Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Geschäftsbericht 2017

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

52 | Flughafen Berlin

52 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Luftqualität Technische und ökologische Luftgüteüberwachung Die Luftqualität am Flughafenstandort Berlin-Schönefeld wird seit Juli 2011 durch eine Luftgütemessstelle auf dem Betriebsgelände kontinuierlich überwacht. Die dafür eingesetzte Messtechnik erfasst sowohl gasförmige als auch partikulare Luftschadstoffe. Zugriff auf die Messdaten hat neben der FBB auch das Landesamt für Umwelt Brandenburg, welches auch eine Qualitätskontrolle der Messdaten durchführt. Sämtliche zu überwachende Luftgüteparameter lagen 2017 deutlich unterhalb der Grenzwerte. Die Messdaten können als Jahresbericht und als Tagesmittelwerte im Nachbarschaftsportal der FBB-Website als auch auf der Internetseite des Landesamtes für Umwelt eingesehen werden. Die FBB untersucht die Luftqualität am jetzigen Flughafen Schönefeld und künftigen Flughafen BER seit 2011 zudem mit Hilfe eines Bio- und Bienen- Monitorings. Dafür wurden auf dem Gelände und im Umfeld des Flughafens in Abhängigkeit der Jahreszeit ent- weder Graskulturen oder auch Grünkohlpflanzen ausgebracht. Beide Pflanzenarten eignen sich besonders gut als Bioindikator, da sie bestimmte Luftschadstoffe anreichern. Beim Bienen-Monitoring werden Pollen, Wachs und Honig aus dem Flughafenumfeld mit Honig aus anderen Regionen verglichen und Rückstände von Schadstoffen analysiert. Die Monitorings werden von unabhängigen Gutachtern bewertet und zeigen seit 2011 ein eindeutiges Ergebnis: Der Flughafen Schönefeld hat keinen relevanten Einfluss auf die Qualität von Honig. Das Biomonitoring zeigte keinen Einfluss des Flughafenbetriebs auf die Luftschadstoffe in der Umgebung. Die Luftgütemessstellen der FBB liefern Ergebnisse über die Luftqualität am Flughafenstandort. Seit 2016 sind auch Ultrafeinstaubmessungen möglich. Ultrafeinstaubmessungen am Flughafen Schönefeld Seit September 2016 führt die FBB Ultrafeinstaubmessungen am Flughafenstandort durch. Diese Messungen haben einen rein wissenschaftlichen Hintergrund und sollen zur besseren Charakterisierung der Außenluftzusammensetzung im Flughafenumfeld beitragen. Eine Grenzwertvorgabe für Ultrafeinstaub existiert nicht. Seit 2017 verfügt die FBB über eine mobile Luftgütemessstelle, die auch Ultra- feinstaubmessungen durchführt. Mit der mobilen Messstelle sind Messungen außerhalb des Flughafengeländes möglich.

Umwelt | 53 Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen Die Flughafengesellschaft unterstütz seit 13 Jahren das Internationale Workcamp in der Zülowniederung. 2017 fanden die Arbeiten am Klimagarten Rangsdorf statt. Die FBB sorgt dafür, dass die unvermeidbaren Veränderungen der Landschaft ökologisch ausgeglichen werden. So wurden für frühere Lebensräume von Tieren und Pflanzen, die durch den Bau des BER verloren gegangen sind, an anderer Stelle hochwertige Ersatzflächen geschaffen. Die FBB schafft diese Flächen aber nicht nur, sie übernimmt für einen Zeitraum von 25 Jahren auch die Verantwortung für deren nachhaltige und optimale Entwicklung. Die FBB hat u.a. ein „grünes Band“ mit einer Fläche von 500 Hektar geschaffen, welches sich rund um den BER legt und die dortige Landschaft mit attraktiven Erholungsorten für Anwohner und Besucher aufwertet. Das größte Einzelprojekt bei den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ist die ökologische Aufwertung der Zülowniederung. Das Areal liegt im Süden Berlins zwischen Mittenwalde, Dabendorf und Groß Machnow/Rangsdorf und umfasst rund 2.600 Hektar offene Niederungslandschaft. Die FBB hat dort in Zusammenarbeit mit dem Verein für Landschaftspflege und Umweltschutz Teltow-Fläming e.V. (VLU TF) zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Die Ausgleichsmaßnahmen verbessern die Lebensbedingungen für Flora und Fauna und steigern damit auch den Erlebniswert der Zülowniederung.

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