Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2018 wurden an den Flughäfen rund 34,7 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Geschäftsbericht 2010

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert der Flughafen Berlin Brandenburg die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

6.2 Personalentwicklung

6.2 Personalentwicklung Wie im Vorjahr war auch 2010 der Führungskräfteentwicklungsprozess ein Schwerpunktthema der Personalentwicklung. Die Ebene der operativen Leiter (Schichtleiter, Einsatzleiter etc.) wurde intensiv geschult. Erstmalig wurde 2010 ein Entwicklungsprogramm für neue Führungskräfte („FKE-Starter“) aufgelegt. Ziel ist es, diese Führungskräfte in ihrer neuen Position zu unterstützen und deren Führungs- und Methodenkompetenz aufzubauen und zu erweitern. Desweiteren wurde das Führungskräftenachwuchsprogramm fortgesetzt. Ziel des Programms „Take Off II“ ist es, den unternehmensweiten Fach- und Führungskräftenachwuchs zu identifizieren und auf eine mögliche Übernahme einer unternehmensweiten Fach- oder Führungsposition vorzubereiten. In vier Assessment Centern wurden 14 Teilnehmer aus insgesamt 46 Bewerbern ausgewählt. Weiterhin wurde eine Vielzahl von Seminaren zu Methoden-, Sozial- und Fachkompetenzen durchgeführt. Insgesamt nahmen mehr als 600 Mitarbeiter an über 200 Schulungen (inkl. der Führungskräfte- und Sprachtrainings) teil. 6.3 Einstellungen und Versetzungen Die Berliner Flughäfen konnten sich auch im Jahr 2010 als attraktiver Arbeitgeber am Markt behaupten, was sich vor allem in mehr als 2.000 Bewerbungen auf 68 ausgeschriebenen Stellen widerspiegelt. Insgesamt fanden 41 ex terne Einstellungen in fast allen Bereichen des Unternehmens statt. Die übrigen Stellen konnten intern besetzt werden, einige Stellen sind weiterhin ausgeschrieben. 6.4 Betriebliches Gesundheitsmanagement Die Berliner Flughäfen haben seit drei Jahren ein betriebliches Gesundheitsmanagement implementiert. Es besteht aus einem System von Programmen, Maßnahmen und Methoden des Arbeitsschutzes und der Personalpflege, das über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus darauf abzielt, Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen (einschließlich arbeitsbedingter Erkrankungen, Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und Stress), unsere Mitarbeiter/ innen zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten zu motivieren sowie die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden eines jeden Einzelnen über die tägliche Arbeit hinaus zu fördern und zu erhalten. Im Vordergrund steht die Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung unserer Mitarbeiter/innen. So werden besondere Maßnahmen angeboten, wie beispielsweise Seminare für Stressbewältigung in Zusammenarbeit mit dem Bereich Verkehr. Mit unserem Partner BKK VBU bieten wir betriebliche Maßnahmen zur Wiedereingliederung nach Krankheit in den Arbeitsprozess. Die FBS hat einen Arbeitskreis Gesundheit gegründet, dem sowohl Führungskräfte, Betriebsratsmitglieder als auch der Betriebsarzt angehören. 