Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2018 wurden an den Flughäfen rund 34,7 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Geschäftsbericht 2010

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert der Flughafen Berlin Brandenburg die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

Flughafen

Flughafen Berlin­Schönefeld GmbH, Schönefeld Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2010 A. DIE BERLINER FLUGHäFEN 1. Organisation und Geschäftstätigkeit Die Berliner Flughäfen sichern mit den Flughäfen Schönefeld und Tegel die Luftverkehrsinfrastruktur für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Ab dem 3. Juni 2012 wird der gesamte Verkehr auf den Hauptstadt-Airport Berlin Brandenburg International BBI konzentriert. Gesellschafter der Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS) sind das Land Berlin (37 % der Stammeinlage), das Land Brandenburg (37 %) und die Bundesrepublik Deutschland (26 %). Die Berliner Flughäfen haben sich in einer Matrixorganisation aufgestellt, in der die drei Geschäftsbereiche Aviation Management, Non Aviation Management und Real Estate Management durch die mit übergeordneten unternehmerischen Querschnittsfunktionen versehenen Zentralbereiche (Recht, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Personal und Organisation, Kaufmännische Steuerung und Unternehmensentwicklung sowie Planung und Bau BBI) verknüpft werden. Unterstützend und ergänzend sind die Servicebereiche (Informations- und Kommunikationstechnik, Safety und Security sowie Technisches Facility Management) tätig. Finanzierung, Interne Revision, Pressestelle und Umwelt sind als Stabsstellen direkt der Geschäftsführung zugeordnet. Der Geschäftsbereich Aviation Management gewährleistet den reibungslosen Abfertigungsbetrieb und trägt die Gesamtverantwortung für die permanente Optimierung der Abfertigungsprozesse für Luftfahrzeuge, Passagiere und Gepäck. Weiterhin ist er verantwortlich für sämtliche luftseitigen Belange des Frachtumschlags. Der Bereich Non Aviation Management steht für die optimale Immobiliennutzung über Einzelhandel, Gastronomie, Parkraum und Werbung. Er verantwortet die Entwicklung eines aus Kundensicht attraktiven Branchen- und Dienstleistungsmixes. Der Bereich Real Estate Management zeichnet für die langfristige Planung der Flughafeninfrastruktur, die Realisierung sowie den Erhalt der Betriebsfähigkeit verantwortlich und stellt eine an die strategische Ausrichtung des Unternehmens angepasste und auf die betrieblichen und wirtschaftlichen Anforderungen hin optimierte Infrastruktur zur Verfügung. Die Gesellschafterversammlung der FBS fasste im Berichtsjahr den Beschluss, dass für die FBS die im „Corpo- 64 rate Governance Kodex für die Beteiligungen des Landes Brandenburg an privatrechtlichen Unternehmen“ enthaltenen Regeln und Handlungsempfehlungen für Unternehmen anzuwenden sind. Im Laufe des Jahres 2010 haben die zuständigen Gremien den von der Geschäftsführung der FBS vorgeschlagenen Maßnahmen zur Umsetzung des Corporate Governance Kodex zugestimmt. 2. Projekt Airport Berlin Brandenburg International (BBI) Der Airport BBI nimmt immer mehr Gestalt an. Seit dem ersten Spatenstich im Jahr 2006 sind bedeutende Meilensteine erreicht worden. Bisheriger Höhepunkt war das Terminal-Richtfest im Mai 2010. 2.1 Investitionen 2010 Mit EUR 593,5 Mio. lag das Gesamt-Investitionsvolumen 2010 um EUR 83,0 Mio. über dem Vorjahreswert (EUR 510,5 Mio.). Der größte Anteil der Investitionsmaßnahmen betraf den BBI, im Einzelnen für: Teilprojekt Hochbau (EUR 320,8 Mio.), darunter EUR 293,0 Mio. für das Fluggastterminal und EUR 25,5 Mio. für die betriebsspezifischen Gebäude Teilprojekt Tiefbau (EUR 186,8 Mio.), darunter EUR 151,4 Mio. Maßnahmen betreffend Start- und Landebahn, Vorfelder, großräumigen Erdbau und Entwässerungssysteme sowie EUR 23,6 Mio. für den Straßenbau Teilprojekt Technische Infrastruktur (EUR 25,7 Mio.), davon EUR 24,1 Mio. für Leitungsnetze (Trink-, Abwasser-, Regenentwässerung-, Wärme- und Klimaanlagen etc.) sowie EUR 1,6 Mio. für Kabelnetze übergeordnete Maßnahmen für alle Teilprojekte (EUR 16,9 Mio.) Teilprojekt Planung (EUR 8,6 Mio.), darunter EUR 2,4 Mio. für die Planung luftseitiger Flächenbauwerke und Freiflächen sowie EUR 2,5 Mio. für die Umsetzung landesplanerischer Maßnahmen Teilprojekt Schallschutzprogramm BBI (EUR 6,8 Mio.) Teilprojekt Drittinvestitionen (EUR 5,1 Mio.), im Wesentlichen Leistungen für die Erschließung Grundstücke inklusive Erschließung (EUR 1,4 Mio.) Über zwei Milliarden Euro Vergaben Bei den im Jahr 2010 erfolgten Vergaben für den Bau des BBI konnten wie in den Vorjahren erfolgreich regionale Unternehmen – sowohl hinsichtlich der Anzahl der beteiligten Unternehmen als auch des Auftragsvolumens – berücksichtigt werden. Mehr als 350 Unternehmen

