Berlin ist mit rund 35,65 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Der gesamte Luftverkehr der deutschen Hauptstadtregion soll am Standort Schönefeld konzentriert werden. Dafür plant und baut die Flughafengesellschaft den Flughafen SXF zum Flughafen Berlin Brandenburg – kurz BER – aus. Das Terminal T1 des BER wird am 31. Oktober 2020 eröffnet.
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Gate 66 Frühjahr 2012

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Die ganze Welt des Flughafens: Unser Kundenmagazin informiert Sie viermal im Jahr über die Flughäfen Schönefeld und Tegel und den Flughafen Berlin Brandenburg, neue Airlines und Ziele sowie die Metropolregion Berlin-Brandenburg.

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36 Gate 66 Metro Kinder und Jugendliche Anfassen ausdrücklich erwünscht! Kindertipp: Kindermuseen in Berlin und Potsdam. Wie kommt der Regen in die Wolke, das Baby in den Bauch und die Zahnpasta in die Tube? Wieso, weshalb, warum? Es ist nicht immer einfach, den Wissensdurst von Kindern zu stillen. Und selbst, wenn man die Antworten weiß, heißt das noch lange nicht, dass die Kleinen das auch verstehen. Kinder lernen am besten, wenn sie den Dingen selbst spielerisch auf den Grund gehen. Und zwar durch Anfassen, Ausprobieren, Riechen, Hören – wie auch immer. Mit interaktiven Mitmach-Ausstellungen richten sich Berliner und Potsdamer Kindermuseen exklusiv an kleine, neugierige Besucher. Im Berliner Kindermuseum Labyrinth können Kinder zwischen vier und elf Jahren Dinge aus ihrem Alltag spielend begreifen lernen. Das Museum „MACHmit!“ in Prenzlauer Berg bietet Kindern ab fünf Jahren Spaß und Spiel in verschiedenen Kunstwerkstätten, einem Seifenladen und einer Druckerei. Auf Kinder ab zehn Jahren wartet das Berliner Jugendmuseum mit einem abwechslungsreichen Programm rund um das Thema Geschichte. Spaß an Technik und Naturwissenschaften vermitteln das Deutsche Technikmuseum und das Exploratorium Potsdam in Babelsberg. Beide Mitmach-Welten laden kleine Nachwuchswissenschaftler mit Experimenten auf spannenden Entdeckungstouren ein. Katrin Knauth www.kindermuseum-labyrinth.de | www.machmitmuseum.de www.jugendmuseum.de | www.sdtb.de | www.exploratorium-potsdam.de Astrid Lindgren. Die Frau hinter Pippi, Ronja und Michel. Es ist nun zehn Jahre her, dass die wohl berühmteste Kinderbuchautorin Astrid Lindgren in Stockholm gestorben ist. Und es wird wahrscheinlich kaum ein Kind geben, das nicht mit Ronja Räubertochter durch den Mattiswald gestromert ist, mit Michel im Tischlerschuppen Holzmännchen geschnitzt oder mit Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf die kleine Stadt auf den Kopf gestellt hat. Astrid Lindgren lebt durch ihre Bücher. Und trotzdem mag man sich die Frage stellen, wer diese Frau war, die all diese wunderbaren Geschichten erfunden hat, die so vielen Kindern Freude, Hoffnung und Kraft gegeben haben. Das haben sich auch die Autorinnen Katrin Hahnemann und Kerstin Ljunggren gefragt und beide jeweils ein wunderbares Buch für Kinder ab acht Jahre ge- schrieben, die das Leben von Astrid Lindgren, ihre Kindheit, ihr Familienleben und den Beginn ihrer schriftstellerischen Tätigkeit so beschreiben, dass einem diese Frau, die man durch ihre Bücher so gut zu kennen glaubt, noch einmal viel näher rückt. Und natürlich kommen auch die Figuren in ihren Geschichten nicht zu kurz, die viel Aufschluss darüber geben, was Astrid Lindgren gedacht und gefühlt hat, wofür sie sich eingesetzt hat und was ihr wichtig gewesen ist. Und so wird auch der große Einfluss Lindgrens auf Gesellschaft und Politik so dargestellt, dass auch (oder gerade) Kinder ihren Wert erkennen können. Wer die Geschichten von Astrid Lindgren noch nicht kennt, hat jetzt die Möglichkeit, limitierte Sonderausgaben ihrer beliebten Kinderbücher zu erwerben, die seit Beginn dieses Jahres beim Oetinger-Verlag erscheinen. Wer nicht erwachsen werden will, kann sich mit der liebevollen Sammlung von Zitaten aus Astrid Lindgrens Büchern von der Autorin Margareta Krantz 148 Pillen gegen das Großwerden verschreiben lassen. Wirkung garantiert! Merle Remler Katrin Hahnemann Astrid Lindgren. Wer ist das? Bloomsbury Kinder & Jugenbücher 102 Seiten | Ab 8 Jahre 14,90 Euro Margareta Krantz / Astrid Lindgren Liebe kleine Krummelus. 148 Pillen gegen das Großwerden Verlag Friedrich Oetinger 108 Seiten | Ab 10 Jahre 8,95 Euro Kerstin Ljunggren Besuch bei Astrid Lindgren. Auf den Spuren einer Geschichtenerzählerin Verlag Friedrich Oetinger 135 Seiten | Ab 8 Jahre 12,95 Euro Fotos: Nikola Mirza / Labyrinth Kindermuseum Berlin, Promo

