Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2017 wurden an den Flughäfen rund 33,3 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Geschäftsbericht 2012

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

34 | Flughafen Berlin

34 | Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Für Anlagegüter, deren Anschaffungskosten für das einzelne Anlagegut EUR 150,01 bis EUR 1.000,00 betragen, wird jährlich ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre aufgelöst wird. Der Abgang der Anlagegüter im Anlagenspiegel wird am Ende der fünfjährigen Nutzungsdauer gezeigt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 Jahr bis maximal 10 Jahren abgeschrieben. Für das Sachanlagevermögen wurden folgende Nutzungsdauern in Jahren zugrunde gelegt: Bauten 10 – 50 Technische Anlagen und Maschinen 10 – 25 Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 – 15 Mit der Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg wird der Flugha- fen Tegel gemäß Planfeststellungsbeschluss geschlossen. Gemäß den zwischen der Gesellschaft und dem Land Berlin bzw. dem Bund geschlossenen Erbpachtverträgen ist eine verkehrswertorientierte Entschädigung vorgesehen, soweit die Gebäude und Anlagen für Landes- bzw. Bundesaufgaben einer weiteren Verwendung zugeführt werden können. Da zurzeit keine konkreten Konzepte für eine Nachnutzung der bilanzierten Anlagen und Einrichtungen vorliegen, wurden die Nutzungsdauern auf einen erwarteten Eröffnungstermin des BER angepasst. Das Ende der Nutzungsdauer für Tegel wurde auf den 31. Oktober 2013 festgelegt und aktuell nicht geändert, da ein neuer Inbetriebnahmetermin BER bzw. Schließungszeitpunkt für Tegel nicht bekannt ist. Mit der Inbetriebnahme des Airports Berlin Brandenburg am Standort Schönefeld ist auch die Neuerrichtung wesentlicher Infrastrukturelemente des Flughafens verbunden. Bei einigen Anlagen im Bereich Terminal Schönefeld Nord wurde das Ende der Nutzungsdauer auf den 31. Oktober 2013 festgelegt, da hier keine Nachnutzung der Gebäude und Anlagen geplant ist. Eine Anpassung der Nutzungsdauern über den 31. Oktober 2013 hinaus unterblieb, da gegenwärtig ein neuer Eröffnungstermin für den BER nicht feststeht. Die Nutzungsdauern von Anlagen, die zukünftig vom Protokollarischen Dienst und von der Flugbereitschaft der Bundesrepublik Deutschland genutzt werden sollen, blieben unverändert. Im Laufe des Geschäftsjahres 2012 wurde das Strom-, Notstrom-, Kälte-, Wärme-, Trink-, Ab- und Regenwassernetz der FBB zu Buchwerten an die FEW übertragen. Das Anlagevermögen der FEW hat sich um TEUR 310.732 erhöht, dass der FBB entsprechend gemindert. Nach Übertragung der Anlagen wurden zur Vereinheitlichung bei einem Teil dieser Anlagen die handelsrechtlichen Nutzungsdauern an die steuerlich vorgeschriebenen kürzeren Nutzungsdauern angepasst. Daraus ergibt sich im Vergleich ein höheres jährliches Abschreibungsvolumen von EUR 1,7 Mio. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Ausleihungen zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in den Vorräten sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Als noch nicht abgerechnete Leistungen werden, wie bereits im Vorjahr, im Wesentlichen erbrachte Bauleistungen für in Zusammenhang mit BER-Maßnahmen durchzuführende Fremdinvestitionen ausgewiesen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten. Die verlustfreie Bewertung wird beachtet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Langfristige Forderungen werden mit ihrem Barwert angesetzt. Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen zum Verkauf bestimmten Grundstücke für den Business Park Berlin sind zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, der sich am Marktwert für unerschlossenes Bauerwartungsland orientiert. Dieser Wert wurde unter der Annahme der Erschließung und Verwertung als Gewerbegebiet ermittelt. Die liquiden Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Im Rahmen der Kreditvereinbarungen zur Finanzierung des BER wurde 2009 eine Zahlung an die Kreditgeber von ursprünglich EUR 14,0 Mio. geleistet. Dieser Zahlung stehen zukünftige Zinsersparnisse gegenüber. Die Gesellschaft hat diesen Betrag als zinsähnlichen Aufwand abgegrenzt, um diesen Aufwand über die Laufzeit der Kredite zu verteilen. Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage und Gewinnrücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt. Investitionszulagen und Investitionszuschüsse für Gegenstände des Anlagevermögens werden als Sonderposten passiviert. Sie werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Barwerten für laufende Renten angesetzt, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten laufzeitäquivalenten Zinsfuß von 5,07 % (Vj. 5,13 %) ermittelt werden. Dabei wurde von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, pauschal den Marktzins für eine Restlaufzeit von 15 Jahren heranzuziehen. Es wurde unverändert ein Rententrend von 2,0 % angenommen. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) verwendet, die Rechnungsgrundlagen basieren auf den Wahrscheinlichkeitswerten nach den Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Unsere Zahlen | 35

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