Berlin ist mit fast 33 Millionen Passagieren im Jahr 2016 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg.
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Geschäftsbericht 2016

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

→ 72 | Flughafen

→ 72 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagegüter, deren Anschaffungskosten für das einzelne Anlagegut EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 betragen, wurde bis zum 31. Dezember 2015 jährlich ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre aufgelöst wird. Der Abgang der Anlagegüter im Anlagenspiegel wird am Ende der fünfjährigen Nutzungsdauer gezeigt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 410,00 werden ab dem 1. Januar 2016 einzeln erfasst und über eine Nut zungs dauer von einem Jahr abgeschrieben. Für das Sachanlagevermögen wurden folgende Nutzungsdauern in Jahren zugrunde gelegt: Bauten 10 – 50 Technische Anlagen und Maschinen 10 – 25 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 – 15 Mit der Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg wird der Flughafen Tegel gemäß Konsensbeschluss geschlossen. Gemäß den zwischen der Gesellschaft und dem Land Berlin bzw. dem Bund geschlossenen Erbpachtverträgen ist eine verkehrswertorientierte Entschädigung vorgesehen, soweit die Gebäude und Anlagen für Landes- bzw. Bundesaufgaben einer weiteren Verwendung zugeführt werden können. Da zurzeit keine konkreten Konzepte für eine Nachnutzung der bilanzierten Anlagen und Einrichtungen vorliegen, wurden die Nutzungsdauern angepasst. Das Ende der Nutzungsdauer für Tegel wurde auf das Jahr 2018 nach Fertigstellung des BER festgelegt. Mit Inbetriebnahme des Airports Berlin Brandenburg am Standort Schönefeld ist auch die Neuerrichtung wesentlicher Infrastrukturelemente des Flughafens verbunden. Bei einigen Anlagen im Bereich Terminal Schönefeld Nord wurde das Ende der Nutzungsdauer auf das Jahr 2018 nach Fertigstellung des BER festgelegt, da hier keine Nachnutzung der Gebäude und Anlagen geplant ist. Die Nutzungsdauern von Anlagen, die zukünftig vom Protokollarischen Dienst und von der Flugbereitschaft der Bundesrepublik Deutschland genutzt werden sollen, blieben unverändert. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Langfristige Forderungen werden mit ihrem Barwert angesetzt.

Unsere Zahlen | 73 ← Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen zum Verkauf bestimmten Grundstücke für den Business Park Berlin sind zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, der sich am Marktwert für unerschlossenes Bauerwartungsland orientiert. Dieser Wert wurde unter der Annahme der Erschließung und Verwertung als Gewerbegebiet ermittelt. Die liquiden Mittel werden zum Nominalbetrag bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben für Aufwand nach dem Abschlussstichtag. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage sind zum Nennbetrag angesetzt. Investitionszuschüsse für Gegenstände des Anlagevermögens werden als Sonderposten passiviert. Sie werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Barwerten für laufende Renten angesetzt, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten laufzeitäquivalenten Zinsfuß von 4,01 % (Vj. 3,89 %) ermittelt werden. Dabei wurde von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, pauschal den Marktzins für eine Restlaufzeit von 15 Jahren heranzuziehen. Es wurde unverändert ein Rententrend von 2,0 % angenommen. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0 % (Vj. 0 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0 % (Vj. 0 %) berücksichtigt. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) verwendet, die Rechnungsgrundlagen basieren auf den Wahrscheinlichkeitswerten nach den Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kostenund Preissteigerungen) angesetzt. Soweit die Restlaufzeit über einem Jahr liegt, erfolgt eine Abzinsung mit dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgt nach der Nettomethode, d. h. Rückstellungen werden abgezinst mit dem Barwert erfasst. Veränderungen durch den Zinsaufwand ergeben sich erst in den Folgejahren im Rahmen der Aufzinsung. Die Rückstellungen für Altersteilzeitregelungen beinhalten aufgrund des bestehenden Tarifvertrages zur Regelung der Altersteilzeit, Verpflichtungen aus Erfüllungsrückstand und voraussichtlich entstehende Verpflichtungen, basierend auf dem ab 1. September 2013 geltenden Tarifvertrag zur Zahlung von Aufstockungsbeträgen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB mittels eines versicherungsmathematischen Gutachtens bewertet. Die Abzinsung der Rückstellungen auf den Barwert erfolgt unter Verwendung eines Rechnungszinsfußes von 3,23 % (Vj. 3,89 %). Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellung wurde unverändert ein Gehaltstrend von 1,50 % angenommen.

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