Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2017 wurden an den Flughäfen rund 33,3 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Geschäftsbericht 2012

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

42 | Flughafen Berlin

42 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 596.625. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende vertraglich fixierte bzw. beauftragte Sachverhalte: Nr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 31.12.2012 TEUR 1. Bestellobligo aus erteilten Investitions- / Beratungsaufträgen 2. Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingverträgen mit den Dalandi Objekt KGs 1) 3. Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 4. Zahlungsverpflichtungen für Ausgleichsabgabe für Versiegelung gemäß Planfeststellungsbeschluss 5. Zahlungsverpflichtungen aus Bauerlaubnisverträgen / Entschädigungszahlungen 31.12.2011 TEUR 340.099 377.780 227.564 240.000 16.147 8.637 9.422 12.849 3.393 3.434 Gesamt 596.625 642.700 1) Dieser Wert entspricht dem Barwert der zukünftigen maximalen Zahlungsverpflichtungen (Miete bzw. Zinsen und Tilgung), wenn als Diskontierungszinssatz der von FBB implizit über die Leasingrate zu zahlende Zinssatz verwendet wird. Die genauen Zahlungsverpflichtungen sind erst nach Abschluss der Baumaßnahmen bekannt. Die erteilten Investitions- / Beratungsaufträge (Ziffer 1) für das Jahr 2013 betreffen im Wesentlichen Maßnahmen für den BER, u. a. Terminal (TEUR 173.190), Tiefbau (TEUR 27.192), Drittinvestitionen (TEUR 35.108), Technische Infrastruktur (TEUR 21.941). Die Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen (Ziffer 2) stammen aus einer im April 2010 unterzeichneten Leasingfinanzierung von bis zu EUR 240 Mio., mit der der Flughafen Berlin Brandenburg als Leasingnehmer die Finanzierung der Errichtung und die Inbetriebnahme von neun Gebäuden im Umfeld des BER sichergestellt hat. Leasinggeber sind neun Kommanditgesellschaften aus der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe. Die FBB ist bei jeder der Kommanditgesellschaften Kommanditistin. Die Leasingfinanzierung konnte ohne Bürgschaft außerhalb der BER-Langfristfinanzierung dargestellt werden, weil mit den zugehörigen Erbbaurechten ausreichend werthaltige Sicherheiten zur Verfügung gestellt wurden. Die Leasingverträge beinhalten auch, dass die FBB die Generalübernehmerfunktion für die Erschließungen und Erstellung der Immobilien übernimmt. Damit ist das Risiko von Bauablaufstörungen und Schnittstellenproblemen beim Bauablauf minimiert worden. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Ziffer 3) enden zwischen 2013 und 2027 und betreffen überwiegend Erbpacht, Bürogebäude, IT-Ausstattung, Fahrzeuge und Büromöbel.

Darüber hinaus besteht aus dem (ergänzenden) Planfeststellungsbeschluss die Verpflichtung, Schallschutzmaßnahmen vorzunehmen bzw. Entschädigungszahlungen zu leisten. Diese Verpflichtungen belaufen sich auf bis zu EUR 444 Mio. Bis zum Bilanzstichtag bei der FBB eingegangene aber noch in Prüfung befindliche Rechnungen für aktivierungspflichtige Maßnahmen belaufen sich auf EUR 122 Mio. Hinsichtlich dieser Rechnungen ist noch keine endgültige Klärung über die tatsächlich angemessene Höhe der angemeldeten Ansprüche der Bauleistenden erfolgt. Erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Bauleistungen lagen zum Bilanzstichtag in Höhe von rund EUR 100 Mio. vor. In einem Erdgaslieferungsvertrag hat sich die FEW verpflichtet, in jedem Abrechnungsjahr bis zur Schließung des Flughafens Tegel mindestens 60 % der insgesamt bestellten Jahresmenge abzunehmen und zu bezahlen. Daraus resultieren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.553 p. a. Derivative Finanzinstrumente Die Zinsen für die langfristige Fremdfinanzierung stellen einen wesentlichen Bestandteil der Zahlungsverpflichtungen der FBB dar. Die Gesellschaft hat sich daher im Dezember 2006 durch den Abschluss von Zinsswaps gegen einen Anstieg des Zinsniveaus und die damit einhergehenden ansteigenden Finanzierungskosten abgesichert. Es handelt sich hierbei jeweils um eine Absicherung künftiger Cash Flows. Das zu sichernde Risiko ist die Wertänderung der Zinszahlungen für die langfristige Fremdfinanzierung aufgrund sich ändernder 3-Monats-Euribor Zinssätze. Das Ziel der Zinssicherungsgeschäfte ist es, einen Festsatz für einen Teil der Serien von erwarteten Zinszahlungen (3-Monats-Euribor) zu etablieren. Als Grundgeschäft für die Sicherung sollen während des Zeitraums bis 2013 etwa 70 % des Gesamtkreditbedarfs gemäß aktueller Liquiditätsplanung und Businessplan gelten. Im Zeitraum von 2014 bis 2026 sollen bis zu 50 % des jeweiligen Gesamtkreditbedarfs gemäß Businessplan abgesichert werden. Für die künftigen Zinszahlungen dieser Grundgeschäfte sind Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in der vorgenannten Höhe somit ausgeschlossen. Bei derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um schwebende Geschäfte. Diese werden deshalb in der Bilanz zum 31. Dezember 2012 nicht ausgewiesen. Die Zinsswaps und die Kredite zur Finanzierung des Baus des BER bilden eine Bewertungseinheit nach HGB. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Wertänderungen der Zinsswaps werden soweit nicht bilanziert, wie sie durch Wertänderungen des Grundgeschäfts ausgeglichen werden. Für einen gegebenenfalls entstehenden Verlustüberhang wäre eine Drohverlustrückstellung zu bilden. Die beizulegenden Zeitwerte per 31. Dezember 2012 belaufen sich auf einen Nominalwert von EUR 1,5 Mrd., bei einem Marktwert von EUR -294,9 Mio. Die Ermittlung der Marktwerte der Swaps erfolgte mit Hilfe der Discounted Cash Flow-Bewertung. Dabei wurden die zukünftigen Zinszahlungen mit der Zinsstrukturkurve vom 31. Dezember 2012 diskontiert. Der Barwert dieser Zahlungen stellt den Wert der Swaps dar. Unsere Zahlen | 43

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