Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Gate 70 Sommer 2013

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Die ganze Welt des Flughafens: Unser Kundenmagazin informiert Sie viermal im Jahr über die Flughäfen Schönefeld und Tegel und den Flughafen Berlin Brandenburg, neue Airlines und Ziele sowie die Metropolregion Berlin-Brandenburg.

24 Gate

24 Gate 70 Metro Urban Beat Hipster oder Frauenkleider Devendra Banhart. Als ein junger, schlaksiger Mann mit schwarzen, buschigen Haaren im Jahr 2002 die musikalische Bühne betrat, veränderte das die kalifornische Folk- Szene nachhaltig. Mit Neo- Folk oder Freak-Folk versuchte die Presse, Devendra Banharts Musik zu beschreiben, ohne ihr damit auch nur ansatzweise gerecht zu werden. Der gebürtige Texaner hauchte der orthodoxen Folk-Szene mit seinen Einflüssen von Bossa Nova bis Psychedelic neues Leben ein und trat damit eine ganze Bewegung los. Auf jedem Album erschließt er sich ein neues Genre und interpretiert es auf seine ganz eigene Art. Banhart, der seine Kindheit in Venezuela verbrachte, singt auch immer wieder einige Songs auf Spanisch. Textlich wie musikalisch reduziert er seine Songs auf das Wesentliche, aber immer mit großer Anziehungskraft. Eindrucksvolles Beispiel dafür ist die Single „Für Hildegard von Bingen“ über die große Mystikerin und Musikerin des Mittelalters, die Banhart sehr fasziniert. Auch auf der Bühne erfindet sich der 32Jährige immer wieder neu: als bunt bemalter Paradiesvogel, feminin in Frauenkleidern oder als cooler Hipster (wie zurzeit)- eine extravagante Show ist garantiert. Marco Frenzel Heimathafen Neukölln | 08. Juli | 21 Uhr Remix im Geiste des Jazz Jamie Cullum in der Zitadelle. Dorf macht Oper Die Oper kommt nach Brandenburg. Wer nach Klein Leppin kommt, könnte das unscheinbare Dorf für eines von vielen in Brandenburg halten. Doch die eingeschworene Dorfgemeinschaft stellt jedes Jahr eine Oper auf die Bühne. Dafür wurde der Schweinestall am Dorfplatz kurzerhand zum Festspielhaus umgebaut. Gerade mal 70 Einwohner zählt das Dorf am Rande der Prignitz. Angefangen hat es mit kleinen Gartenkonzerten. Schnell verband sich die musikalische Begeisterung einiger zugezogener Berliner mit der gleichgesinnter Einheimischer. Die Oper ist das Großprojekt des kreativen Dorfs und braucht enorme Vorbereitungszeit. Neben den ortsansässigen kreativen Köpfen werden auch Schauspieler, Regisseure und sogar Musiker des Berliner Rundfunk-Sinfonieorchesters eingeladen, um das Opern-Projekt zu stemmen. An den Bühnenbauten wird von ortsnahen Handwerkern bereits Als Kind musikalischer Eltern ist es ja mit der eigenen künstlerischen Karriere oft nicht ganz leicht. Doch bereits als Teenager tingelte Jamie Cullum durch englische Bars und verdiente sich am Klavier das Geld fürs Studium. Bekannt wurde er schließlich 2003 mit Jazzversionen bekannter Hits, etablierte sich aber auch mit Eigenkompositionen. Ihm gelingt ein inspiriert klingender zeitgemäßer Mix aus Jazz und Pop, der ihn zu einem der aktuell erfolgreichsten Jazzmusiker macht. Jazzpuristen mögen das nicht besonders, aber wen kümmern die? Seine Interpretationen von Songs der White Stripes oder Massive Attack sind Remixe auf dem Klavier im Geiste des Jazz. Sein Titelsong für Clint Eastwoods Film „Gran Torino“ ist so schlicht wie schön und trifft die Stimmung des Films perfekt. So viel Talent von einem, der aussieht wie ein 14jähriger Konfirmand, macht skeptisch. Doch sobald sich der 32Jährige ans Piano setzt und spielt, ist jeder Zweifel verfolgen. Dass er dazu auch noch singen kann, ist fast schon nebensächlich. Ein perfekter Sommerabend für Verliebte in romantischer Kulisse der Zitadelle. Marco Frenzel Zitadelle Spandau | Am Juliusturm | 23. August | 19 Uhr im Winter gebaut, wenn es wenig Arbeit gibt. Seit sieben Jahren inszeniert Klein Leppin nun schon eine Oper im Jahr, und jeden Frühsommer füllt sich das Dorf mit bis zu 800 Besuchern für ein Wochenende. Dieses Jahr wird Ravels „Das Kind und die Zauberdinge“ aufgeführt. Anfang August wird die Musiktheaterwerkstatt „Spielzeit“ mit Workshops zu Kostümgestaltung oder Instrumentenbau vor Ort sein sowie ein Gastspiel der Lehnschulzenhofbühne von Tschechows „Der Kirchgarten“ gezeigt. Außerdem wird es den August über die lange Filmnacht mit Live-Musik geben. Ein volles Programm für ein kleines Dorf. Marco Frenzel Weitere Infos auf der Homepage: www.dorf-macht-oper.de | Klein Leppiner Str. 26c | 19339 Plattenburg Fotos: Promo, Nic Tenwiggenhorn, © Anish Kapoor/VG Bildkunst, Bonn, 2013, Stiftung Schloss Neuhardenberg/Toma Babovic

