Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2018 wurden an den Flughäfen rund 34,7 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Geschäftsbericht 2011

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

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→ 64 | Flughafen Berlin Brandenburg → Geschäftsbericht 2011 der Gesellschaft und dem Land Berlin bzw. dem Bund geschlossenen Erbpachtverträge ist eine verkehrswertorientierte Entschädigung vorgesehen, soweit die Gebäude und Anlagen für Landes- bzw. Bundesaufgaben einer weiteren Verwendung zugeführt werden können. Da zurzeit keine konkreten Konzepte für eine Nachnutzung der bilanzierten Anlagen und Einrichtungen vorliegen, wurden die Nutzungsdauern auf den erwarteten Eröffnungstermin des BER angepasst. Das Ende der Nutzungsdauer für Tegel wurde auf den 30. Juni 2012 festgelegt. Die zusätzlichen Abschreibungen betragen TEUR 8.872 (Vj. TEUR 7.987). Mit Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg am Standort Schönefeld ist auch die Neuerrichtung wesentlicher Infrastrukturelemente des Flughafens verbunden. Bei den Nutzungsdauern für wesentliche Infrastrukturelemente des bestehenden Flughafens Schönefeld wurde das voraussichtliche Inbetriebnahmedatum des BER berücksichtigt und die Nutzungsdauern auf den 30. Juni 2012 angepasst. Soweit keine Nachnutzung der Gebäude und Anlagen geplant ist, wurden in 2011 zusätzliche Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.435 (Vj. TEUR 1.112) vorgenommen. Das Anlagevermögen beinhaltet Investitionen in 2011 für die Planung und den Bau des BER in Höhe von EUR 640,6 Mio. Die Gesamtinvestitionen betragen EUR 650,8 Mio. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Ausleihungen zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in den Vorräten sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Als noch nicht abgerechnete Leistungen werden, wie bereits im Vorjahr, im Wesentlichen erbrachte Bauleistungen für in Zusammenhang mit BER-Maßnahmen durchzuführende Fremdinvestitionen ausgewiesen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten. Die verlustfreie Bewertung wird beachtet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen zum Verkauf bestimmten Grundstücke für den Business Park Berlin sind zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, der sich am Marktwert für unerschlossenes Bauerwartungsland orientiert. Dieser Wert wurde unter der Annahme der Erschließung und Verwertung als Gewerbegebiet ermittelt. Die liquiden Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Im Rahmen der Kreditvereinbarungen zur Finanzierung des BER wurde in 2009 eine Zahlung an die Kreditgeber von ursprünglich EUR 14,0 Mio. geleistet. Dieser Zahlung stehen zukünftige Zinsersparnisse gegenüber. Die Gesellschaft hat die-

sen Betrag als zinsähnlichen Aufwand abgegrenzt, um diesen Aufwand über die Laufzeit der Kredite zu verteilen. Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage und Gewinnrücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt. Investitionszulagen und Investitionszuschüsse für Gegenstände des Anlagevermögens werden als Sonderposten passiviert. Sie werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Barwerten für laufende Renten angesetzt, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten laufzeitäquivalenten Zinsfuß von 5,13 % ermittelt werden. Dabei wurde von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, pauschal den Marktzins für eine Restlaufzeit von 15 Jahren heranzuziehen. Es wurde ein Rententrend von 2,0 % angenommen. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected-Unit- Credit-Methode (PUC-Methode) verwendet, die Rechnungsgrundlagen basieren auf den Wahrscheinlichkeitswerten nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Erfüllungsbetrag entspricht. Soweit die Restlaufzeit über einem Jahr liegt, erfolgt eine Abzinsung mit dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgt nach der Nettomethode, d.h. Rückstellungen werden abgezinst mit dem Barwert erfasst. Veränderungen durch den Zinsaufwand ergeben sich erst in den Folgejahren im Rahmen der Aufzinsung. Die Rückstellungen für Altersteilzeitregelungen beinhalten aufgrund des bestehenden Tarifvertrages zur Regelung der Altersteilzeit, Verpflichtungen aus Erfüllungsrückstand und voraussichtlich entstehende Verpflichtungen, basierend auf dem ab 01.01.2010 geltenden Tarifvertrag zur Zahlung von Aufstockungsbeträgen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB mittels eines versicherungsmathematischen Gutachtens bewertet. Die Abzinsung der Rückstellungen auf den Barwert erfolgt unter Verwendung eines Rechnungszinsfußes von 5,13 % (Vorjahr 5,15 %). Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellung wurde ein Gehaltstrend von 1,5 % angenommen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Latente Steuern Der Ansatz eines aktiven Überhangs aus der latenten Steuerabgrenzung erfolgt in Übereinstimmung mit § 274 Abs. 1 HGB nicht. Ein passiver Überhang wird saldiert ausgewiesen. Geschäftsbericht 2011 Flughafen Berlin Brandenburg | 65

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