74 7. Umweltschutz Die Berliner Flughäfen bekennen sich vorbehaltlos zu den Zielen eines nachhaltigen Wirtschaftens. Ein entscheidendes Element ihrer Nachhaltigkeitsstrategie ist ein wirksamer Umweltschutz an den Flughäfen. Die Kernaufgabe im Umweltschutz besteht darin, die Umweltauswirkungen aus den Betriebsabläufen soweit wie möglich zu minimieren. In allen Bereichen – vom Lärmschutz über Energiemanagement und Abfallwirtschaft bis hin zum Gewässerschutz – hat der Umweltgedanke höchste Priorität. Es wird stets nach neuen Wegen gesucht, Luft und Wasser noch weniger zu belasten, Boden zu schonen, Abfälle zu vermeiden und mit Energie sparsamer umzugehen. Unter Berücksichtigung einheitlicher Kriterien werden mindestens einmal jährlich alle Umweltaspekte bewertet, die mit den Betriebsabläufen zusammenhängen. Dadurch werden die wesentlichen Themen ermittelt, welche die Grundlage für konkrete Zielsetzungen zur Verbesserung bilden. Mit der Inbetriebnahme des neuen Hauptstadt-Airports BBI und der damit verbundenen Schließung des innerstädtischen Flughafens Tegel wird sich die ökologische Gesamtbilanz in der Region Berlin-Brandenburg grundlegend positiv verändern. Mit der Einführung eines modernen Umweltmanagements in Tegel und der Anwendung in Schönefeld wurden wichtige Erfahrungen gesammelt, die ab dem 3. Juni 2012 auf dem neuen Flughafen BBI zur Anwendung kommen. Vermeidung von Fluglärm Die Berliner Flughäfen widmen der Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte für Fluglärm eine besondere Aufmerksamkeit. Zur Erfassung der Fluglärmsituation werden Fluglärmmessungen gemäß Luftverkehrsgesetz durchgeführt. Neben der kontinuierlichen Erfassung der Messdaten erfolgt täglich die Kontrolle der Messstellen sowie die Aufbereitung der Daten. Die Ergebnisse der Messungen werden in Abhängigkeit von der Fragestellung ausgewertet und in Form von Tabellen und Diagrammen dargestellt. Monatlich wird eine zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse veröffentlicht. Empfänger der Berichte sind unter anderem verschiedene Behörden und Institutionen sowie die Fluglärmkommission. Im Jahr 2010 wurde die Fluglärmüberwachungsanlage erneuert. Sie erfüllt bereits die Anforderungen der zurzeit im Entwurfsstadium befindlichen DIN 45643. Der mittlere äquivalente Dauerschallpegel an den Messstellen in der Umgebung des Flughafens Tegel ist im Vergleich zum Vorjahr trotz eines geringen Anstiegs der Flugbewegungen im Mittel um fast ein dB(A) gestiegen. Der Grund hierfür liegt in der im September begonnenen Umrüstung der Tegeler Messstellen auf neue Technik, die den Dauerschallpegel nach der im Februar 2011 erschienenen neuen Version der DIN 45643 berechnet.