Gate 70 Urban Beat Metro Abends am Tresen So manchem hat der Alkohol schon ein Leben unter der Brücke beschert. In Berlin hingegen beschert der Alkohol den Brücken Leben. Im Sommer wird die Stadt zu einem Open-Air-Tresen. Und die Brücken sind der VIP-Bereich. Also schnell beim Lieblingsspäti vorgeschaut. Der gehört einer alten, sehr graugesichtigen Frau. Sie sitzt fast immer. Oft im Rollstuhl. Und spricht nie. Dafür hat sie wechselnde Bodybuilder mit Knast- Tattoos als Angestellte. Ein Blick von ihr und sie spuren. Sofort. Öffnen Flaschen, tauschen den warmen Sekt, den sie einem gerade noch andrehen wollen, mit gesenkten Augen gegen einen kalten aus der Kühltruhe. Omi hat die Jungs im Griff. Eventuell ist dieser Späti das wohl erfolgreichste Resozialisierungsprojekt der Stadt. Dann stolpere ich über eine Gruppe Italiener, die die „Porta di Brandenburgo“ suchen. Als Berliner hilft man ja gern! Kann sich nur um den Hafen von Brandenburg handeln. Ich setze sie am Ostbahnhof in den Regio nach Brandenburg. Gute Reise, Ragazzi! Und weiter geht’s zur Modersohnbrücke. Wer dort zufällig entlangkommt, was vermutlich niemand tut, weil sie in Friedrichshain zwischen den Kiezen liegt, staunt. Wie die Stadtspatzen auf der Stromleitung sitzen dort die Sonnenuntergangsbiertrinker auf den Metallrohren. Sie sitzen in Zweierreihen und blicken in Richtung Fernsehturm. Prost! Während man in einigen Ländern Alkohol allenfalls in Papiertüten in der Öffentlichkeit transportieren und eigentlich nicht konsumieren darf, gehört es in Berlin fast schon zum guten Ton, mit der Bierflasche in der Hand gesehen zu werden. Nur die Anwohner mögen’s nicht so gern. Die Admiralbrücke in Kreuzkölln gelangte in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen, weil das sommerabendliche Hippie-Sit-in mit Klampfe und Bierchen zu laut war. Heute geht es gesitteter zu. Aber ein Besuch lohnt noch immer. Genau wie auf der Monbijoubrücke am Bodemuseum. Dort hat sich noch niemand beschwert. Nicht einmal die Kanzlerin, obwohl sie in Hörweite lebt und ihre beiden persönlichen Polizisten vor der Tür doch immer erreichbar sind. Dirk Krampitz Pflichttermin mit Indiens Kunststar Anish Kapoor im Gropius-Bau. Keine Frage, Anish Kapoor gehört zu den weltweit gefeiertsten Bildhauern. Von der Biennale in Venedig bis zur documenta in Kassel hat er auf allen bedeutenden Kunstmessen ausgestellt. 