Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Gate 70 Sommer 2013

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22 Gate

22 Gate 70 Metro Interview „Bugs Bunny am Brecht-Theater“ Robert Wilson mit „Peter Pan“ am BE. Robert Wilson (71) hat das Gartenhäuschen auf dem Hof vom Berliner Ensemble mit seinem Stab eingenommen. Zeichnungen, Fotos, eine venezianische Vase und ein indianisch aussehendes Gewand liegen herum. Alles Inspiration für den texanischen Theatermagier, der an seiner Inszenierung von „Peter Pan“, der Geschichte über das Kind, das niemals erwachsen wird, von dem schottischen Schriftsteller James Matthew Barrie geschrieben, mit der Musik von CocoRosie arbeitet. Am 17. April um 19.30 Uhr feiert Robert Wilson Premiere im Berliner Ensemble. Mit ihm sprach Dirk Krampitz für Gate. Herr Wilson, so viele Dinge und Menschen um sie herum … alles Hilfe für die Inszenierung? Robert Wilson: Ich kann alle Hilfe gebrauchen, die ich bekommen kann. Ich weiß nicht, wie man Theater macht. Maestro, Sie kokettieren! Robert Wilson: Ich bin ein alter Mann. Und doch denke ich jedes Mal, ich muss das nicht machen. Aber du musst irgendwas machen, dann geht es. Was hat Sie an Peter Pan, der Geschichte vom ewigen Kind, gereizt? Robert Wilson: In jeder großen Kunst steht ein Kind im Mittelpunkt. King Lear ist eigentlich ein kleiner Junge und Hamlet auch. Wagners Ring ist ein Märchen für Kinder. Sogar einen Drachen gibt es da. (lacht) Fühlen Sie sich erwachsen? Robert Wilson: Ich vergesse immer wieder, dass ich schon 71 Jahre alt bin. Morgens fühle ich mich wie damals, als ich sechs Jahre alt war und mir vor der Schule meine Socken angezogen habe. Damals habe ich gezählt, wie viele Dinge ich bis zum Losgehen machen muss. 23! Socken waren die Nummer 21. Wie fanden Sie die Schule? Robert Wilson: Mein Vater konnte sich nie vorstellen, dass ich in der echten Welt zurechtkommen würde. Und ich auch nicht. Ich war der Schlechteste in der Schulklasse. Ich konnte nichts, nicht buchstabieren, nicht rechnen. Ich hatte keine Ahnung, wie ich jemals einen Job bekommen sollte. Dann passierte mir das Theater. Durch Zufall. Wenn ich Theater studiert hätte, würde ich nicht das Theater machen, das ich mache. Die meisten Leute kennen Peter Pan von den Disney-Filmen. Haben Sie die auch gesehen? Robert Wilson: Bevor ich die Disney-Version gesehen habe, kannte ich die Story schon ein bisschen, aber nicht so gut. Als wir wirklich eintauchten, merkte ich, es ist eine sehr ungewöhnliche Geschichte, und sie ist ganz anders als die von Disney. Ich versuche meinen eigenen Weg in das Material zu finden. Was verbindet Sie mit dem Berliner Ensemble? Robert Wilson: Das BE und ich, wir haben eine gemeinsame Geschichte. 1968, nach der Premiere von „König von Spanien“, kam Stefan Brecht nach der Vorstellung hinter die Bühne und sagte mir, dass er sehr mag, was ich mache. Ich wusste nicht, wer Bertolt Brecht war und dass Stefan sein Sohn war. Ich kam aus Texas. Da kennt man kein Theater. Er suchte Ersatz für ein Stück am Broadway. Ich sollte das übernehmen. Ich hatte Angst. Aber wir wurden Freunde. Er hat ein dickes Buch über meine Arbeit geschrieben, das ich nie gelesen habe. Später stellte er mich seiner Mutter, Helene Weigel, vor. Sie lud mich nach Berlin ein. Als ich dann einige Monate später dort angekommen war, von West-Berlin in den Osten gereist, sehr aufregend, und nach ihr fragte, sagte man mir, dass sie vor einigen Tagen gestorben wäre. Ich habe mir dann „Kikeriki“ von O’Casey angesehen. Später fragte mich Heiner Müller, ob ich sein Ko-Direktor am BE werden wollte. Ich sagte: „Das ist lächerlich, Heiner, Bugs Bunny aus Texas am Brecht-Theater, ich spreche noch nichtmal deutsch. NEIN! Wie ist die Zusammenarbeit mit Intendant Claus Peymann? Robert Wilson: Ich bin sehr überrascht, dass er mich eingeladen hat. Er steht ja eher fürs textorientierte Theater. Teil seiner Stärke ist, dass er sagt: Ok, Wilson, mach’s. Gegen Ende Fotos: Lucie Jansch

Gate 70 Interview der Proben kommt er ab und zu vorbei und sagt Sachen wie „Das klappt“ oder „Ich bin nicht sicher, ob das funktioniert“. Ich habe schon an Häusern gearbeitet, wo die Intendanten Angst hatten, dass mein Stück ein größerer Erfolg wird als ihres. Zwischen Peymann und mir gibt es aber keinerlei Konkurrenz. Wir denken und inszenieren total unterschiedlich. Und das macht ein Haus interessant. Mögen Sie seine Inszenierungen? Robert Wilson: John Cage sagte mal: „Wenn Du Dich in Beethovens Neunter langweilst, wirst Du irgendwas Interessantes finden. Selbst wenn es der Schweiß auf dem Gesicht des Violinisten ist.“ Ich bewundere seine Arbeit. Haben Sie schon mal an die Rente gedacht? Robert Wilson: Für mich ist das keine Arbeit, sondern das Leben. Stresst Sie das viele Reisen nicht? Robert Wilson: In den letzten zehn Tagen sind wir von Bologna nach Perth, Cairns, Sydney, San Francisco, New York, San Paulo, Genf und London geflogen und überall habe ich gearbeitet. www.heinemann-dutyfree.com Stresst das? (Er sieht zu seinem Assistenten und lacht dröhnend.) Ihr Mittel gegen Jetlag? Robert Wilson: Ich weiß nicht. Einfach machen! Heute managen Sie offenbar mehr als damals die 23 Dinge vom Aufstehen bis zum Schulweg. JEDER, DER FLIEGT, KANN HIER GÜNSTIG EINKAUFEN. Robert Wilson: Wissen Sie, ich war nicht gut in der Schule. Aber ich war sehr diszipliniert. Und wenn ich meine Hausarbeiten bis 10 Uhr fertig hatte, bekam ich immer ein Eis. Das war die Belohnung für die Verabredung. Und so ist das auch heute: Deadlines halte ich ein. Apropos, wenn ich so darüber nachdenke und auf die Uhr schaue: Ich hätte jetzt gern ein Eis! ANZEIGE Günstig einkaufen, günstig einkaufen. Du Papagei! 23

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