Ohne Berücksichtigung der Flüge während der alle zwei Jahre stattfindenden ILA im Jahr 2010 ist der im Mittel über alle Messstellen berechnete Jahresdauerschallpegel in Schönefeld im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben. Der Jahresdauerschallpegel für den Nachtzeitraum stieg aufgrund des Zuwachses nächtlicher Flugbewegungen um 14 % oder 0,6 dB(A) an. Berücksichtigt man die Flüge der ILA im Jahr 2010, so ergibt sich aufgrund der lärmintensiven Flugvorführungen eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr des äquivalenten Dauerschallpegels im Tagzeitraum um 2,3 dB(A). Schallschutzprogramm BBI Das Schallschutzprogramm für den BBI beinhaltet zwei Schutz- und zwei Entschädigungsgebiete, die durch Linien gleicher Schallpegel begrenzt werden. Die Ansprüche der Eigentümer auf Schallschutzmaßnahmen und auf Entschädigung ergeben sich je nach Lage ihres Objektes in einem der Schutz- oder Entschädigungsgebiete. Schallschutzmaßnahmen werden für alle Wohn-, Büro-, Praxis- und sonstige nicht nur vorübergehend genutzte Räume sowie für zum Schlafen genutzte Räume gewährt. Als Außenwohnbereiche gelten Balkone und Terrassen, die einem Gebäude zugeordnet sind sowie Kleingärten. Sie dienen dem Wohnen im Freien und haben einen Freizeitwert. Neben den normalen Wohngebäuden werden auch die sogenannten besonderen Einrichtungen mit Schallschutzmaßnahmen ausgestattet. Es handelt sich dabei um Altenheime, Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen. Diese Einrichtungen bekommen eine zusätzliche Raumbelüftung für Unterrichts-, Aufenthalts- und Ruheräume. Außerdem sind die Schutzziele im Rauminneren noch höher als bei anderen Gebäuden, dass heißt die erlaubten Dauerschallpegel sind um weitere fünf bis sieben Dezibel niedriger. Bei der Umsetzung des Schallschutzprogramms für den BBI wird die FBS von diversen Partnern unterstützt. Dabei handelt es sich größtenteils um Unternehmen aus der Region, die vor allem Planungs- und bauausführende Leistungen übernehmen. Weitere Umweltaspekte Die Berliner Flughäfen erfassen seit 1998 jährlich Kennzahlen zu den wichtigsten Umweltaspekten. Die Umweltkennzahlen liefern wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf die Ausrichtung des Umweltprogramms des Unternehmens. Der Trinkwasserverbrauch und das Abwasseraufkommen hängen von verschiedenen technischen Prozessen ab. Signifikante Einflussfaktoren sind die Anzahl der Flugbewegungen und das Wetter, weil ein großer Teil des Trinkwassers für die Enteisung von Flugzeugen und Betriebsflächen während des Winterbetriebs benötigt wird. Das mit Enteisungsmitteln belastete Abwasser wird in Schönefeld über eine Wurzelraumkläranlage geführt bzw. bei zu hoher Schmutzfracht/Menge zur Kläranlage abgefahren. Die erhöhten Abwassermengen im Vergleich zum Trinkwasser resultieren vor allem aus der Einleitung von mit Enteisungsmitteln belastetem Niederschlagswasser. Abfälle fallen im Fluggastbereich, bei der Instandhaltung und Reparatur von Flugbetriebsflächen, von Gebäuden und technischen Anlagen, in Büros und Werkstätten der Flughafenverwaltung, in Gastronomie und Handel an (Flughafenbetrieb). Weitere Quellen sind die Wartung von Luftfahrzeugen und anderem technischen Equipment, die Luftfahrzeug-Kabinenreinigung, die Cateringproduktion sowie die Frachtabfertigung (Flugbetrieb). Es wird zwischen gefährlichen Abfällen (z.B. Schlämme aus Öl- und Wasserabscheidern) und nicht gefährlichen Abfällen (z.B. Verpackungen, Beton) unterschieden. Teilweise unterliegen die Abfallfraktionen starken Schwankungen, die sich aus Abrissarbeiten oder der Entsorgung von Schlämmen aus Abscheidern ergeben, die nicht in einem jährlichen Turnus gereinigt werden. Der Stromverbrauch am Standort Schönefeld ist trotz gestiegener Passagierzahlen nahezu konstant geblieben. Durch Energiesparmaßnahmen sank der relative Verbrauch pro Verkehrseinheit leicht. C. RISIKOBERICHT 1. Risikomanagement Risiken in der geschäftlichen Entwicklung werden durch den Konzern konsequent erfasst, bewertet und beobachtet. Dafür hat der Konzern ein Risikomanagementsystem etabliert, in das die gesamte FBS-Gruppe eingebunden ist. Das Risikomanagementsystem wird durch das zentrale Controlling gesteuert. Die Zuarbeit aus den Bereichen wird jeweils durch Risikomanagement-Beauftragte in Abstimmung mit den Risiko-Verantwortlichen geleistet. Die Verantwortung für einzelne Risiken wird jeweils durch den zuständigen Abteilungs- und Bereichsleiter beziehungsweise Geschäftsführer übernommen und kann bei Bedarf nach Abstimmung auf andere Risiko-Verantwortliche weitergegeben werden. Der Risiko-Verantwortliche erarbeitet Maßnahmen zur Risikobewältigung. Die verschiedenen Risikomanagement-Beauftragten, die insbesondere für die richtlinienkonforme Koordination des Risikomanagements und die zeitnahe Risikopflege zuständig sind, arbeiten in einer bereichsübergreifenden Arbeitsgruppe zusammen. In diese Arbeitsgruppe ist auch die interne Revision eingebunden. 2. Einzelrisiken 2.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken Die deutsche Wirtschaft hat ihren Weg aus dem weltweiten konjunkturellen Einbruch gefunden und alles deutet darauf hin, dass die positive Entwicklung auch im 75

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