1954 in Bombay geboren, lebt und arbeitet der Kunststar seit 1973 in London. Abstrakt und vielfältig ist sein Werk, das sich aus verschiedenen Materialien wie Stein, Wachs und Glas zusammensetzt und das Spektakuläre dabei nicht scheut. Er verarbeitet sogar Spiegel, PVC-Häute und High-Tech-Material. Immer wieder neu, immer wieder anders. Als ob er jedes Mal eine neue künstlerische Sprache für seine Werke erfindet. Für seine erste große Ausstellung in Berlin bespielt Anish Kapoor das gesamte Erdgeschoß und den Lichthof des Gropius-Baus. Viele Arbeiten hat er in seinem Londoner Atelier eigens für die Ausstellung entworfen, die mit 70 Werken einen Überblick über das gesamte abstrakt-poetische Schaffen des Künstlers bietet. Ein Pflichttermin! Kna Martin Gropius Bau bis 24. November 2013 | www.gropiusbau.de Kreativ auf dem Land Brandenburgischer Kunstpreis 2013. Sonderausstellung: Privilegierte Lager? Westalliierte Flieger in deutscher Kriegsgefangenschaft während des Zweiten Weltkrieges ab 12. Juli 2013 Flugplatzfest 2013 07./08. September 2013 weitere Veranstaltungen: www.mhm-gatow.de Bereits zum zehnten Mal verleihen die Veranstalter der Märkischen Oderzeitung und die Stiftung Schloss Neuhardenberg den Brandenburgischen Kunstpreis in den Kategorien Malerei, Graphik und Plastik. Die zehnköpfige Jury hat es sich dieses Jahr nicht leicht gemacht mit der Entscheidung, da die eingereichten Arbeiten insgesamt eine hohe Qualität zeigen. Unter den Arbeiten von in Brandenburg ansässigen Künstlern gewann in der Kategorie Malerei Helge Leibergs Acrylbild „Dante, Divina Commedia“, in der Kategorie Plastik Knuth Seims Sandsteinskulptur „Wohin?“ und in der Kategorie Grafik überzeugte Matthias Friedrich Muecke mit seinem ungewöhnlichen Werk eines Buchs über Bertolt Brechts Lied „Surabaya-Johnny“. Die Preisverleihung findet am 23. Juni in Anwesenheit von Ministerpräsident Matthias Platzeck statt. Im Anschluss sind ausgewählte Arbeiten noch bis Anfang August in einer Ausstellung zu sehen, die einen interessanten Einblick in die mittlerweile recht umtriebige Brandenburger Kunstszene gibt. 190 Künstler haben an der Ausschreibung teilgenommen und ein breites Repertoire präsentiert. Auch Berliner Galleristen zeigen sich angetan. Immer mehr Künstler suchen die ländliche Abgeschiedenheit für ihren kreativen Output . Die Kunst ist angekommen in Brandenburg. Marco Frenzel Hotel Schloss Neuhardenberg | Schinkelplatz | 25. Juni bis 4. August | Di bis So | 11 bis 19 Uhr 25 Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 10 bis 18 Uhr Montags geschlossen; Eintritt frei Besuchereingang: Am Flugplatz Gatow 33, 14089 Berlin Tel.: 030 3687 2601 Mail: info@mhm-gatow.de

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