Gate 66 37 Literatur Metro Berliner Göre wurde Weltstar Vor 100 Jahren starb Marlene Dietrich. Eine Spurensuche. Hinter den Fenstern im dritten Stock der Leberstraße 65 in Schöneberg wurde Marie Magdalene Dietrich am 27. Dezember des Jahres 1901 geboren. Als Marlene Dietrich wurde die Berliner Göre später ein Weltstar. Sie war eine Einzelgängerin in der Schule an der Nürnberger Straße im heutigen Volkshochschulkolleg Schöneberg. Nach dem Musikstudium spielte sie auf der Geige Begleitmusik zu Stummfilmen im Kino. Dann kamen erste Statistenrollen im Theater. Trotzdem fiel sie durch die Prüfung an Max Reinhardts Schauspielschule, heiratete den Regieassistenten Rudolf Sieber am 17. Mai 1923 in der Gedächtniskirche. 1926 spielte sie im alten Friedrichstadtpalast in der Revue „Von Mund zu Mund“. Regisseur Josef von Sternberg entdeckte sie für „Der blaue Engel“. Die deutsche Filmgesellschaft Ufa bot ihr nach dem „unpatriotischen“ Auftritt keine Rollen mehr an. Da kehrte sie ihrer Geburtstadt den Rücken und wurde in Hollywood zur Filmgöttin. Doch Berlin bietet noch genug Spuren. Birgit Wetzig-Zalkind beschreibt sie in ihrem amüsanten Stadtführer „Marlene Dietrich in Berlin“. Außerdem kann man der Schauspielerin, die vor 20 Jahren in ihrer Pariser Wohnung starb und auf dem Friedenauer Friedhof in der Stubenrauchstraße beerdigt wurde, am Potsdamer Platz gedenken. Dort gibt es nicht nur den nach ihr benannten Platz. Sie bekam auch den ersten Stern auf dem „Boulevard der Stars“, ganz in der Nähe vom Filmmuseum, das Stücke aus Marlenes Leben in einer Dauerausstellung zeigt. Dirk Krampitz Museum für Film und Fernsehen Potsdamer Straße 2 | Dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr | Donnerstags bis 20 Uhr www.deutsche-kinemathek.de Birgit Wetzig-Zalkind Marlene Dietrich in Berlin Edition Gauglitz 17,90 Euro Das Land der unbegrenzten Spaziergänge Wolfgang Büscher geht zu Fuß durch Amerika: “Hartland” Bekannt ist er geworden durch seine Reise zu Fuß von Berlin nach Moskau. Und jetzt wagt er das Abenteuer erneut. Zu Fuß quer durch Amerika, nicht von Ost nach West, sondern von Nord nach Süd. Von North-Dakota über South-Dakota, Nebraska, Kansas und Oklahoma bis runter nach Texas. 3.500 Kilometer, nur mit einem Rucksack auf der Schulter, Zeitzeugenberichten aus dem Herzen Amerikas im Gepäck und ausgerüstet mit einer unerschütterlichen Neugier, die auch vor übervorsichtigen Grenzbeamten, Schneesturm und einer manchmal fast beängstigenden Leere in der Prärie nicht Halt macht. Meistens zu Fuß, wenn er mitgenommen wird, auch mit dem Auto. Und, ganz selten, auch im Bus, entdeckt der Abenteurer Büscher die schneebedeckte Prärie Nord- Dakotas, den verlassenen Ort Hartland und die Route 77 von Nebraska bis zum Rio Grande. In Kansas muss Büscher, der als Fußgänger immer wieder unfreiwillig Aufmerksamkeit auf sich zieht, auf offener Landstraße mit gespreizten Armen am Wagen des Sheriffs stehen, er trifft auf Cowboys und Indianer, schläft in verlassenen Motels, wird von Hunden gejagt und findet sich irgendwann in Texas wieder. Dem Paradies. So reist man mit Büscher durch das Herzland der USA. Das Heartland, aus dem Büscher das „Hartland“ macht, wie ein von ihm aufgesuchter, schon lange aufgegebener Ort in North-Dakota heißt. Hier in der Mitte des Landes, das wir aus Büchern und Filmen manchmal schon so gut wie unser eigenes zu kennen glauben, trifft er auf Menschen, die ihm ihre Lebensgeschichte erzählen und ihn an ihrem Stück Amerika teilhaben lassen – einem Amerika das wenig gemein hat mit dem, das sich uns in Hollywoodfilmen und Reiseführern zeigt. Hartland ist sowieso alles andere als ein Reiseführer – und eigentlich auch kein Reisebericht. Es ist eine Erzählung, ohne eine einzige Landkarte, nur mit einem Übersichtsplan, der es dem Leser erlaubt, grob der Route zu folgen. Aber das macht nichts. Denn es geht nicht darum, dass man weiß, wo man ist – es geht darum, dass man sich in den Geschichten Büschers verliert, sich vorstellen kann, wie ihn der Schnee schneeblind und schneetaub macht und spürt, wie einen der Wind auf der Straße nicht mehr aufrecht stehen lässt. Büscher erzählt mit offenen Augen und spontan – ohne dem Leser das Gefühl zu geben, er wolle ihn überreden dieselbe Reise zu tun. Eher so, als sei der Autor manchmal selber überrascht von dem, was er sieht und erlebt. Und davon, dass er auch dem letzten Zweifler, der ihn vorher für verrückt erklärt hat, beweist: Zu Fuß durch Amerika. Das geht. Nicole Dapper Wolfgang Büscher Hartland. Zu Fuß durch Amerika. Rowohlt Verlag Berlin 2011 300 Seiten 19,95 EUR

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