Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2017 wurden an den Flughäfen rund 33,3 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Geschäftsbericht 2011

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

→ 8 | Flughafen Berlin

→ 8 | Flughafen Berlin Brandenburg → Geschäftsbericht 2011 Alles auf Anfang Aus drei mach eins: Berlin hat ab 3. Juni 2012 den modernsten Flughafen Europas Von Gerd Appenzeller, Herausgeber des Tagesspiegels Es ist schon eine verrückte Geschichte. Während die Zeitungen voll sind mit Meldungen über Flugroutenproteste im Südwesten Berlins, wachsen im Norden der Stadt Gefühle der Resignation und der Nostalgie, über die man nur wenig liest. Am neuen Flughafen „Willy Brandt“ strengen sich 5000 Bauarbeiter und Handwerker aller Fachrichtungen an, Berlins neues Tor zur Welt rechtzeitig für den Start am 3. Juni fertig zu stellen, im Bezirk Reinickendorf sieht man hingegen mit Bangen den Abendstunden des 2. Juni entgegen und den Tagen, Wochen und Monaten danach, kurz, der Zeit, von der an in Tegel keine Flugzeuge mehr starten oder landen. Hier rechnet man mit dem Verlust und der Abwanderung von 30.000 Arbeitsplätzen Richtung Schönefeld, dort aber haben viele in der Umgebung noch nicht begriffen, dass ihnen mit dem neuen, künftig einzigen Flughafen der Region Berlin-Brandenburg eine Jobmaschine erwächst, die wie ein Konjunkturprogramm wirken könnte. Zu lange hatten sich die Berliner wohl in den Zustand geschickt, dass die Hauptstadtregion einer der größten Industrienationen der Welt aus der Luft nur sehr behelfsmäßig zu erreichen ist, vom weitgehenden Fehlen interkontinentaler Verbindungen einmal ganz abgesehen. Nur wer öfter rund um den Erdball unterwegs ist, hat mit einem von Jahr zu Jahr wachsenden Unbehagen gespürt, wie angestaubt, abgewohnt und überlastet die Berliner Flughafenwelten in Tegel, Tempelhof und Schönefeld doch sind oder waren. Das wird sich nun schlagartig ändern. Die Region bekommt mit dem Flughafen Berlin Brandenburg oder, im Kürzel der Internationalen Zivilluftfahrt, mit BER, den modernsten Flughafen Europas und einen der schönsten weltweit. Dass sich die Architekten des Büro gmp im weiten Sinne am Bauhausstil und sehr nah an der Klassischen Moderne der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe orientierten, kam ja nicht von ungefähr. Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg betteten das Bauwerk in die märkische Landschaft und in die deutsche Architekturgeschichte ein. Sie setzen diesen Flughafen fast wie einen Schlussstein eines architek- tonischen Gesamtschaffens, an dessen Anfang der Flughafen Tegel stand – der erste große Auftrag des damals jungen Büros, der als Flughafen der kurzen Wege ohne große Kontrollen in einer Zeit frei von terroristischen Bedrohungen Luftfahrtgeschichte schrieb. Der Flughafen Tempelhof ist schon seit 2008 still gelegt. Mit der Schließung von Tegel und Schönefeld-alt hat die Hauptstadt dann statt bislang deren drei künftig nur noch einen Flughafen. Dass dies so geschah beziehungsweise geschieht, war und ist keine Willkürentscheidung. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom März 2006, das den Weg für den Bau des neuen Flughafens frei machte, legte gleichzeitig fest, dass Tempelhof und Tegel zeitnah zur Eröffnung des neuen Airports geschlossen werden müssen. Die Politik hatte und hat da keinen Spielraum. Sie argumentierte im übrigen ja auch immer damit, dass zwar künftig in der Umgebung des neuen Flughafens mehr Menschen durch Lärm belästigt würden, dass aber im Gegenzug weit größere Teile

der Bevölkerung durch die Schließung von Tegel und Tempelhof vom Fluglärm befreit wären. Welche weitreichenden Auswirkungen die geographische Lage eines Flughafens und die Mentalität der ihn Benutzenden haben, hat man in den letzten zehn oder 20 Jahren an der völlig unterschiedlichen Entwicklung von Tegel und Schönefeld gesehen. Alle Versuche, nach der Wiedervereinigung die großen Airlines dazu zu bringen, Verbindungen von Tegel nach Schönefeld zu verlagern, scheiterten. Nicht nur West-Berliner liebten die stadtnahe Lage von Tegel. Das realsozialistische Interieur von Schönefeld und die Schäbigkeit des Baus stieß sie genauso wie die Fluggäste aus dem westeuropäischen Ausland ab. Und erst, als die Billigflieger den Flughafen im Süden der Stadt ins Auge fassten, boomte es dort in einem ungeahnten Ausmaß. Nach dem weltweiten Einbruch des Flugverkehrs in Folge der Terroranschläge von New York und Washington am 11. September 2001 erlebten die drei Berliner Flughäfen in den zehn Jahren von 2002 bis 2011 Geschäftsbericht 2011 Flughafen Berlin Brandenburg | 9 einen in Deutschland beispiellosen Aufschwung. Hatten sich 2002 noch 12,1 Millionen Menschen auf den Weg von oder nach Berlin begeben, verdoppelte sich diese Zahl bis 2011 auf über 24 Millionen Passagiere. Allein in Tegel wurden im letzten Jahr mehr als doppelt so viele Menschen abgefertigt, wie die Flughafenplaner vor 40 Jahren als oberste Kapazitätsgrenze berechnet hatten. Schon 2005 kamen 45 Prozent aller Flugreisenden mit Low-Cost-Carriern und trugen ganz erheblich zum Aufschwung des Tourismus in dieser Stadt bei. Im neuen Flughafen erhält dieser Bereich, der vor allem durch die Gesellschaft easyJet betrieben wird, seinen eigenen Abfertigungsflügel. Aber auch Lufthansa und airberlin haben einen deutlichen Ausbau des Berlinverkehrs angekündigt. Diese Airlines tragen sehr stark den lukrativen Geschäftsverkehr. Der Flughafenbetreiber erhofft sich ab Juni damit zusätzlich einen steigenden Anteil am Umsteige- und Fernverkehr. Die Manager blicken dabei vor allem auf die Frankfurtstrecke. Zwei Drittel der zuletzt 1,794 Millionen Passagiere nutzten Frankfurt zum Umsteigen in Richtung auf Fernziele. Das heißt aber auch, dass tagtäglich 3200 Passagiere von Berlin aus direkt in die weite Welt fliegen könnten – wenn es diese Direktverbindungen denn gäbe. Da liegt also gewaltiges Entwicklungspotential. Das lässt sich auch in einer anderen Richtung, nämlich ostwärts, erschließen. Berlin wird für Westpolen der Flughafen Nummer eins werden. Der Flughafen Berlin Brandenburg liegt für Reisende aus Breslau oder Stettin deutlich günstiger als der Warschauer Airport. Vor diesem Hintergrund bietet die Bahn ab Juni direkte Verbindungen zwischen dem BER und diesen Städten an. Und wie geht es weiter? Auf dem neuen Flughafen können in der Endausbaustufe bis zu 45 Millionen Passagiere im Jahr abgefertigt werden. Zwischen den 24 Millionen Fluggästen des Jahres 2011 und der neuen Obergrenze ist also noch viel Entwicklungsraum…

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