Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2017 wurden an den Flughäfen rund 33,3 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Geschäftsbericht 2016

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

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→ 80 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Der FBB liegen Anspruchsschreiben von Airlines, Dienstleistern, Mietern und weiteren Unternehmen mit der Forderung auf Schadensersatz/Regress aufgrund der Verschiebung der für den 3. Juni 2012 avisierten Inbetriebnahme des Flug hafens Berlin Brandenburg (BER) vor. Die überwiegende Anzahl der Schreiben macht die Forderungen zunächst nur dem Grunde nach geltend; beziffert sind die Anspruchsschreiben in den wenigsten Fällen bzw. allenfalls mit Schätzungen versehen. Aus diesem Grund lässt sich derzeit keine abschließende Aussage über die gesamte Höhe der Forderungen der einzelnen Anspruchsteller machen. Die FBB hat sich mit einem Teil der Anspruchsteller außergerichtlich geeinigt. Die FBB geht weiterhin davon aus, dass ein Teil der Forderungen über gerichtliche Streitigkeiten geklärt werden wird, da es recht liche Fragestellungen zu klären gibt. Erkennbare Risiken wurden im Jahresabschluss durch die Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Weitere Risiken können nicht gänzlich ausgeschlossen werden, sind derzeit aber nicht hinreichend quantifizierbar. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von EUR 899,1 Mio. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende vertraglich fixierte bzw. beauftragte Sachverhalte: Nr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 31.12.2016 Mio. EUR 31.12.2015 Mio. EUR 1 Schallschutzmaßnahmen 436,0 551,0 2 Bestellobligo aus erteilten Investitions aufträgen 349,1 236,4 3 noch in Prüfung befindliche Rechnungen für aktivierungspflichtige Maßnahmen 86,2 15,8 4 Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 23,1 18,0 5 Zahlungsverpflichtungen für Ausgleichs abgabe für Versiegelung gemäß Planfest stellungsbeschluss 2,6 6,0 Gesamt 899,1 827,2 Aus dem (ergänzenden) Planfeststellungsbeschluss besteht die Verpflichtung, Schallschutzmaßnahmen (Ziffer 1) vorzunehmen bzw. Entschädigungszahlungen zu leisten. Diese Verpflichtungen belaufen sich bis zur Inbetriebnahme auf bis zu EUR 436,0 Mio. Die erteilten Investitions-/Beratungsaufträge (Ziffer 2) betreffen im Wesentlichen Maßnahmen für den BER, u. a. Terminal, Tiefbau, Planung, Technische Infrastruktur sowie für die Ausbauprojekte. Bis zum Bilanzstichtag bei der FBB eingegangene, aber noch in Prüfung befindliche Rechnungen für aktivierungspflichtige Maßnahmen (Ziffer 3) belaufen sich auf EUR 86,2 Mio. Hinsichtlich dieser Rechnungen ist noch keine endgültige Klärung über die tatsächlich angemessene Höhe der angemeldeten Ansprüche der Bauleistenden erfolgt.

Unsere Zahlen | 81 ← Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Ziffer 4) enden zwischen 2017 und 2027 und betreffen überwiegend Erbpacht, Bürogebäude, IT-Ausstattung, Fahrzeuge und Büromöbel. Derivative Finanzinstrumente Die Zinsen für die langfristige Fremdfinanzierung stellen einen wesentlichen Bestandteil der Zahlungsverpflichtungen der FBB dar. Die Gesellschaft hat sich daher im Dezember 2006 durch den Abschluss von Zinsswaps gegen einen Anstieg des Zinsniveaus und den damit einhergehenden ansteigenden Finanzierungskosten abgesichert. Es handelt sich hierbei jeweils um eine Absicherung künftiger Cash Flows. Das zu sichernde Risiko ist die Wertänderung der Zinszahlungen für die langfristige Fremdfinanzierung aufgrund sich ändernder 3-Monats-Euribor Zinssätze. Das Ziel der Zinssicherungsgeschäfte ist es, einen festen Zinssatz für einen Teil der erwarteten Zinszahlungen (3-Monats-Euribor) zu etablieren und somit Planungssicherheit zu schaffen. Als Grundgeschäft für die Sicherung dienen im Zeitraum von 2016 bis 2026 die variabel verzinste BER Langfristfinanzierung bestehend aus den EIB-Kreditverträgen sowie der Konsortialfinanzierung, beide unterzeichnet in 2009. Die EIB-Kreditverträge haben eine Laufzeit bis 2034 bzw. 2035. Die Konsortialfinanzierung hat eine Laufzeit bis Juni 2019. Ab Juni 2019 ergäbe sich hieraus für zwölf Zinsperioden eine Übersicherung. Es ist jedoch als hinreichend wahrscheinlich anzusehen, dass die Konsortialfinanzierung im Anschluss an die reguläre Laufzeit zu hinsichtlich Zahlungsterminen und Zinssatz gleichbleibenden Konditionen verlängert werden würde. Auf Basis dieser Annahme ist für den Anteil der Übersicherung ein antizipatives Grund geschäft gegeben. Für die künftigen Zinszahlungen der benannten Grundgeschäfte sind Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in der vorgenannten Höhe somit ausgeschlossen. In diesem Zeitraum werden sich die gegenläufigen Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft voraussichtlich vollumfänglich ausgleichen. Die Zinsswaps und die Kredite zur Finanzierung des Baus des BER bilden eine Mikro-Bewertungseinheit nach HGB. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Wertänderungen der Zinsswaps werden soweit nicht bilanziert, wie sie durch Wertänderungen des Grundgeschäfts ausgeglichen werden. Für einen gegebenenfalls entstehenden Verlustüberhang wäre eine Drohverlustrückstellung zu bilden. Die beizulegenden Zeitwerte per 31. Dezember 2016 belaufen sich bei einen Nominalwert von rd. 1,0 Mrd. EUR auf – 256,2 Mio. EUR. Die Ermittlung der Marktwerte der Swaps erfolgte mit Hilfe der Discounted Cash Flow-Bewertung. Dabei wurden die zukünftigen Zinszahlungen mit der Zinsstrukturkurve vom 30. Dezember 2016 diskontiert. Der Barwert dieser Zahlungen stellt den Wert der Swaps dar. Bei den fünf Swaps handelt es sich um amortisierende Payer-Zinsswaps. Die prospektive Effektivität der Sicherungsbeziehung wird auf Basis der Critical- Term-Match-Methode ermittelt. Die Critical-Term-Match-Methode geht von einer vollständigen Effektivität aus, sodass gemäß IDS RS HFA 35 Tz. 59 auf einen retrospektiven Effektivitätstest verzichtet werden kann. Da von einer vollständigen Effektivität auszugehen ist, ist keine Drohverlustrückstellung für das Geschäftsjahr 2016 zu bilden.

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