Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Geschäftsbericht 2010

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Portraits, Finanzen, Perspektiven: Im Geschäftsbericht präsentiert der Flughafen Berlin Brandenburg die wichtigsten Geschäftsfelder, aktuelle Bilanzen und jüngste Entwicklungen.

Umwelt Negative

Umwelt Negative Auswirkungen vermeiden, Emissionen senken Mit der Zunahme des Luftverkehrs werden auch die Anforderungen der Flughäfen an den Umweltschutz immer anspruchsvoller. Die Flughafengesellschaft hat ein umfassendes Umweltmanagementsystem aufgebaut, das die Flughafenstandorte Schönefeld und Tegel umfasst und die Verantwortlichkeiten exakt regelt. Die Verantwortung für den Umweltschutz des Unternehmens liegt bei der Geschäftsführung. Die Kernaufgabe im Umweltschutz besteht 38 darin, die Umweltauswirkungen aus den Betriebsabläufen soweit es geht zu minimieren. In allen Bereichen – vom Lärmschutz über Energiemanagement und Abfallwirtschaft bis hin zum Gewässerschutz – hat der Umweltgedanke, und damit auch der Klimaschutz, höchste Priorität. Klimaschutz Die Berliner Flughäfen haben es sich zum Ziel gesetzt, die Emissionen klimarelevanter Gase auf das unvermeidbare Maß zu beschränken. Daher erstellt das Unternehmen seit 2008 jährlich Treibhausgas- Emissionsinventare in Anlehnung an das Greenhouse Gas Protocol der Vereinten Nationen. Im letzten Jahr wurde das Rechenzentrum des neuen Airports BBI als Finalist des Best Practice Award 2010 der Initiative Green IT-BB ausgezeichnet. Die Klimaanlage nutzt die Außenluft zur Kühlung und hilft auf diesem Weg, wertvollen Strom einzusparen. Fluglärm Lärmschutz für die Anwohner ist den Berliner Flughäfen ein wichtiges Anliegen. Grundlage dafür bildet die genaue Erfassung der Lärmbelastungen an den Flughäfen. Schönefeld Ohne Berücksichtigung der Flüge während der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) im Jahr 2010 ist der im Mittel über alle Messstellen berechnete Jahresdauerschallpegel in etwa gleich geblieben. Der Jahresdauerschallpegel für den Nachtzeitraum stieg aufgrund des Zuwachses nächtlicher Flugbewegungen um 14 Prozent um 0,6 dB(A) an. Berücksichtigt man die Flüge der alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) im Jahr 2010, so ergibt sich aufgrund der lärmintensiven Flugvorführungen eine Steigerung des äquivalenten Dauerschallpegels Leq im Tagzeitraum um 2 dB(A). Tegel Der mittlere äquivalente Dauerschallpegel an den Messstellen in der Umgebung des Flughafens Tegel ist im Vergleich zum Vorjahr trotz eines

geringen Anstiegs der Flugbewegungen im Mittel um fast ein dB(A) gestiegen. Der Grund hierfür liegt in der im September begonnenen Umrüstung der Tegeler Messstellen auf neue Technik, die den Dauerschallpegel nach der im Februar 2011 erschienenen neuen Version der DIN 45.643 berechnet. Der Rückgang der nächtlichen Flugbewegungen im Jahr 2009 wurde im Jahr 2010 fast wieder kompensiert. Der mittlere Dauerschallpegel blieb hingegen trotz der neuen Berechnungsvorschrift auf etwa gleichem Niveau. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen Die Berliner Flughäfen führen im Rahmen des Schönefeld-Ausbaus gleich eine ganze Reihe von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durch. Sie ziehen sich wie ein Band rund um den Airport. So werden beispielsweise für jeden gefällten Baum neue Bäume gepflanzt, für jede versiegelte Fläche wird ein Ausgleich geschaffen. Zudem wird durch ein Biotop-Monitoring verhindert, dass es während der Bauzeit zu Beeinträchtigungen in der Flughafenumgebung kommt. 2009 2010 wurde die Wiederherstellung der historischen Parks in Dahlewitz und Großziehten abgeschlossen. Drei weitere Parkanlagen werden 2011 fertiggestellt. Auch die übrigen Pflanzungen wurden 2010 nahezu abgeschlossen. Hier liegt der Schwerpunkt jetzt auf der Pflege. In der Airport City begannen zum Jahresende 2010 die Bauarbeiten an den Frei- und Grünflächen. Neben der hochwertigen Gestaltung der Airportcity Plaza entsteht im Bereich Midfield Garden ein Landschaftsraum, der die typischen Elemente der märkischen Landschaft aufgreift und diese als grünes Band aus der Landschaft bis zum Terminal führt. Mit der Pflanzung von ca. 1.300 Bäumen erfährt dieser Raum eine weitere ökologische und gestalterische Aufwertung. Das größte Einzelprojekt bei den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ist die ökologische Aufwertung der Zülowniederung. 2011 wird voraussichtlich der Planfeststellungsbeschluss für die geplante Umsetzung erteilt, so dass hier begonnen werden kann, durch eine Vielzahl miteinander verzahnter Maßnahmen die Lebensbedingungen für Flora und Fauna spürbar zu verbessern. 2010 SXF TXL ohne ILA 2010 2009 2010 Flugzeugbewegungen in Tsd. 75,5 76,6 156,3 158,6 Passagiere in Mio. 6,8 7,3 14,2 15,0 Jahres-Leq, Tag [dB(A)] 56,6 56,8 58,8 62,7 63,5 Jahres-Leq, Nacht [dB(A)] 52,6 53,2 53,2 52,5 52,6 39

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