Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Geschäftsbericht 2017

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

108 | Flughafen Berlin

108 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH B.3 Liegenschaften Die FBB ist Eigentümerin von Grundstücken mit einer Gesamtfläche von rund 1.890 Hektar. Davon werden ca. 77 % für die unmittelbar betriebsnotwendige Flughafeninfrastruktur benötigt. Von den übrigen Flächen stehen im unmittelbaren Flughafenumfeld aktuell noch rund 184 Hektar für Immobilienentwicklungen einschließlich Vermarktung zur Verfügung. Die Flächen weisen sehr unterschiedliche Lagequalitäten und Entwicklungszustände auf, so sind Gewerbeflächen in unterschiedlichem Maße erschlossen und vermarktungsfähig. Die landseitige Entwicklung bietet ein hohes Ertragspotenzial zur Stärkung der Eigenfinanzierungskraft der FBB. Daher wurde ein infrastrukturelles Leitbild innerhalb des Projektes Masterplan BER 2040 entwickelt. Es weist Flächen für die Entwicklung der luft- und landseitigen Quartiere und deren Nutzungsschwerpunkte aus. Im Rahmen der Masterplanung wurde ein städtebauliches Grundgerüst zur Entwicklung von rund 420.000 m² Brutto-Grundfläche in Midfield Gardens und Airgate entwickelt. Es sollen Quartiere mit deutlichem Büroschwerpunkt und urbaner Qualitätsanmutung entstehen, die zu einer Attraktivitätssteigerung des gesamten Standortes BER beitragen werden. a) Airport City Das Projekt Masterplan BER 2040 hat den Ausbau der Infrastruktur, konzentriert zwischen den Start- und Landebahnen, im sogenannten Midfield Szenario, definiert. Die Präferenz der Midfield-Variante hat vor allem dazu geführt, dass die ursprüngliche Funktion der Airport City als urbaner Ort durch die Terminalentwicklung überlagert wurde. Diese Funktion soll Midfield Gardens als die neue Airport City übernehmen. Im Zuge der Masterplanung soll hier ein Ort entstehen, der viele unterschiedliche Funktionen in sich vereint und eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. b) Business Park Berlin Die Gesamterschließung im Business Park Berlin erfolgt in drei Bauabschnitten und wird mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Bereits vor der Eröffnung des BER konnten rund 66 der insgesamt 109 Hektar vermarktet werden. Die Realisierung des dritten Erschließungsabschnittes wird in Abhängigkeit von der Nachfragesituation und der sich am Standort ansiedelnden Unternehmen erfolgen. c) Maintenance Area Im Quartier der Maintenance Area sind die am Flughafen BER tätigen Wartungsbetriebe sowie Serviceeinrichtungen der FBB untergebracht. So wurden bereits Hangars verschiedener Partner an diesem Standort realisiert. 2017 konnte ein weiterer Erbbaurechtsvertrag über ein Grundstück in der Maintenance Area beurkundet werden. Hier soll ein Wartungshangar für die Business Aviation ab

Unsere Zahlen | 109 2018 realisiert werden. Dem Lufthansa Konzern konnten zwei Erbbaurechts-Vertragsangebote unterbreitet werden, um weitere Wartungshangars zu errichten. d) Nachnutzung des Bestandsflughafens Schönefeld (SXF) Vor Inbetriebnahme des BER muss SXF in den nächsten zwei bis drei Jahren bis zu 14 Mio. Fluggäste pro Jahr bewältigen. Erste kleinere Maßnahmen wie der Bau des Terminals D2 (Ankunft) und die Ertüchtigung des Terminals C (Sicherheitskontrollen) sind bereits 2016 durchgeführt worden. Mit dem aktuell erarbeiteten Konzept Betriebsoptimierung Schönefeld wird mit einigen Maßnahmen die Betriebsfähigkeit bis 2025 sichergestellt und zudem die Voraussetzungen geschaffen, um dem Bund Ende 2021 die Fläche zur Realisierung des Regierungsflughafens zu übergeben. Die Defizite der Terminalinfrastruktur liegen im Bereich der Warteraum- und Gatekapazität sowie der Dezentralität der Sicherheits- und Passkontrollstellen begründet. In einem ersten Schritt wird ein temporärer Warteraum mit ca. 2.300 m² bereits zum Sommerflugplan 2018 auf einer Luftfahrzeugposition – angebunden über vorhandene Fluggastbrücken – geschaffen. Dieser ermöglicht es zum einen, ad hoc die Aufenthaltsqualität zu verbessern, und zum anderen, die mit den Folgeprojekten, Umbau des Terminals D1 und Pier 3a, zu erwartenden baubedingten Einschränkungen abzumildern. Mit dem Terminal D1 wird der luftseitige Zugang für Personal und Waren gestärkt (ZKS – Zugangskontrollstelle), werden leistungsfähigere Sicherheitskontrollstellen und zusätzliche Non-Schengen-Warteräum mit teilzentralisierter Passkontrolle eingerichtet. Gleichzeitig werden die Non-Aviation-Angebote verbessert. Der Pier 3a, bisher mit getrennter Abflug- und Ankunftsebene betrieben, wird über zwei Ebenen als Warteraumfläche (Ebene 0 – Schengen, Ebene 1 – Non-Schengen) mit einer weiteren teilzentralen Passkontrolle Abflug hergerichtet. Das dem Pier 3a zugeordnete Vorfeld wird auf eine flexible Nutzung für direktes Boarding/Deboarding aus dem Gebäude sowie zur Busandienung eingerichtet. Nach Abschluss beider Maßnahmen kann der temporäre Warteraum aufgegeben werden. Zur Verbesserung der landseitigen Erschließung werden die Buszufahrten und -plätze für den lokalen und Fernverkehr neu orientiert. Um dort einen stabilen Betrieb sicherzustellen, werden die vorhandenen Terminals so weit ertüchtigt, dass bis zu einer vollständigen Aufgabe des kommerziellen Luftverkehrs in BER-Nord voraussichtlich im Jahr 2025 eine Kapazität von bis zu 10 Mio. Fluggäste/Jahr bereitsteht. Ende 2021 werden große Teile der Flugbetriebsflächen (Vorfeld 2, 2a und Teile von Vorfeld 3) infolge der Baufeldübergabe an den Bund für die endständige Herrichtung des Regierungsflughafens übergeben. Vorausschauend werden zwischen 2018 und 2020 Ersatzvorfeldflächen (temporäres Vorfeld 3b) angelegt, um ausreichend Abfertigungspositionen für die v. g. Verkehrsmenge bereitzuhalten. Des Weiteren wird das Rollwegenetz so weit angepasst, dass eine sichere, d. h. begegnungsfreie Rollverkehrsführung von und zu beiden Start- und Landebahnen möglich ist (temporärer Rollweg K6, Rollweg K5).

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