB. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Wertänderungen der Zinsswaps werden soweit nicht bilanziert, wie sie durch Wertänderungen des Grundgeschäfts ausgeglichen werden. Für einen gegebenenfalls entstehenden Verlustüberhang wäre eine Drohverlustrückstellung zu bilden. Die beizulegenden Zeitwerte per 31. Dezember 2017 belaufen sich bei einem Nominalwert von rd. 863,2 Mio. EUR auf -217,4 Mio. EUR. Die Ermittlung der Marktwerte der Swaps erfolgte mit Hilfe der Discounted Cash Flow-Bewertung. Dabei wurden die zukünftigen Zinszahlungen mit der Zinsstrukturkurve vom 29. Dezember 2017 diskontiert. Der Barwert dieser Zahlungen stellt den Wert der Swaps dar. Bei den fünf Swaps handelt es sich um amortisierende Payer-Zinsswaps. Die prospektive Effektivität der Sicherungsbeziehung wird auf Basis der Critical- Term-Match-Methode ermittelt. Die Critical-Term-Match-Methode geht von einer vollständigen Effektivität aus, so dass gemäß IDS RS HFA 35 Tz. 59 auf einen retrospektiven Effektivitätstest verzichtet werden kann. Da von einer vollständigen Effektivität auszugehen ist, ist keine Drohverlustrückstellung für das Geschäftsjahr 2017 zu bilden. Nach § 314 Nr. 15a HGB ist die Höhe der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken im Anhang anzugeben. Dabei handelt es sich um die aufgrund der Bildung der Bewertungseinheit nicht zu berücksichtigenden negativen Marktwerte der Swaps von -217,4 Mio. EUR.

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