aus der Region Berlin-Brandenburg haben bei der bisherigen Auftragsvergabe für den BBI Ausschreibungen für sich entscheiden können. Wertmäßig gingen nahezu zwei Drittel aller Vergaben an regionale Unternehmen. Insgesamt wurden bis Ende 2010 Aufträge im Wert von über zwei Milliarden Euro vergeben. Gegen keinen der vergebenen Aufträge für den BBI wurde Vergabeklage erhoben. Gepäcksortierhalle Am 1. Februar 2010 wurde die Gepäcksortierhalle an die Firma Vanderlande Industries übergeben. Vanderlande begann umgehend mit dem Einbau der hochmodernen Gepäcksortieranlage. Die ersten Probeläufe fanden bereits im Herbst 2010 statt. Energie Pünktlich zum vereinbarten Fertigstellungstermin hat die EWE NETZ GmbH im April 2010 das rund 700 Meter lange Gasnetz sowie zwei Gasdruckregelanlagen für zwei der drei Energiezentralen in Betrieb genommen und an die Berliner Flughäfen zur Nutzung übergeben. Im Juni 2010 konnte dann bereits der Probebetrieb in den neuen Energiezentralen für den BBI starten. Die hochmodernen Gebäude und Anlagen liefern dem BBI künftig Wärme, Kälte und Strom aus dem Blockheizkraftwerk sowie Notstrom. Damit steht eine leistungsfähige Infrastruktur für die Wärme- und Kälteversorgung für den BBI bereit. Der Innenausbau des neuen Terminals im Winter 2010/2011 konnte zum Beispiel schon mit eigener Wärmebereitstellung realisiert werden. Terminal Das BBI-Terminal ist das Herzstück des neuen Flughafens. Am 7. Mai 2010 wurde mit dem Richtfest ein wichtiger Meilenstein erreicht. Der Rohbau des BBI-Terminals ist fertiggestellt. Seit Ende 2010 ist das Äußere des Terminals geschlossen: Dort wurden an der zentralen Vorfahrt des Terminals die letzten Glasscheiben in die Seilbinderfassade gesetzt. Damit kann der Innenausbau in diesem Winter unabhängig von der Witterung weitergehen. Mieter Gastronomie, Einzelhandel und Service ausgewählt Im Mai 2010 stellten die Berliner Flughäfen die Mieter für die 23 Gastronomie-Flächen am BBI vor. Das gastronomische Angebot reicht von Fast Food und Snacks auf die Hand bis hin zum Business-Essen in gehobenem Ambiente. Über die Hälfte der Flächen konnte regionalspezifisch vermietet werden. Seit Oktober 2010 stehen zudem die Mieter für 69 Einzelhandels- und Serviceflächen fest. Rund ein Viertel der Anbieter präsentieren sich mit typischen Konzepten aus der Region Berlin- Brandenburg. Alle Mieter – vom großen Anbieter bis zum Einzelbetreiber – haben sich mit ihren Konzepten in einem europaweiten Vermietungsverfahren gegen starke Wettbewerber durchgesetzt. Bahnhof Bereits vor dem vereinbarten Fertigstellungstermin haben die Berliner Flughäfen den westlichen Bahntunnel und damit den letzten Teil der unterirdischen BBI-Bahnanlagen an die DB Netz AG übergeben. Die Deutsche Bahn hat bereits auf der unterirdischen Strecke mit dem bahntechnischen Ausbau begonnen. Die drei Bahnsteige des Bahnhofs wurden errichtet, zwei Fern- und Regionalbahnsteige sowie ein S-Bahnsteig. Drei Kilometer Gleis sind bereits verlegt. Die Ausbauarbeiten der Bahn erfolgen termingerecht, sodass eine leistungsgerechte Bahnanbindung zur Eröffnung des BBI am 03. Juni 2012 zur Verfügung stehen wird. Feuerwachen Der Rohbau für die Hauptfeuerwache West wurde im Frühsommer 2010 fertiggestellt, die Fassaden wurden zum Jahresende geschlossen. Neben den feuerwehrspezifischen Einsatzräumen beinhaltet die Hauptfeuerwache West zwei Hallen für Großfahrzeuge, die Feuerwehrleitstelle, das Airport Control Center, die Notfalleinsatzzentrale, die Sicherheitsleitstelle und die Leitstelle Technik. Die Feuerwache Ost beinhaltet unter anderem drei Fahrzeughallen mit 14 Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge und dient neben der Brandabwehr bei Luftfahrzeugen in erster Linie dem Gebäudebrandschutz des Terminals. Die Fassade der Feuerwache Ost wurde ebenfalls Ende 2010 fertiggestellt. Gebäude für Technische Instandhaltung Die Fassade des Gebäudes der technischen Instandhaltung wurde Ende 2010 geschlossen. Nach Fertigstellung wird das Gebäude Verwaltungsbereiche und Werkstätten der Bereiche Technisches Facility Management, Aviation Management und Informations- und Kommunikationstechnik beherbergen. Außerdem ist das zentrale Rechenzentrum des neuen Flughafens dort angesiedelt. In dem neuen Rechenzentrum versorgen künftig bis zu 500 Server den neuen Hauptstadtflughafen mit Rechenleistung. Auf den Servern laufen die vitalen Dienste des Flughafens von der Leitstelle bis zum Check-In-Counter. Straßenanbindung Im August 2010 wurde die letzte von insgesamt neun Straßenbrücken auf dem BBI betoniert. Über die circa 50 Meter lange Spannbetonbrücke werden Passagiere und Besucher fahren, die zum BBI-Terminal und in die davor liegende Airport City möchten. 65

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